Lupinen

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    • Hallo,
      also ich habe jetzt schon einige Stunden damit verbracht mich über Lupinen zu informieren, aber ich bin nicht wirklich schlau geworden.
      Auf einigen meiner Weideflächen sind ganz junge Lupinenpflänzchen. Eigentlich wollte ich die gesamten Wiesen beweiden, doch ich habe bedenken wegen der Lupinen. Letztes Jahr waren sie auch schon dort gewachsen und ich habe diese Stellen einfach ausgespart und die Pflanzen mit der Hand ausgemacht.
      Ich würde jetzt gerne wissen, ob die Lupinen giftig sind oder nicht und ob ich jetzt jedes Jahr vor der Weidezeit die ganzen Lupinen von der Wiese entfernen muss oder nicht?

      Gruß
      Yannick
    • Hi,
      da sonst Niemand was geschrieben hat, gebe ich mal meine Meinung dazu ab.
      Zum Einen spreche ich meinen Ziegen soviel Intelligenz zu, dass sie instinktiv wissen (riechen), was sie fressen dürfen und was nicht - solange wir die natürliche Form nicht verändern (schneiden wir alles ab und legen es ihnen als Haufen hin, dann denken sie natürlich, das sei was zu futtern und erkennen es in seiner natürlichen Form etc. nicht mehr).
      nehmen wir die Schneeglöckchen.... ich hätte viel zu tun, wenn ich die alle ausstechen müsste.
      Meine Ziegen grasen.... gelangen sie an die Schneeglöckchen wird kurz gerochen und sie drehen sich fast angewidert weg und fressen woanders.

      Laut Botanikus sind Lupinen nicht giftig, siehe hier botanikus.de/Botanik3/Tiere/Ziegen/ziegen.html
      Auch bei Alpakas oder Schafen sind Lupinen nicht aufgelistet.

      Ich habe auch Lupinen in der Wiese, jetzt wo du es sagst. Aber sie kommen nicht zur Blüte, da sie vorher abgegrast werden.
      Frag zur Sicherheit mal einen Tierarzt oder Botaniker, falls du dir unsicher bist.
      LG, Doro
      »Wir brauchen für Tiere keine neue Moral. Wir müssen lediglich aufhören, Tiere willkürlich aus der vorhandenen Moral auszuschließen.« (H.Kaplan)
    • Doro74 schrieb:


      Zum Einen spreche ich meinen Ziegen soviel Intelligenz zu, dass sie instinktiv wissen (riechen), was sie fressen dürfen und was nicht - solange wir die natürliche Form nicht verändern (schneiden wir alles ab und legen es ihnen als Haufen hin, dann denken sie natürlich, das sei was zu futtern und erkennen es in seiner natürlichen Form etc. nicht mehr).
      Da würde ich mich nicht drauf verlassen. Wie oft kommt hier die Frage, was man tun kann, wenn die Ziege z.B. Rhododendron gefressen hat. Wie viele Ziegen, Pferde, Rinder fressen sich mit Jakobskreuzkraut einen Leberschaden an?
      **********

      Fleisch, das; -es, -; 1.Leichenteil(e) eines getöteten Tieres, das leben wollte


      Warum vegan? - - -Carne vale
    • Ich habe ja auch nur von mir geschrieben, und ganz klar gemacht, dass er einen Tierarzt oder Botaniker fragen soll, wenn er sich unsicher ist :)
      Weisst du denn, wie es mit den Lupinen aussieht?
      LG, Doro
      »Wir brauchen für Tiere keine neue Moral. Wir müssen lediglich aufhören, Tiere willkürlich aus der vorhandenen Moral auszuschließen.« (H.Kaplan)
    • Zum "instinktiven Wissen" habe ich unlängst 2 Photos von Schafen eingetellt; ein Schaf fraß genüßlich (instinktiv?) Plastik trotz anderen Futtergangebots. Es wurde auch schon von Ziegen berichtet, die Handschuhe fressen.

      Über die Photographenseite, auf die hier im Forum gern verwiesen wird, schrieb ich erst neulich unter "Aronstab":

      "[...] die Seite eines Photographen, der seine "Seite" als Botanikus bezeichnet hat.

      Woher er seine Weisheiten hat, gibt er nicht an. Einmal erwähnt er
      allerdings ein altes Kräuterbuch, aus dem er angeblich zitiert.

