Erster Stallbau: Wände, Eingänge, Fenster

    • Erster Stallbau: Wände, Eingänge, Fenster

      Hallo,

      kurz zu den Eckdaten: Wir planen drei Steirische Scheckenziegen (bzw. ZZ-Mix) zur Landschaftspflege bei uns aufzunehmen.

      Der Stall hat eine Grundfläche von 15 qm (3,75 x 4 m und eine Mindesthöhe von 2,5 m) und soll ganzjährig den Ziegen zur Verfügung stehen. Die angeschlossene - mit Elektrozahn eingezäunte - Weide besteht aus Wiese und hauptsächlich verwildertem Hang mit Brombeeren und jeder Menge Sträuchern und hat so ca. 3000 qm.

      Fragen nun zum Stallbau:

      Genügen Holzwände mit auf Stoss geschraubten Holzbrettern oder wäre Nut- und Federbretter besser? Wegen der Luftzirkulation frage ich.

      Fenstern an zwei verschiedenen Seiten mit jew. ca 1,3 x 1 m sind ausreichend? Werden die dann im Winter geschlossen? Und im Sommer immer offen?

      Sind bei drei Ziegen, die alle aus derselben Herde, von derselben Züchterin stammen zwei Eingängen notwendig? Oder soll ich bei einem Eingang gleich gegenüber eine Wand aufstellen, dass hier niemand "blockieren" kann?

      Muss ich den Stall irgendwie strukturieren also mit Abteilen oder Wänden versehen, oder reichen einfach erhöhte Liegeplätze, die verteilt angebracht werden?

      Ich verbringen schon geraume Zeit bei der Recherche und bin noch immer sehr unsicher, wie die optimale Aufteilung aussehen soll und würde mich daher über Feedback und Antworten sehr freuen.

      Sonnige Grüße aus dem österreichischen Burgenland. :|
    • Hallo und Willkommen
      im Forum.
      Ich würde wenn es möglich ist die Türe/n auf die Südseite setzen, außerdem würde ich eine hohe Türe die sich in der Mitte (Horizontal) teilen lässt an die eine und die andere als halbhohe Türe an die andere Ecke der selben, Wand setzen. Das hat den Vorteil das du zwei Türen hast, aber denoch innen an der längsseite Wand der niedrigen Türe eine Art Zwischenboden (Liegefläche für Ziegen) anbringen kannst. Den Zwischenboden an Scharnieren / Wandseite und Kettenanhängung / Raumseite anbringen. Dadurch kannst du den Boden einfach zum reinigen an der Wand herunterklappen und er stört nicht fals er nicht gebraucht wird. Der Zwischenboden über die Längsseite mit vier Metern würde natürlich zu schwer und unhandlich zum klappen. Dann lieber zwei mit zwei Metern, wobei der zweite von der Türe aus gesehen etwas niedriger hängen sollte. (darauf achten das die auskragung des Bodens nicht mehr betragen darf als die Höhe in der er hängt, weil er sich sonst nicht komplett herunterklappen lässt.) Der höhere Zwischenboden muss so hoch hängen das er nicht in die niedrige Türe ragt. Bei dieser Anordnung können die Tiere durch die kleine Türe unter dem höheren Boden in den Stall und über den niedrigen leichter nach oben. Da Ranghöhere Tiere gerne oben liegen haben die Rangniederen unten ihre Ruhe und die mögliche Liegefläche erhöht sich dadurch auch. Die normal hohe Türe zweiteilen damit du im Winter die obere Hälfte schließen kannst falls notwendig, oder nur die untere damit es zusätzlich zu den Fenster/n welche/s auf der gegenüberliegenden Wandseite Zwischenboden anzubringen sind eine ausreichende Luftzirkulation gibt, wenn du aus irgendeinem Grund die Tiere mal einsperren musst.

      Gruß Freddy

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Mecker Fredy () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

    • Mecker Fredy schrieb:

      Die normal hohe Türe zweiteilen damit du im Winter die obere Hälfte schließen kannst falls notwendig, oder nur die untere damit es zusätzlich zu den Fenster/n welche/s auf der gegenüberliegenden Wandseite Zwischenboden anzubringen sind eine ausreichende Luftzirkulation gibt, wenn du aus irgendeinem Grund die Tiere mal einsperren musst.

      Gruß Freddy
      Wir haben auch eine solche zweigeteilte Tür. Klappt im Winter prima ( oberer Teil geschlossen) aber unsere Ziegen sind sehr sportlich und springen locker über den unteren Teil ( Türmaße H: 1,97m. Untere Tür: H: 1,20m). Beim Bauen bitte daran denken...

      Wir haben zwar auch Fenster aus Panzerglas, die sich jedoch nicht öffnen lassen. Oben am Dach sind allerdings Luftschlitze, das sorgt für eine gute Luftzirkulation ohne Zugluft für die Tiere. Hat sich prima bewährt. Die komplette Tür ist eigentlich ständig geöffnet- nur, wie schon erwähnt, in sehr kalten, stürmischen Wetterlagen oben geschlossen.

      LG Elli


      Not being vegan is a mistake. ^^

      Gut zu wissen...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ElliBesch () aus folgendem Grund: Hatte noch was hinzugefügt...

