Heucobs und Pellets

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    • Heucobs und Pellets

      Hallo Zusammen,
      meine 2 sind Zwergziegen und ca 8 Jahre alt. Bisher wurden sie ausschliesslich mit Heu gefüttert.

      Aufgrund der schlechten Heulage muss ich umdenken. Gutes Heu ist nicht zu bekommen. Nur noch minderwertige stark staubende Qualität...es wird nicht gefressen.

      Bis zur neuen Ernte habe ich Heucobs von Agrobs gekauft...die Pre Alpin Wiesencobs. Ich denke damit kann man nichts falsch machen. Ich verfüttere sie seit einigen Tagen auf anraten der Tierärztin eingeweicht und die Tiere lieben sie.

      Nun zu meinen Fragen:
      1. Gibt es Erfahrungswerte wenn die Tiere nur mit Heucobs ernährt werden bzgl Auswirkungen auf die Zähne und die Pansengesundheit? Ich bin unsicher...habe aber aktuell keine andere Möglichkeit.

      2. Welche Heucobs könnt Ihr empfehlen?

      2. Die Ärztin meinte hin und wieder "eine kleine Menge" Ziegenpellets wären nicht schlecht. Durch die schlechte Heuqualität sind die Tiere sehr dünn und ich sollte in der nächsten Zeit variantenreicher füttern. Neben den Heucobs und Blättern/Ästen auch Pellets
      ... gibt es eine Marke die ihr empfehlen könnt?

      Danke für Eure Antworten
    • Hallo Siegerländer,

      ja, was manche an Heu verkaufen wollen, ist schon heftig....Pre Alpine Senior füttere ich schon länger einer älteren Zwergziegendame und sie verträgt es gut. Auch eingeweichte Heucobs bekommt sie hin und wieder. Aber auch Heu und Blätter....und eine Mineralstoff-Mischung...Ganz ohne Heu würde ich dauerhaft nicht machen.

      Grüsse
      HenryvonderWeide
    • Siegerländer schrieb:

      2. Die Ärztin meinte hin und wieder "eine kleine Menge" Ziegenpellets wären nicht schlecht. Durch die schlechte Heuqualität sind die Tiere sehr dünn und ich sollte in der nächsten Zeit variantenreicher füttern. Neben den Heucobs und Blättern/Ästen auch Pellets
      ... gibt es eine Marke die ihr empfehlen könnt?

      Danke für Eure Antworten
      Dass Ziegen manchmal dünn sind, könnte auch ein Zeichen von Verwurmung sein. Hatte Deine TÄ dies mal erwähnt- wann wurden sie mit richtiger Dosis das letzte Mal entwurmt...und womit?

      Gerade jetzt ist die Natur doch so vielfältig ( so Ihr denn Platz habt) und da ist variantenreichere Kost doch eh Programm...

      Pellets? Würde ich nicht verfüttern.

      Bevor jetzt geklagt wird: Nach Blutuntersuchung, erwiesenem Mangel an irgendwas kann man ( sollte man) dann gezielt mit entsprechenden Mineralien gegensteuern. Aber nicht aufs Geratewohl einfach mal, weil auf der Packung steht, es sei unverzichtbar und so gesund...

      LG Elli :)

      Nachtrag: 8 Jahre ist kein hohes Alter für Ziegen.
    • Sie werden regelmässig entwurmt. Das haben wir im Griff. Schleimhäute sind in Ordnung von daher können wir ein Wurmproblem ausschliessen.

      Durch das mangelhafte Heu das sie verschmäht haben sind sie dünner geworden.

      Ich habe eine sehr gute Tierärztin ... zu einer Blutuntersuchung hat sie mir geraten.
    • Meinst du wirklich, dass die Qualität vom Heu welches zu Cobs gepresst wurde so viel besser ist als jene in Ballen? Abgesehen davon, dass Ziegen im losen Heu die Möglichkeit haben schmutzige Bestandteile (Erde, Moos...) auszuselektieren falls sie nicht schon durch die Raufe fallen oder sich im Trog unten absetzen.

      Ich bin ja kein ausgewiesener Experte im Bereich Verdauung von kleinen Wiederkäuern, aber es wird immer wieder von "Pansenmatte" gesprochen - einer Schicht von längeren Fasern welche den Pansenbakterien ständig am Arbeiten hält. Das stell ich mir bei Pellets schwierig vor.