      Es ist jedoch wahrscheinlich (so fehlerhaft, wie er seit Jahren schreibt
      und interpunktiert), daß er das Deutsch des 16. Jahrhunderts gar nicht
      versteht.

      Außerdem ist es fahrlässig zu suggerieren, daß damals großes - und vor allem gesichertes - Wissen bestanden habe.

      Meist schrieben diese Autoren aus noch älteren Texten ab.

      Man darf nicht vergesssen, daß erst nach 1800 der Aufbau der Organismen (Pflanzen und Tiere) aus Zellen erkannt wurde.

      Der Onkel Hahnemann, auf den sich Homöopathen und Alternativmediziner
      sowie ihre Anhänger heute berufen, gehörte folglich noch der
      Alchimisten-Zunft an.

      Wenn Du gesicherte Auskünfte über Giftpflanzen und Gifte generell haben willst, greif zur Giftdatenbank der Universität Zürich.

      Sie hat Hand und Fuß:

      http://www.vetpharm.uzh.ch/perldocs/index_x.htm


      Wenn man dort unter "Management" Tierart "Kleine Wiederkäuer" und unter "Botanik Pflanzennamen" (weiter rechts) klickt und oben im Suchfeld "Lupine" einträgt, erhält man die Angabe "giftig" bis "stark gifitg", je nachdem, um welche der vier Lupinenarten in Europa es sich handelt.
      _______________
      Um die Gegenwart zu verstehen und zu verbessern, müssen wir aus der nahen und weiteren Vergangenheit lernen, bei einer kranken Ziege die bisherigen und jetzigen Haltungsbedingungen analysieren - profund und schonungslos wie Dr. House. Das Wohl des Tiers steht über der Selbstgerechtigkeit ahnungsloser Halter.
    • Vielen Dank Piroschka,

      die Seite ist sehr informativ und hat mir geholfen. Ich werde also alle Lupinen bekämpfen. Nachdem ich sie entfernt habe werde ich die Wiesen beweiden und hoffen, dass die Lupinen nächstes Jahr weniger werden.
      Ich weiß nur vom letzten Jahr, dass die Blüten rosa waren und somit gehe ich davon aus, dass es sich bei der Lupine um die Lupinus polyphyllus L. handelt, welche auf jedenfall giftig ist.
      Die Lupinen sind vor einigen Jahren in Straßengräben zur Befestigung der Böschungen gesät worden. Das führte zu vielen Wildunfällen, da die Wildtiere die Lupinen gerne fressen. Anscheinend sind Wildtiere auch weniger anfällig für Alkaloide. Naja, nun breiten sich diese Pflanzen überall aus und verdrängen andere einheimische Pflanzen und somit auch Tiere, welche in einer Symbiose mit ihnen leben. In der Rhön scheint es besonders schlimm zu sein.
      So vielen Dank an alle für die Beiträge.

      Gruß Yannick
    • Großen Beifall zum Esparsette-Anbau.

      Allerdings hat Esparsette nun überhaupt nichts mit Lupinen zu tun.
      Da kann man sich auch informieren.
      Bei den Lupinen können eben gefährliche Alkaloïde vorkommen, wenigstens in manchen Pflanzenteilen.
      Gibt es Zuchtformen von Lupinen oder Lupinen in anderen Erdteilen, wollen wir uns nicht dazu äußern.
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    • Piroschka schrieb:

      Allerdings hat Esparsette nun überhaupt nichts mit Lupinen zu tun.
      Beide Pflanzen sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler.
      LG, Doro
      »Wir brauchen für Tiere keine neue Moral. Wir müssen lediglich aufhören, Tiere willkürlich aus der vorhandenen Moral auszuschließen.« (H.Kaplan)
    • Ist das nicht toll, diese Vielfalt.
      Die Unterfamilie umfasst etwa 420 Gattungen und mehr als 12.000 Arten.
      Zudem kommen sie von den Tropen bis in die arktischen Regionen vor.
      Velva Elaine Rudd (1910–1999) hat den Namen Faboideae eingeführt, nicht etwa schon
      der Linkshänder Carl von Linné im 18. Jahrhundert (Systema plantarum).
      Aber was haben sie denn nun in unserem Zusammenhang miteinander zu tun, außer daß
      sie in die Systematik des Pflanzensystems eingeordnet worden sind?
      Welche Esparsette-Art sei giftig?
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    • es ging mir nur darum zu widerlegen, dass sie NICHTS miteinander zu tun haben - akzeptiere das doch einfach mal
      gute Nacht
      LG, Doro
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