neuer Ziegenstall total versifft

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    • neuer Ziegenstall total versifft

      Hallo zusammen,
      ich bin ja momentan dabei, den neuen Stall und die neue Weide für meine 5 fertig zu machen.
      In dem Stall lebten vorher 35 Schafe. Wir haben heute angefangen den 35 cm hohen Kack von den Schafen auszumisten.... boah, übel. Seit 2 Jahren sind die Schafe weg.
      Der Gestank ist bestialisch, wenn man die dicke Schicht einmal angestochen hat.
      Wenn der Tag kommt, und alles ist endlich leer, womit sollte ich den Boden behandeln? Ist sicher alles total voller Bakterien etc..
      Bin für jeden Rat dankbar.
      Der Boden des Stalls besteht teilweise aus Beton - größtenteils aber ist er mit Pflastersteinen ausgelegt.
      LG, Doro
      »Wir brauchen für Tiere keine neue Moral. Wir müssen lediglich aufhören, Tiere willkürlich aus der vorhandenen Moral auszuschließen.« (H.Kaplan)
    • Ich könnte mir vorstellen ,das es am besten wäre den Boden komplett zu entfernen. Dann das Erdreich abtragen und neu auffüllen. Danach einen neuen Boden einziehen. So bist sicher das der Boden dann sauber ist. Als wichtig erachte ich auch, das du die Wände bis zu einer bestimmten Höhe reinigst desinfizierst und neu versiegelst. Meine persönliche einschätzung kein Profi bin.
      Tiere sind wie wir,nur besser.
    • Moin,
      also das Herausnehmen des Bodens fällt definitiv weg, da die Ziegen am wochenende umziehen müssen und wir dieses riesengoße Vorhaben nicht ansatzweise schaffen würden. Zudem ist mein Geldbeutel schon mehr als geschröpft, da ich einen 4-stelligen Betrag brauchte, um die Pfosten, den Zaun etc. etc. anzuschaffen (musste Alles komplett eingezäunt werden).
      Ich brauche also eine günstige und schnelle Methode.
      Hinzu kommt: es wäre denkbar dass das stallgebäude irgendwann abgerissen werden muss, da es auf einer Grundstücksgrenze steht. Da war schonmal vor einigen Jahren die Stadt da und hat so etwas gesagt. Ich will den Stall jetzt solange nutzen wie es geht. Aber großartige Umbauten werde ich dort wegen der unsicheren Lage nicht vornehmen.
      LG, Doro
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    • Doro74 schrieb:

      35 cm hohen Kack von den Schafen auszumisten....
      Man nennt das auch "benutzte Einstreu", woraus man einen hervorragenden Dünger machen kann. Wenn es gefährlich wäre, würde einen das Gemüse umbringen.

      Doro74 schrieb:

      Ist sicher alles total voller Bakterien etc..
      Das ist normal und gesund, Krankheitskeime (für die Tiere) sind tot!

      Doro74 schrieb:

      womit sollte ich den Boden behandeln?
      Wenn alles raus ist, den Boden mit einem harten Besen (Stahl- oder Kunststoffborsten) fegen und nachsäubern, abtrocknen lassen.

      Doro74 schrieb:

      Der Boden des Stalls besteht teilweise aus Beton - größtenteils aber ist er mit Pflastersteinen ausgelegt.

      Das ist wunderbar für die Zukunft. Neue Einstreu in angemessener Dicke drüber und die Tiere werden begeistert sein.
      _______________
      Um die Gegenwart zu verstehen und zu verbessern, müssen wir aus der nahen und weiteren Vergangenheit lernen, bei einer kranken Ziege die bisherigen und jetzigen Haltungsbedingungen analysieren - profund und schonungslos wie Dr. House. Das Wohl des Tiers steht über der Selbstgerechtigkeit ahnungsloser Halter.
    • würd ich auch so machen, wie piroschka es empfiehlt, aber auch alexens spray anwenden.
      in so einem leerstehenden stallraum rennen gern die ratten rum und wer weiß, was die alles nur an aussenparasiten hinterlassen haben !
      ziegelboden ist schlecht zu säubern, saugt auch urin auf.
      ich würd als unterste einstreulage grosszügig entstaubte holzspäne schütten, dann erst stroh, dann bleibt es unten trocken.

