Wie geht ihr mit "solchen" Käufern um?

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    • Wie geht ihr mit "solchen" Käufern um?

      Hallo, das ist eine blöde Überschrift.
      Wenn euch nach dem lesen der Geschichte was besseres einfällt würde ich mich freuen.

      Habe an eine Familie die nach ihren Angaben schon zwei weibliche Ziegen hat noch zwei weibliche Lämmer verkauft.
      Sie waren hier als die Kleinen erst 6 Wochen alt waren und haben sich 2 Mädel aussuchen dürfen.
      Abgabetermin der von mir gesetzt wurde war im Oktober, alles klar.
      Nun holten sie die Zicklein ab.
      Drei Tage hörte ich nichts.

      Dann kam der Anruf das ein Zicklein verstorben ist.
      Sie:Tierarzt wäre da gewesen, Ziege hatte Fieber..... wir haben es unter eine Wärmedecke gelegt....
      Ich: Äh,wie
      Sie: Nein, sie hatte Untertemperatur, dann Wärmedecke, dann 40 Fieber... t
      Ich: Was sagt der Tierarzt?
      Sie: Hat Antibiotika gespritzt, in dem Moment starb das Zicklein. Vorher ist es immer mit dem Bauch an der Wand lang geschupt.

      Sie sagten ihre Tierärztin besteht darauf es zur Obduktion zu schicken. Das war Gestern um 19 Uhr.
      Ich habe das begrüßt denn ich möchte wissen was passiert ist.
      Habe auch gesagt das ich dafür aufkomme sollte das Zicklein bei mir einen Schaden erlitten haben.

      Heute Nachmittag erhielt ich von den Leuten eine Mail.

      Durchfall (medizinisch Diarrhoe oder Diarrhö,
      und eine bakterielle Entzündung führten zum Tode der Ziege

      Bei unserem Telefonat das dieses Zicklein verstorben ist wurde mir gesagt das weder Durchfall noch sonst etwas zu sehen war.
      Auf Nachfrage von mir nach der Mail mit dem Befund hieß es das die Ärzte beim "aufmachen" der Ziege Durchfall im Darm gefunden hätten...?

      Ich fragte auch wie es möglich ist das dieses Zicklein gestern am späten Nachmittag nach Koblenz ging und nun schon ein Befund da ist.
      Ich habe selbst als wir mal einen Seuchenverdacht hatten, der sich zum Glück nicht bestätigt hat, kein Ergebniss über Nacht bekommen.

      Ich bat dann noch um eine Kopie des Befunds wenn sie ihn bekommen.
      Hui, da wurde es böse.
      Den bekäme ich nicht da ich dadurch ihren Datenschutz verletzen würde...?

      Diese Leute wurden in dem Moment am Telefon zur "Furie" und legten mitten im Gespräch auf.

      Da ich mir nicht anders zu helfen wusste schickte ich ihnen diese Mail:

      Sehr geehrte Familie xxx,
      leider verstehe ich nicht warum Sie unser Telefongespräch mitten im Satz unterbrochen und aufgelegt haben.
      Uns allen geht es doch um die Gesundheit der Tiere. Grade Sie als verantwortungsvoller Hundezüchter müssten das doch verstehen.
      Mir ist es wichtig zu wissen woran dieses Zicklein gestorben ist.
      Denn ich möchte dem nächsten Käufer mit gutem Gewissen eines meiner Tiere verkaufen können.
      Sollte in meiner Zucht etwas nicht gut gelaufen sein, was mir zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst war, muss ich informiert werden um entsprechend reagieren und aggieren zu können.
      Deswegen sind Obduktinsberichte für mich als Züchter sehr wichtig.
      Drum verstehe ich nicht warum Sie mir eine Kopie dieses Berichtes verweigern wollen.
      Sollten Ihnen dadurch Kosten entstehen ( Kopie, Porto usw.), übernehme ich diese natürlich.
      Ich hoffe wir können uns so einigen und ich muss nicht unseren Amtstierarzt einschalten um an den Bericht aus Koblenz zu kommen.
      MfG xxx

      Ich schaute in meinen Maileingang und fand diese:

      die Sache ist für uns abgeschlossen werde am Donnerstag unseren Rechtsanwalt die Sache übergeben

      Meine Antwort war das ich mich darüber freuen würde da der Obduktionsbericht damit auf den Tisch käme.

