Enthalten Eicheln eine Droge?

    • Enthalten Eicheln eine Droge?

      Hallo Ziegenfreunde

      Nun bei uns hat es diese Jahr besonders viele Eicheln ...

      Wenn wir unsere Schwarzhalsziegen in den täglichen "freien Auslauf" lassen springen sie sofort unter die nächsten Eichenbäume und fressen kiloweise Eicheln.

      Danach sind sie (Jahrgang 1999) immer übermütig - springen, hörnen und machen einen total aufgestellten Eindruck.

      Könnte es sein, dass sich die Ziegen durch einen Stoff in den Eicheln so benehmen? Natürlich ist auch die Deckzeit gerade vorbei ...

      Viele Grüsse aus bella Italia, Schwarzhals
    • "Tuffi" schrieb:

      Hallo! Eicheln enthalten bei hohen Mengen ein bestimmtes Gift, was schadet!!! Das hab ich bei der Ziegenforschungsstation gelesen.Liebe Grüsse tuffi


      Was in Eicheln enthalten ist, ist das selbe wie in den Eichenblättern: Gerbstoffe. Bei Pferden und Kühen ist die "Taumelkrankheit" beschrieben: nach ein paar Tagen werden die Tiere apathisch etc.pp.
      Nun sind aber Ziegen zwar auch Pflanzenfresser, aber mit einer anderen Nahrunsspezialisierung, Gerbstoffe dürften ihnen eher weniger ausmachen, weil sie sich, wenn man sie lässt, zu einem hohen Prozentsatz von Laub ernähren.
      Ich habe mit den Eicheln bisher nur gute Erfahrungen gemacht, meine Bande stürzt sich auch mit Heisshunger auf die Eicheln, die auf der Koppel landen. Was man aber bedenken muss: Eicheln sind Mastfutter.

      Oder hat jemand Gegenteiliges beobachtet?

      Gruss,
      Michael
    • ich hab auch eichen am rande der koppel stehen, und die ziegen wie auch die esel hab kräftig gesammelt als die gefallen sind, hat ihnen nicht geschadet. hab auch für den winter welche gesammelt, da eichel viel eiweiß enthalten sollen. da bekommen sie dann immer wieder ne hand voll als zufutter.

      ich hab allerdings auch gehört das eichln blausäure enthalten soll, muss man aufpassen mit der fütterung. !!! kann das jemand bestätigen???

      liebe grüße
      Liebe Grüße aus Adelsberg, von Carola, den Eseldamen Lilly, Emma und ihrer Elenor und den Ziegendamen Goldy und Chipsy und dem kleinen Jacky.
    • "girly0815" schrieb:


      ich hab allerdings auch gehört das eichln blausäure enthalten soll, muss man aufpassen mit der fütterung. !!! kann das jemand bestätigen???


      Nicht "Blau-". Sondern "Gerb-".
      Vgl. <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.vetpharm.uzh.ch/giftdb/pflanzen/0052_tox.htm">http://www.vetpharm.uzh.ch/giftdb/pflanzen/0052_tox.htm</a><!-- m -->

      HTH,
      Michael
    • hallo
      liebe freunde meine erfahrungen mit eicheln sind super. es sind verpackte leckerli, sie werden sofort gewittert. sehr praktisch, besser als jedes fabrikfutter. eine knappe hand reicht aus für den übermut meiner beiden damen. auch eichenlaub in maßen. abwechslungsreiches futter lieben sie
      alle abschnitte von fichte,kiefer und tannen
      damit habe ich gute erfahrung gemacht
      mein hobby ist die ernährung für mensch und tier.
      mein letzter versuch zu mehr gesundheit sind die ziegen mit meinen 68 lenzen. dafür musste ich zuerst die ziegen gesund bekommen, denn beide hatten umstellungsschwierigkeiten.

      es grüsst meggi
      &quot;Was ist wertvoller als Diamanten, Gold und Silber?&quot; Weisheit und Ziegenmilch!
      Aus König Salomons Sprüche
    • Grüß Euch

      Zwei meiner Hübschen waren im Herbst bei einem Bock in Kärnten auf "Urlaub". Dort standen auf der Weide einige Eichen und dementsprechend haben die einheimischen Ziegen dort auch Eicheln gefuttert. Meinen Beiden haben die anscheinend auch geschmeckt. Wir haben dann einen Korb voll Eicheln mitgenommen und wollten diese dann auch an die anderen Ziegen verfüttern. Wurden aber überhaupt nicht angenommen sondern brüsk ausgespuckt. Wohl ganz nach dem Motto: "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht".
    • jetz im harten zustand werden die eicheln von einen beiden auch nicht mehr so gern gefessen. und die esel spucken sie auch wieder aus, obwohl gerade die so hinterher waren als die eicheln frisch von den bäumen gefallen sind. da muss man jetz zu seh beißen für.
      Liebe Grüße aus Adelsberg, von Carola, den Eseldamen Lilly, Emma und ihrer Elenor und den Ziegendamen Goldy und Chipsy und dem kleinen Jacky.
    • Eicheln + Blätter

      "Cybister" schrieb:

      "Tuffi" schrieb:

