Ziegen Sterilisieren?

    • Toshi, für die meisten Hobbyhalter ist die Bewegungsfläche= die Futterfläche. Wie sollte das in einem normal großen Garten auch anders gehen?

      Edit: Mit Hobbyhaltern meine ich die Schmuseziegenhalterfraktion, die nicht vermehrt, eine geringe Anzahl an Tieren hat und sich diese 'in den Garten stellen'. Nur, um Mißverständnissen vorzubeugen. :rolleyes:


      Not being vegan is a mistake. ^^

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ElliBesch ()

    • ElliBesch schrieb:

      für die meisten Hobbyhalter ist die Bewegungsfläche= die Futterfläche. Wie sollte das in einem normal großen Garten auch anders gehen?
      Indem ganzjährig ausreichend (zugekauftes) Heu angeboten wird, blattreiche Zweige dem Wald entnommen werden und somit nicht zwingend von dem bisschen Grün welches zugekotet wird der Magen gefüllt werden muss. Geknabbert wird natürlich überall, wenns was Besseres gibt hält es sich aber in Grenzen. Je weniger Futter ansonsten vorhanden ist umso tiefer muss gefressen werden - die Wiese ist dann zwar schöner, die dadurch aufgenommenen Wurmeier aber eher weniger schön.
      Being a vegan is a missed steak
    • Lieber Toshi, Du neigst dazu, mich gerne misszuverstehen. Liegt es an Deiner Diskussionsfreude? 8o

      Es geht hier um die den Tieren angebotene Fläche (der Garten, dessen Größe in m² nur die Themenstarterin kennt.) Dass Ziegen selbstverständlich ganzjährig Heu ad libitum zur Verfügung haben sollten, habe ich als ( für mich selbstverständliches) Grundprinzip vorausgesetzt.

      Je kleiner die Fläche, desto mehr bzw. schneller ist diese zugeköttelt. Ob da nun gefressen wird oder nicht, ist in dem Fall eigentlich völlig Wurscht. Ich bleibe dennoch dabei: Bewegungsfläche= Futterfläche, denn Ziegen knabbern mal hier, mal dort und im schlimmsten Falle, wenn nichts anderes da ist, werden sie sogar zum Rasenmäher- sollte es ( welch Wunder!) irgendwo nicht zugeköttelt sein.

      Dass Ziegen allerdings nicht als Rasenmäher eingesetzt werden sollten, weiß jeder, der sich mit dem natürlichen Fressverhalten von Ziegen auskennt. Im Forum gibt es darüber gute Infos.


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    • Borchi schrieb:

      Ich war eh schon davon ausgegangen jeden Tag einmal mit dem Kehrbesen und Schaufel hinterher fegen zu müssen, allein schon wegen den Parasiten.
      Je nach Größe der Fläche und Anzahl der Ziegen könnte 1x am Tag etwas zu selten sein...und Köttel fegen bei Regen und Matsch und zwischen Grashalmen steckend- gestaltet sich auch nicht immer einfach. ;)


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    • Borchi schrieb:

      @ Marvelous Bulldogs...
      und wie sieht das mir dem Bockgeruch aus bei so vielen Kastraten?
      Das mit dem nicht vorhandenen Geruch, ist ein netter Nebeneffekt bei Kastraten. Alle vier Ziegen wurden von uns ja quasi von verschiedenen Haltern "gebraucht" übernommen, davon war einer anfangs nicht kastriert. Unkastriert ist es schon ein recht strenger Geruch, würde mich aber auch nicht weiter stören. Vielleicht 4-6 Wochen nach der Kastration war von dem "Bockgeruch" nichts mehr zu riechen.
      Ein Kastrat riecht nicht mehr oder weniger als ein Hund finde ich...
    • Unsere zwei Böcke sind auch kastriert und riechen so gut wie gar nicht. Vom geschreie her kann ich sagen, dass unsere relativ ruhig sind nur wenn sie wissen, dass es gleich futter gibt schreien sie oder wenn sie einem im Garten laufen sehen, dann wird auch mal kurz gemeckert. Ansonsten sind sie relativ ruhig, die Nachbarn stören sich auch nicht an ihnen.