    • Die heftigsten schlagregen sind hier bei mir aus westlicher Richtung, manchmal auch süd-west das ist mitunter auch ein Grund warum die Türen halbhoch bzw zweigeteilt sein sollen, dadurch regnet es höchstens einen Meter weit rein, aber der schneident kalte Ostwind kommt keinesfalls bei dieser Anordnung in den Stall. Das war meine Überlegung.

      Gruß Freddy
    • Vielen Dank für die ausführlichen Antworten.

      Der Stall ist fertig und hat nun nur einen Eingang, da dies nicht anders möglich ist. Der Eingang ist eine zweigeteilte Türe, so wie oben beschrieben. Eine zusätzliche Tür führt in den Schuppen, wo das Heu aufbewahrt werden soll und eine Tür ins Freie, wo allerdings unsere Ziegen nicht hindürfen, also eher zum Ausmisten und so. Die gesamte Innenausstattung habe ich mit Hilfe meiner Tochter selbst gebaut (worauf wir beide sehr stolz sind). Es fehlen lediglich noch Befestigungen für die Wassertröge/eimer und ein Schutz für das Fenster. Und die Ziegen fehlen noch. Das Dach wurde noch 1,5 Meter weiter gezogen, wodurch die Tür bzw. der Innenbereich vor Regen eigentlich geschützt sein sollte.Leider haben wir unsere Wunschvariante mit zwei Fenstern nicht realisieren können, daher gibt es nur ein - sehr großes - Fenster, das zum größten Teil gekippt werden kann.

      Eine Frage: Wie soll ich das Fenster jetzt "Ziegensicher" machen? Mit einem Brett? Mit einem Gitter? Gar nicht?

      LG Marion


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von WienerStadtKind ()

    • Hallo,
      das habt ihr wirklich sehr schön gemacht!!
      Ich würde aufpassen, dass die Tiere nicht von oben in die Raufe reinspringen können. Zicklein machen das sehr gerne, sie kacken dann auch rein und ich hatte schon einen blöden Unfall mit einem feststeckenden Kitz, wo ich die ganze Raufe zersägen musste.

      Wann kommen denn jetzt die Geissen?

      LG Susanne
    • Hallo,

      zum Weglassen des Fensters: Es ist doch vorgeschrieben, dass mind. 1/10 der Grundfläche offen bzw. Fensterfläche ist? Sonst ist das ja zappenduster?

      Wieso ist die "Hühnerleiter" obsolet? Die springen doch zu Beginn (zwei der Ziegen sind ja noch klein) nicht aus den Stand auf die Plattform?

      Zur Raufe: Habe ich mir auch schon überlegt, ob wir die oben schließen.

      Und die Ziegenkommen frühestens am 12. August wie es aussieht.

      LG Marion
    • So jetzt haben mich ganzen Weidegerät-Diskussionen völlig verunsichert. Unserer Ziegen sollten bereits am Sonntag einziehen. Der Zaun steht und wurde von Profis errichtet und angeschlossen, aber ist das Weidezaungerät stark genug? Ich werde aus allen Einträgen nicht wirklich schlau.

      Die Eckdaten (falls jemand so nett ist, mir darum eine Antwort zu geben):

      Zaunlänge unter 500 Meter
      Bewuchs eher stark

      Ist das Gallagher PowerPlus M300 ausreichend?

      Denn das Patura P3000, das jemand "empfohlen" hat, ist doch von den Eckdaten sogar noch schwächer?

      Oder irre ich mich da?

      Wenn ja, auf welche Größe kommt es denn an, dass es einen vernünftigen Wumms gibt?

      Und wenn mein Gerät jetzt echt unbrauchbar ist, ersuche ich um eine konkrete Empfehlung von Weidezaun.info, damit ich das noch schnell besorgen bzw. tauschen kann.

      LG Marion

    • WienerStadtKind schrieb:

      Zaunlänge unter 500 Meter
      Bewuchs eher stark
      Den Bewuchs würde musst du sowieso minimieren, also under dem Zaun freischneiden und anliegende Äste entfernen. Spätestens wenns mal nass ist geht dir kaum mehr Strom durch die ganze Zaunlänge wenn unterwegs zu viele "Verbraucher" angeschlossen sind.

      Ich hab ein 11 Joule Gerät von weidezaun.info und bin mit einem Erdungsstab (3 sind empfohlen) ganz knackig unterwegs. Das Gerät auf welches du verweist ist wie beschrieben eher für Rinder, die haben aufgrund der großen Abstandes der Hinterbeine zum Zaun eine recht gute Leitung und schrecken bereits zurück wenn sich Ziegen gerade mal die Nase kraulen lassen.
      Wenn du in der Nähe ein Lagerhaus hast kannst aber auch dort ein Gerät nehmen, sind garnicht mal so teuer und wenns mal zu reparieren sein sollte bekommst inzwischen ein Ersatzgerät. Hab meins deshalb im I-Net bestellt weil ich die komplette Zaunausstattung auf einmal bestellt habe, da sind die Deutschen schon um eniges billiger als wir.
      Being a vegan is a missed steak
    • Hallo,

      habe jetzt ein auch ein 11 Joule Gerät (siehe Screenshot) mit zwei Erdstäben. Alle selbstgebauten Podeste, die Rampe, die Plattform und unsere Heuraufe wurden bereits getestet und gut angenommen. Sie verteilen sich bei Aufruhr innerhalb von Sekunden auf die zwei großen Plattformen.

      LG Marion