      Hallo! Eicheln enthalten bei hohen Mengen ein bestimmtes Gift, was schadet!!! Das hab ich bei der Ziegenforschungsstation gelesen.Liebe Grüsse tuffi


      Was in Eicheln enthalten ist, ist das selbe wie in den Eichenblättern: Gerbstoffe. Bei Pferden und Kühen ist die "Taumelkrankheit" beschrieben: nach ein paar Tagen werden die Tiere apathisch etc.pp.
      Nun sind aber Ziegen zwar auch Pflanzenfresser, aber mit einer anderen Nahrunsspezialisierung, Gerbstoffe dürften ihnen eher weniger ausmachen, weil sie sich, wenn man sie lässt, zu einem hohen Prozentsatz von Laub ernähren.
      Ich habe mit den Eicheln bisher nur gute Erfahrungen gemacht, meine Bande stürzt sich auch mit Heisshunger auf die Eicheln, die auf der Koppel landen. Was man aber bedenken muss: Eicheln sind Mastfutter.

      Oder hat jemand Gegenteiliges beobachtet?

      Gruss,
      Michael
      Genveränderungen, DNA - Schäden!!!
    • Was befürchtest Du an Genschäden/DNA-Veränderungen (BTW, könntest Du das mal konkretisieren)? Dass die Biester borstiges Fell und/oder einen Rüssel bekommen, die Hörner verlieren und grunzend in der Gegend rumlaufen?
      Ziegen als Laubfresser dürften an Gerbstoffe ziemlich gut adaptiert sein. Du wirst die Viecher ja auch nicht andauernd/dauerhaft einer Eichelmast unterziehen wollen.
      Halt es einfach wie Paracelsus, allein die Dosis macht das Gift.

      Im übrigen reicht es, ein einziges Ausrufezeichen zu verwenden - mehrere sind eher negativ besetzt :)

      SCNR,
      Michael
    • Nach meinem Erkenntnisstand lautet die Antwort auf die obige Frage: Nein.
      Hunde sollen kein rohes Fleisch bekommen, weil sie dann sozusagen durchdrehen, und Ziegen keine Eicheln.
      Richtig ist, daß es den Tieren bei gutem Futter richtig gut geht.
      Was ist daran falsch?
      Natürlich ist die Menge schon zu beachten.
      lg
      Bunz
      Ich weiß, daß ich nichts weiß.
    • Hallo,

      eines unserer Schwarzkopfschafe ist letztes Jahr mit einer Eichelvergiftung in der TiHo gelandet und musste dort 3! Monate lang behandelt werden, weil Leber, aber besonders die Niere geschädigt worden sind. Davon hat es sich nie wieder erholt! Ungefähr 4 Monate nach der Behandlung in der TiHo hatte es einen Rückfalls, wir haben es abermals in die TiHo gebracht, dort starbes nach einer Woche!

      Seitdem sind wir sehr vorsichtig, was Eicheln betrifft, sie werden von uns jeden Tag zusammengefegt und entsorgt!

      Es gibt reichlich andere Leckerbissen, die man seinen Tieren zugute kommen lassen kann, von Eicheln halte ich nach dieser Erfahrung nichts mehr, vor allem, wenn man nicht weiß, welche Vorschäden ein Tier vielleicht hat.

      lg Julia
    • Die Leichtfertigkeit nicht um sich greifen lassen!

      Der Herbst steht vor der Tür


      Zitat aus der Giftdatenbank der Zürcher Universität:



      Zielorgane

      Schleimhaut des Magendarmtraktes und Bindehaut; Nieren; Leber; Erythrocyten; Metabolismus

      Wirkungsmechanismen
      Nach der Aufnahme binden Tannine an Nahrungsproteine, Verdauungsenzyme
      sowie an Proteine der Darmschleimhaut und beeinträchtigen damit die
      Resorption bzw. Verdauung der Nährstoffe. Ausserdem komplexieren sie
      Eisen und verhindern dessen Aufnahme aus dem Darm, was zu Eisenmangel
      führen kann. Tannine scheinen aber - im Gegensatz zu ihren Derivaten -
      nicht resorbiert zu werden. Pyrogallol wirkt hämolysierend, ausserdem
      werden Niere und Leber geschädigt.
      -Schleimhaut:
      lokale Irritation; Gastroenteritis, Darm: ulzerative Läsionen im oberen
      und unteren Gastrointestinaltrakt; Vomitus, Abdominalschmerzen,
      Obstipation oder Diarrhöe, später: blutige, stinkende Diarrhö,
      kolikartige Abdominalschmerzen.
      -Blut: Hämolyse; Anämie, Hämaturie.
      -Nieren: Nekrosen der proximalen renalen Tubulusepithelzellen; Polydipsie, Polyurie, Hämaturie.
      -Leber: Schädigung des Leperparenchyms; Ikterus.
      _______________
      Um die Gegenwart zu verstehen und zu verbessern, müssen wir aus der nahen und weiteren Vergangenheit lernen, bei einer kranken Ziege die bisherigen und jetzigen Haltungsbedingungen analysieren - profund und schonungslos wie Dr. House. Das Wohl des Tiers steht über der Selbstgerechtigkeit ahnungsloser Halter.