      Aber eins möchte ich mal nebenbei sagen.
      Ich persönlich würde ein Tier nicht mehr kastrieren wollen(das war das erste mal überhaupt), ich finde das grenzt schon fast an Tierquälerei. Wir hatten unsere Böcke mittels Burdizio-Zange kastrieren lassen und trotz lokaler Anästhesie haben sie geschrieen wie verrückt und waren danach zwei Wochen platt (haben nichts gefressen und sind nur rumgelegen und hatten schmerzen). Ich habe das Geschrei jetzt noch im Kopf und den Blick vor Augen, den sie dir währenddessen zugeworfen haben und damit sagen wollten "Warum machst du das nur"?
      Ich würde dann lieber auf Haustiere verzichten, als sie nochmal kastrieren zu lassen.

      Ich würde es an deiner Stelle sein lassen mit dem Kastrieren.
    • Im Beitrag 2 des links hierunter steht genau, wie schmerzfrei zu kastrieren ist. Nach den Regeln der Kunst:

      Ziegen und Kastratbock?
      _______________
      Um die Gegenwart zu verstehen und zu verbessern, müssen wir aus der nahen und weiteren Vergangenheit lernen, bei einer kranken Ziege die bisherigen und jetzigen Haltungsbedingungen analysieren - profund und schonungslos wie Dr. House. Das Wohl des Tiers steht über der Selbstgerechtigkeit ahnungsloser Halter.
    • Louisziege schrieb:

      Natürlich hat das ein Tierarzt gemacht. Ich denke die haben einfach aus Angst geschrien. Und laut Tierarzt kann die Haut des Tieres nicht betäubt werden, d.h da spüren sie alles.
      Du erwähntest die Burdizzo-Zange. Der Vorgang ist vergleichbar mit folgendem : Du hältst ein Finger- oder Daumenglied dort in den Türspalt, wo die Tür in den Angeln läuft und ein Dich liebender Mensch schließt dann lächelnd ganz langsam die Tür, gaaaanz langsam.
      Kannst Du Dir eine minutenlange, obendrein zweifache Quetschung, Quetschung, Quetschung vorstellen und den anschließenden stundenlangen, tagelangen Schmerz?
      Da schreist Du nich aus Angst.
      Man kann sogar Hautoberfläche betäuben, macht man beim Menschen, bevor das Anästhetikum für eine OP mit Lokalanästhesie (also ohne Vollnarkose) injiziert wird, damit der arme Mensch nicht mal die Nadeleinstiche merkt.
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      Um die Gegenwart zu verstehen und zu verbessern, müssen wir aus der nahen und weiteren Vergangenheit lernen, bei einer kranken Ziege die bisherigen und jetzigen Haltungsbedingungen analysieren - profund und schonungslos wie Dr. House. Das Wohl des Tiers steht über der Selbstgerechtigkeit ahnungsloser Halter.
    • Also bei meinen beiden Böcken war das ohne Geschrei und nach 1 Tag waren sie wieder gut drauf. Allerdings mit Vollnarkose und örtlicher Betäubung und Schmerzmittel. Der Tierarzt hat das super gemacht! Aber ich sagte ihm auch ganz klar, wie ich es haben möchte. Hatte vorher hier im Forum einiges gelesen und hatte auch Angst, dass sie was spüren könnten. Nur die Vollnarkose ist wohl nicht so einfach, da muss sich der Tierarzt sehr gut auskennen. Da ich eine "Schmusehalterin" bin, gab es keine andere Möglichkeit. Liebe Grüße :rolleyes:
    • Piroschka schrieb:

      Im Beitrag 2 des links hierunter steht genau, wie schmerzfrei zu kastrieren ist. Nach den Regeln der Kunst:

      Ziegen und Kastratbock?
      Um noch einmal zu erklären, warum das Tier ca 12 Std nichts gefressen haben sollte (auch nicht ersatzweise Einstreu):
      Auch während der Narkose würden die Pansenbakterien weiterarbeiten und bei diesem Prozeß auch Gas ntstehen lassen. Die allmählich anwachsende Gasblase würde auf Herz und Lunge drücken und könnte schlimmstenfalls zum Tod führen. Dieses Risiko gilt es auszuschließen.

      Nützlich, sogar für die Kenntnis der eigenen Gesundheit und ihre Erhaltung, ist das Wissen um die Unterschiede zwischen Lokalanästhesie (= "örtliche Betäubung"), Sedierung (kann, falsch ausgeführt, zur Atemlähmung und dadurch zum Tod führen), ordentlicher Narkose.
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      Um die Gegenwart zu verstehen und zu verbessern, müssen wir aus der nahen und weiteren Vergangenheit lernen, bei einer kranken Ziege die bisherigen und jetzigen Haltungsbedingungen analysieren - profund und schonungslos wie Dr. House. Das Wohl des Tiers steht über der Selbstgerechtigkeit ahnungsloser Halter.