      Da es bei der Geschichte so nicht rüber kam noch dazu: Ich habe den Leuten, ohne wissen zu müssen "wer schuld am Tot des Zicklein ist", ihnen ein anderes weibliches Zicklein angeboten oder aber den Kaufpreis zurück.

      Sehr lange Geschichte geworden, wüsste aber gerne wie ihr mit sowas umgeht.

      LG Suzi
    • Suzi schrieb:

      Durchfall (medizinisch Diarrhoe oder Diarrhö,
      und eine bakterielle Entzündung führten zum Tode der Ziege

      Bei unserem Telefonat das dieses Zicklein verstorben ist wurde mir gesagt das weder Durchfall noch sonst etwas zu sehen war.
      Auf Nachfrage von mir nach der Mail mit dem Befund hieß es das die Ärzte beim "aufmachen" der Ziege Durchfall im Darm gefunden hätten...?
      Das ist eine Laien-Lüge von Inkompetenten.
      Kein Arzt kann so kurzfristig ein Bakterium bestimmen.
      Im Dünndarm ist es immer ziemlich flüssig, ab dort wird erst die Flüssigkeit entzogen. Das nennt man nicht "Durchfall", in deren eigenen
      Därmen sieht es genauso aus.
      Vielleicht gehen sie zum Anwalt, aber der ist einerseits Laie in der Veterinärsache, andererseits, hoffen wir mal, Profi und kühlt sie etwas ab.
      Keine Kosten erstatten, kein weiteres Tier. Jeden direkten Kontakt vermeiden.
      Rechtlich hast Du keinen Anspruch auf Obduktionsergebnis, nur im Zuge einer anwaltlichen Korrespondenz mit bezifferter Forderung oder im Prozeß (der nicht kommen wird).
      Auch über den Amtstierarzt kommst Du, nach beschriebenen Umständen, nicht an den Obd.'befund, den es wahrscheinlich ja nicht gibt.
      Das Tier war inzwischen ihr Eigentum, da hast Du rechtlich keinen Zugriff.
      Es ist eben so, wenn juristische Laien sich gegenseitig mit imposanten Wörtern wie "Datenschutz" und "Amtstierarzt" beeindrucken wollen.
      _______________
      Um die Gegenwart zu verstehen und zu verbessern, müssen wir aus der nahen und weiteren Vergangenheit lernen, bei einer kranken Ziege die bisherigen und jetzigen Haltungsbedingungen analysieren - profund und schonungslos wie Dr. House. Das Wohl des Tiers steht über der Selbstgerechtigkeit ahnungsloser Halter.
    • ich an deiner stelle, wäre da ganz entspannt:

      rechtlich bist du auf der sicheren seite, du hast ersatz und kostenübernahme angeboten.
      die sache mit dem datenschutz, versteh ich nicht, da es ja bestimmt ein begleitpapier gibt.

      ich würde mit denen nur noch über anwalt komunizieren.
      Ich bin, wie ich bin - das, wird sich wohl auch nicht mehr ändern.
    • Danke für eure Ratschläge!
      Ich verstehs nur einfach nicht. Ich will ihnen ja Kosten/Zicklein ersetzen.
      Da sie das Lamm ja von sich aus (angeblich), zur Obduktion gegeben haben, was wäre schlimm daran mir den Bericht zukommen zu lassen?
      Ich weiß schon das ich kein Anrecht darauf habe. Wäre ich an ihrer Stelle wäre ich froh das die Verkäufer interessiert sind.
      Für was er mir mit dem Anwalt drohen will habe ich eh nicht verstanden.