      Vom Einweichen und damit fehlenden Einspeicheln (Verdauung beginnt im Mund...) kann dir sicher Piroschka Genaueres sagen.

      zur Heubestellung: mit 20kg springst auch bei 2 ZZ nicht weit, Heu sollte ja nach der Ernte noch 4 Wochen fermentieren bis zur Fütterung. Abgesehen davon dass der Versand auch nicht günstig ist.
      Being a vegan is a missed steak
    • Toshihikokoga schrieb:

      Meinst du wirklich, dass die Qualität vom Heu welches zu Cobs gepresst wurde so viel besser ist als jene in Ballen? Abgesehen davon, dass Ziegen im losen Heu die Möglichkeit haben schmutzige Bestandteile (Erde, Moos...) auszuselektieren falls sie nicht schon durch die Raufe fallen oder sich im Trog unten absetzen.
      abhängig vom Hersteller - ja, die Qualität von Heucobs ist besser.

      Warum?

      Es werden - bei Agrobs (die dann auch noch andere Futtermittelhersteller beliefern) - ganz gezielt Wiesen so gesäht, dass eine hohe Artenvielfalt herrscht. Regionale Heuwiesen weisen das oft nicht mehr auf, sind eher zu rinderlastig gesäht.

      Der Schnittzeitpunkt wird besser bestimmt, als beim Nebenerwerbslandwirt nebenan oder dem Mastbetrieb.

      Das Heu wird nach der Gewinnung, wenn nötig, luftgetrocknet in entsprechenden Anlagen. Somit wird ein verregnen und damit sofortiger Beginn von Schimmel- und Moderprozessen deutlich stärker vermieden.

      So Unsitten, wie Rundballen wochenlang auf den Wiesen liegen zu lassen, gibt es ebenfalls nicht. Von meinem Heulieferanten ausgehend, der sich auf die Belieferung von Pferde-Grossbetrieben spezialisiert hat, wird vermutlich auch beim Enbringen in diesen Betrieben ein Feuchtigkeitsmesser zum Einsatz kommen, um die Restfeuchtigkeit so gering wie möglich zu halten. Auch das findest Du bei vielen regionalen Anbietern nicht.

      Oft wird das Heu danach auch noch durch diverse Rüttelanlagen gereinigt.

      Die Cobs werden trockener und staubfreier gelagert, als Heu in Scheunen, was die Qualität weiterhin sichert.

      Die Faserlänge ist nicht 100% optimal für Wiederkäuer, da die Grossabnehmer eben im Pferdebereich sind. Aber auch mit Cobs wird wiedergekäut.

      Wer nicht einweichen will, damit es zum besseren einspeicheln kommt, der kann die Produkte verwenden, die bei Agrobs unter Wiesenflakes und bei Marschall unter Wiesenchips vertrieben werden. Hierbei handelt es sich um kleinere Cob"scheibchen", die leichter gekaut werden können.
      Sabine M.H.
      working-goats.de Pack- und Fahrziegen
    • Siegerländer schrieb:

      Sie werden regelmässig entwurmt. Das haben wir im Griff. Schleimhäute sind in Ordnung von daher können wir ein Wurmproblem ausschliessen.

      Durch das mangelhafte Heu das sie verschmäht haben sind sie dünner geworden.

      Ich habe eine sehr gute Tierärztin ... zu einer Blutuntersuchung hat sie mir geraten.
      Das ist doch prima. Dann wäre ein Blutuntersuchung sicher mal sinnvoll.

      Nachtrag: Dass die Lidschleimhaut gut durchblutet ist, heißt eigentlich nur, dass derzeit kein blutsaugender Wurm ( z.B. der allseits bekannte rote, gedrehte Magenwurm -Haemonchus contortus) , beteiligt ist. Wurmfreiheit gibt es eigentlich nie...aber das weiß Deine TÄ sicher auch.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ElliBesch () aus folgendem Grund: Hab noch was Wichtiges vergessen!

    • Gut, Elli! Außerdem wissen wir nicht, was unter "regelmäßig entwurmt" zu verstehen ist.

      Meist heißt es: unterdosiert (falsche Gewichtsannahme, einfache Schafsdosis), unwirksames Produkt,
      nicht nachentwurmt. Folglich: nicht entwurmt.
      Wir haben kein Photo von den Tieren gesehen - können uns folglich kein Bild von der Aussage

      Siegerländer schrieb:

      Durch das mangelhafte Heu, das sie verschmäht haben, sind sie dünner geworden.
      machen.