      viel erfolg !
      biber
    • Hi,
      das klingt ja jetzt alles nicht mehr so dramatisch. DANKE. Nur wenn so eine Schicht 2 Jahre liegt, dann könnt ihr euch sicher vorstellen, wie das stinkt. Da hatte ich schon Sorge. Die unterste Schicht war eine Matsche, grün-schwarz. Total vergammelt.
      Sind Hobelspäne oder Leineneinstreu besser als unterste Schicht?
      LG, Doro
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    • Doro74 schrieb:

      Sind Hobelspäne oder Leineneinstreu besser als unterste Schicht?

      Das denkt man so, wenn man fürsorglich ist. Andererseits bindet das den Urin stärker, d. h. aber, Ammoniak verflüchtigt sich nicht so leicht. Dies ist für die Atmung der Tiere in 30 cm Höhe (oder im Schlaf noch niedriger) sehr ungünstig.
      Außerdem ist beim Misten eine verklebte Späneschicht viel schwieriger zu entfernen als Stroh. Das wiederum führt zum Verbleiben von Resten und allmählich zum Aufbau einer nahezu kompakten Spanplatte, die ständig Ammoniak ausdünstet und nachher nur mit der Spitzhacke zu entfernen ist.
      Demnach: lieber nur Stroh, ausreichend dick und oft genug austauschen.
      Also flott misten, abtrocknen lassen, fegen (was anstrengend ist, weil die Reste so kleben und ganz schön Masse zusammen kommt).
      Das Pflaster ist günstig, falls nicht mörtelverfugt, weil durch die Fugen drainiert wird.
      Das Ganze ist gut für die Rückenmuskulatur und verhindert neue Bandscheibenvorfälle.
      Wenn man Rechtshänderin ist: immer nach links schaufeln wie ein echter Bauarbeiter, dem der Polier das noch beigebracht hat. :)
      Gruß
      Pi
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    • Hmm, ok - hatte bis jetzt immer Späne unter dem Stroh - Biber schrieb ja auch so etwas.
      Also lieber doch nur Stroh? Von den Schafen liegen da bestimmt noch 15-20 Ballen unterm Dach. Reichen würde es.
      LG, Doro
      »Wir brauchen für Tiere keine neue Moral. Wir müssen lediglich aufhören, Tiere willkürlich aus der vorhandenen Moral auszuschließen.« (H.Kaplan)
    • Doro74 schrieb:

      Von den Schafen liegen da bestimmt noch 15-20 Ballen unterm Dach. Reichen würde es.

      Wie lange jedoch?
      Und den Eingangsbereich schön einstreufrei halten, dann läß sich der Kot dort leichter entfernen, nachdem sie sich dort - versonnen hinausblinzelnd - entleert haben. Natürlich hört es sich auch schön an, wenn die Kotpillen in die dicke Einstreu rieseln.
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    • Doro74 schrieb:

      größtenteils aber ist er mit Pflastersteinen ausgelegt.

      Gehen wir von Basalt-, Betonsteinen oder jenen Naturkopfpflastersteinen aus, wie die Endmoränenlandschaft sie uns hinterlassen hat....
      dann versickert vieles ohnehin in der zum Grundwasser führenden Unterwelt ;)
      Selbst beim Urinieren verdunstet ja schon etwas durch die Temperaturunterschiede, weshalb manche Leute sich wundern, daß sie feuchte
      Gesäßmuskeln haben, wenn sie länger auf der Toilettenbrille verharren. ^^
      Positiv gesehen, kann man sagen, das sei gut für den "Täng" (=Teint), aber das ist ihren Ziegen sicher schwer zu vermitteln, denn diese werden
      eher froh sein, wenn das überlagerte Stroh nicht zu sehr müffelt (weil mit Pilzsporen durchsetzt, was ja in bestimmtem Umfang als unvermeidlich normal ist).
      Und dem Stall wünschen wir ein langes Leben, einen solchen Untergrund findet man nicht alle Tage. :)
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    • es kommt drauf an, was für ein boden unter den pflastersteinen ist und ob das gebäude womöglich in einer senke liegt und ob es fundamente gibt.
      wenn es zb. auf dichtem lehm gebaut ist und die zwei anderen modalitäten auch so sind wie beschrieben, dann verdunstet nicht genug und fließt auch nirgends hin.
      falls sich die ziegen sehr häufig im stall befinden und dort auch pinkeln führt das zu einer immens hohen menge an gestauten urin-litern im lauf der zeit.
      rechnet es mal aus. x ziegen mal x liter/tag mal x tage oder x jahre......