      Ich werde jetzt auch weiter nichts unternehmen und abwarten was da noch kommt.
    • Haarriss schrieb:

      Was wollen Sie denn überhaupt von dir? Scheint ja iwie als wollten sie nur "Ärger machen"
      Wenn ich das mal wüsste ?(


      Roswitha schrieb:

      Hallo Suzi,

      Interessant was alles gibt!
      Wünsche dir viel Geduld für diese Sache... ehm vielleicht ist es ein anderes Kitzerl gestorben und das von dir ist quitschvergnügt??? nur so ein Gedanke...

      lg. Roswitha
      Danke!
      Sie haben 2 weibliche Lämmer bei mir gekauft.

      Dem Anderen ging es noch gut als das passierte.
      Sonst haben sie noch 2 erwachsene weibliche Ziegen.

      Martin M. schrieb:

      Hallo Suzi
      das erscheint mir auch alles ein bisschen dubios.
      Wenn das Kitz bei dir fitt und munter war und es bei der Übergabe keine Mängel (hört sich jetzt blöd an) hatte, kann dir keiner was.
      Wer weiss was gefüttert wurde, oder oder oder......
      Auch das mit dem schnellen Befund äusserst mysteriös.

      Liebe Grüße
      Martin
      Das war vorher schon ein Durcheinander...
      Sie hatten sich die Lämmer schon vor Wochen ausgesucht.
      Ende Oktober sollten sie die Tiere abholen, vorher noch telefonisch den genauen Termin abklären.
      Telefonat fand statt, wir machten den 28. Oktober gegen 15.30Uhr aus.
      Am 21. Oktober kam mein Mann zu mir und meinte die Leute hätten angerufen, sie wären in einer halben Stunde da.
      Ich war ein wenig perplex, hatten wir doch erst vor 2 Tagen den Termin noch mal per Mail gegenseitig bestätigt.

      Als sie dann da waren sagte ich ihnen auch das ich das nicht okay finde.
      Nun gut, sie bekamen ihre Zicklein.
      Zwei Tage später riefen sie mich an um mir zu erzählen wie gut die Zwei sich einlebten, zufrieden ihr Heu kauten und ihr Kraftfutter...
      Ich hatte ihnen gesagt sie möchten den Kleinen bitte höchstens zum anlocken mal ein Lecker aus der Hand geben, sonst nur Heu und Stroh, Äste etc. füttern.

      Als dann am vierten Tag die Nachricht kam das sie gestorben ist (wir telefonierten an dem Tag mehrmals), wiedersprachen sich ihre Aussagen zum Ablauf.
      Erst hieß es sie hätte nicht mehr gefressen, wäre schlapp.
      Drum holten sie den Tierarzt.

      Dann hieß es das Zicklein wäre immer mit der Seite an den Wänden lang geschrubbt, drum hätten sie den Tierarzt geholt.

      Weiter: Tierarzt stellte fest das die Ziege Untertemperatur hätte und das Kleine wurde unter eine Wärmedecke gelegt.

      Dann hieß es wieder das sie 39,7 Grad Fieber gehabt hätte. Tierarzt setzte Spritze mit Antibiotika und in dem Moment wäre sie im Arm der Tierärztin gestorben.
      Diese meinte eine Obduktion würde keinen Sinn machen, das sollten sie lassen.

      Letzte Telefonat eine Stunde später: Die Ziege hätte von Anfang an als sie sie bekamen Durchfall gehabt, ihre Ärztin besteht auf eine Obduktion und hätte das Tier schon verschickt.
      Das war am späten Nachmittag, Abend.
      Am nächsten Tag war der Befund da...

      Ich frage mich eben auch was sie eigentlich von mir wollen.
      Habe ihnen jede Kostenübernahme zugesichert. Was denn dann noch?
      Obwohl ich mir keiner Schuld bewusst bin, bei mir war das Lamm fit.
      Ihr Geschwisterchen und etwas über 10 weitere Lämmer hier bei mir sind zum Glück fit und gut drauf.