      Viele meinen, Zwergziegen müßten in der Form (3 D-Silhouette) wie Betonmischer aussehen, weil sie noch nie eine ordentliche Zwergziege gesehen haben.
      Wie bereits mehrmals erwähnt, behandle ich auf Distanz seit dem Herbst mehrere Zwerziegen, die sich nicht mehr hinlegen konnten, weil sie dann nicht mehr ordentlich atmen noch schlafen konnten.
      Inzwischen geht das wieder ganz gut.

      Eigentlich war es eine Behandlung der Halterinnen der kleinen Sumo-Ringerinnen.

      Die Therapie? Beschwichtigung der Halterinnen. Inzwischen haben wir die therapeutischen Gespräche von anfangs täglich auf einen Abstand von 10 Tagen bis sogar einen Monat (in einem Fall) runterfahren können.

      Wenn auch nicht für alle, gilt zu einem erheblichen Teil, sobald man Einblick in die privaten Lebensumstände der Halterinnen erhält, die Symptomatologie des Münchhausen-bei- Proxy-Syndroms.

      flexikon.doccheck.com/de/M%C3%BCnchhausen-by-proxy-Syndrom

      Über den vorliegenden Fall kann ich mangels Detailkenntnissen nichts Konkretes sagen.
      Zur Maulverdauung, pH-Wert usw. findet man genug unter der erweiterten Suchfunktion.
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      Wenn sie nicht wissen, wie Osmose abläuft, wie will man da erwarten, daß sie den French Kiss, den bacio fiorentino, den Zungenkuß beherrschen?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Piroschka ()

    • Ja ja da hast du sicherlich recht Elli. Diese Tierärztin ist eine richtige Landtierärztin. Ich fühle mich da gut aufgehoben. Bisher gab es hier nur den Kleintier-Tierarzt der rausfuhr und da wusste ich besser Bescheid. Aber die wir jetzt haben hat ein großes Fachwissen...das merkt man. Bei den Pellets ging es ihr nur darum das ich sie ein bisschen aufpäppel. Das es kein Standardfutter ist hat sie natürlich erwähnt.

      Ich merke schon das sich auch hier die Geister scheiden in punkto pro und contra Heucobs. Für mich ist es im Notfall definitiv eine Alternative.
      Da ich seit 8 Jahren Ziegen halte ist klar das ich mit 20kg nicht weit komme ;) aber zum Testen ist das super.
      Die Versandkosten liegen übrigens bei 0€!

      Danke für alle Meinungen und Kommentare
    • Siegerländer schrieb:

      Hej Piroschka...wir entwurmen 3-4x im Jahr. Gewicht: wir wiegen sie vorher

      Medikamente:
      Sie wechselt das...es wird gg Würmer und Lungenwürmer entwurmt.
      Produktname?
      Dosis? Keine doppelte Schafsdosis? Nicht nach 3 Wochen nachentwurmt (= nicht entwurmt)? 3 bis 4 Mal wirkt beliebig, aber nicht richtig und Resistenzen fördernd.

      Man erkennt vielleicht, weshalb ich mich an der Fütterungsweise und Futterzusammensetzung plus Sanolin und Sanolan und Sanozett nicht beteilige.
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      Wenn sie nicht wissen, wie Osmose abläuft, wie will man da erwarten, daß sie den French Kiss, den bacio fiorentino, den Zungenkuß beherrschen?
    • Siegerländer schrieb:

      Durch das mangelhafte Heu das sie verschmäht haben sind sie dünner geworden.
      Dann muß ich nach Blick auf die Photos mal im Fremdwörterbuch nachschlagen, was "dünn", "dünner" bedeutet. Wie mag dann die Pansenseite ausschauen, wenn schon die rechte Seite den Betonmischer
      gut nachbildet?
      Andere Meinungen, bitte?
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      Wenn sie nicht wissen, wie Osmose abläuft, wie will man da erwarten, daß sie den French Kiss, den bacio fiorentino, den Zungenkuß beherrschen?
    • WOW- das sind sehr proppere Zwergziegen! Und das ist ehrlich und nett gemeint. :D

      Ich erkenne da definitiv keine Unterernährung. Klar, Fellwechsel, etwas struppig ( kann auch von Würmern sein) aber insgesamt aufgeweckte, dicke Mädchen mit vielen Möglichkeiten, der Biodiversität zu frönen ^^ So wie ich, wenn ich Hierbas mit Eis auf der Terrasse genieße.

      Hat die TÄ nur in Schweinemastbetrieben zu tun? Sorry- das war ein Scherz....

      LG Elli