      bei mir gab es genauso ein problem, deshalb weiß ich, wovon ich spreche.
      ein oberflächlicher architektenmensch, selbst schafhalter, meinte zu beginn: ja super bodenbedingungen für einen stall.
      = schwachsinn !

      :pinch:
    • Biber schrieb:

      rechnet es mal aus. x ziegen mal x liter/tag mal x tage oder x jahre......

      bei mir gab es genauso ein problem, deshalb weiß ich, wovon ich spreche.
      ein oberflächlicher architektenmensch,

      Daran hatte ich nicht gedacht! Also Erdbohrer im Baumarkt leihen und außerhalb des Stalls einen Erdkern bohren zur Begutachtung des Bodens. Ich hatte an einen sanft abfallenden Hang mit Gefälle zur Ruhr und einen schönen Blick über das Tal gedacht.
      Frustiert habe ich 400 g vegane Schokolade genascht und konnte anschließend nicht Siesta halten (Gerumpel im Gallengang, so habe ich mich geärgert!)
      Also Kopfrechnen geübt (Bibers Aufgabe):

      Biber schrieb:

      rechnet es mal aus. x ziegen mal x liter/tag mal x tage oder x jahre......
      Konnte mir die Aufgabe nicht merken, also noch einmal aufgestanden (Angst, etwas falsch zu machen - typisch Zwangsneurotikerin), dann festgestellt, wie gut man im Liegen rechnen kann (falls man noch wach ist):
      Erinnerte mich an Doros Angaben 15m x 12 m (Thema Pachtvertrag) Grundfläche.180 qm
      Rechenschritte (5 Großziegen x 1,37 Liter tgl x 10 Jahre x 365 Tage) + [für die Schaltjahre] (5 Großziegen x 1,37 Liter tgl x 2 Jahre x 366 Tage) = 25.002,5 Liter plus 5.014,2 Liter = 30.016,7 Liter (= 30,0167 Kubikmeter : 180 qm = 166,75 Liter / qm / 12 Jahre. Nach einem Jahr ohne Resorption durch Stroh, ohne Verdunstung und ohne Urinieren außerhalb stünde der Urin fast 1,4 cm hoch. Mit Stroh und Verdunstung
      ist der Stall so trocken wie die Sahelzone - Folge: der Boden reißt.
      Doro, gib mit mal Deine Ktodaten per PN, will mich an den Zaunkosten beteiligen.

      Gruß
      Piroschka
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    • Hi,
      also die 15x12m bezogen sich auf meinen alten Stall. Wie groß der Neue ist, habe ich noch gar nicht ausgemessen. Ich habe ihn aber mal grob gezeichnet, hänge ich hier mal an. Die Ziegen bekommen die Doppelbox und die Box 1. Ist aber echt groß. Da haben die richtig Platz.
      Die Box 1 nehme ich dazu, weil ich ja den Epileptiker dabei habe - und wenn die anderen ihn mal mobben, dann kann er sich in Ruhe zurückziehen. Sollte es nicht klappen/ reichen, dann kommt Box 3 halt auch noch dazu. Ich wollte Box 2 als Heulager im Winter nutzen. Paletten auf den Boden und Heu rein.

      Der Boden im Stall, tja, wie mag der sein. Als wir die Pfosten eingeschlagen haben kam sehr viel Lehm zum Vorschein. Und da das Kacke-Urin-Strohgemisch in den letzten 2 Jahren nicht ansatzweise abgetrocknet ist, denke ich, sickert da nicht wirklich viel zwischen den Pflastersteinen durch.
      Eine Schicht Hobelspäne unter dem Stroh wäre wohl doch ratsam. Wenn ich dann im frühjahr ausmiste, dann werde ich ja sehen, wie es aussieht.

      Piroschka, ich schreibe dir eine Nachricht.... dein Ernst jetzt?! Ich bin gerade total baff, Danke. #freunde#
      Bilder
      • Stall.jpg

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      LG, Doro
      »Wir brauchen für Tiere keine neue Moral. Wir müssen lediglich aufhören, Tiere willkürlich aus der vorhandenen Moral auszuschließen.« (H.Kaplan)
    • Da sieht man mal wieder, wie das ist, wenn man nicht an alle Unwägbarkeiten denkt. Keiner kann garantieren, daß die Ziegen nur im Stall urinieren, was ja Pferde bevorzugt tun, wenn sie in einen neu eingestreuten Stall kommen. Warum? Es spritzt nicht so, wie auf der Weide, Stuten hocken sich ja auch nicht hin wie weibliche Ziegen.
      Wenn die Ziegen also nicht viermal 0,25 Liter und einmal 0,37 Liter Urin im Stall hinterlassen - vielleicht ist die von mir zugrunde gelegte Gesamtmenge viel zu hoch angesetzt als Durchschnitt, denn schließlich trinken Ziegen manchmal tagelang nichts, weil ihnen der Flüssigkeitsgehalt im Futter (ob Heu, Gras, Laub) völlig ausreicht - ist die aufkommende Menge geringer.
      Die in den Kotpillen gebundene Menge Flüssigkeit ist ja auch zu bedenken, so daß, wenn regelmäßig gemistet wird, sich die Situation völlig verschiebt.
      Von daher sind zu viele Variablen zu berücksichtigen, um gesicherte Aussagen machen zu können.

      Am meisten begeistern mich Halter(innen), die täglich die Kotpillen mit geeigneter Schaufel entnehmen und die wirklich durchtränkte Einstreu
      ersetzen, solange die Ziegen nicht im Stall sind (wegen der Geruchsbelästigung der Ziegen, d. h. Ammoniakatmung).
      Dann ist der Stall so trocken, wie man es sich wünscht, gleichwohl braucht man nicht zu befürchten, daß sich die Erde auftut wie bei den Tagesbruchlöchern in ESSEN.
      Bei dem von Doro aufgezeigten Grundriß dürfte eine leichte, gesundheitlich nicht schädliche Ventilation gegeben sein, so daß von daher das
      Stallklima hervorragend sein könnte.

      Viele Grüße
      P.
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      Um die Gegenwart zu verstehen und zu verbessern, müssen wir aus der nahen und weiteren Vergangenheit lernen, bei einer kranken Ziege die bisherigen und jetzigen Haltungsbedingungen analysieren - profund und schonungslos wie Dr. House. Das Wohl des Tiers steht über der Selbstgerechtigkeit ahnungsloser Halter.
    • i-Tüpfelreiten ür Anfänger:

      Piroschka schrieb:

      Wenn die Ziegen also nicht viermal 0,25 Liter und einmal 0,37 Liter Urin im Stall hinterlassen - vielleicht ist die von mir zugrunde gelegte Gesamtmenge viel zu hoch angesetzt als Durchschnitt, denn schließlich trinken Ziegen manchmal tagelang nichts, weil ihnen der Flüssigkeitsgehalt im Futter (ob Heu, Gras, Laub) völlig ausreicht - ist die aufkommende Menge geringer.


      Macht es bei der Urinmenge einen Unterschied ob die Flüßigkeit mit der Nahrung oder durch den Tränkeeimer aufgenommen wird? (meine natürlich die absolute Menge an Flüßigkeit)
      Wenn ich eine Melone esse muss ich pinkeln, bei Bier gehn auch 3 oder 4 ohne "kleinem Geschäft" inzwischen #engel#

      Nichts desto trotz finde ich Pflastersteine im Stall gut, ist aber mit der Hand teilweise "lästig" zu misten.
      Being a vegan is a missed steak