Welche Kastrationsmethode Ziegenbock

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  • Welche Kastrationsmethode Ziegenbock

    Hallo Zusammen

    Ich werde zusammen mit meinem Mann eine Herde Ziegen übernehmen in Kasachstan. (eine andere laaaange Geschichte wie ich dort gelandet bin ;-)! Wir werden da wohl oder übel die jungen Böckchen kastrieren müssen. Nun gibt es in diesem Land keine Vorschriften oder sonst sowas gibt, wollte ich nachfragen welche Methode für das Tier am erträglichsten ist und auch für uns einfach durchzuführen ist. Ich habe mich bis jetzt noch nicht so damit befasst und weiss auch nicht welche methoden es alles gibt. Ich kenne bis jetzt: die klassische OP, die Henderson Kastration, die Burdizo Zange, mit einem Gummiband... Was gibt es da sonst noch? Was würdet ihr mir empfehlen?

    Wie ist es mit dem alter der Tiere? Wahrscheinlich haben wir da auch ein paar ausgewachsene Böcke die wir Kastrieren wollen. Gibt es da unterschiede zwischen alt und jungbock?

    Danke schon mal im Vorraus!
  • wenn du darauf angewiesen bist es selbst zu machen - würde ich die zange vorziehen, wenn du keine chirurgin bist ..... :D
    ansonsten durch den ta - aber das wird wohl zu teuer und n ta wird es net gleich an jeder ecke geben ... ?(
  • Ich möchte vorallem Kastrieren um inzucht zu vermeiden.

    Cirkle-B-Ranch schrieb:

    wenn du darauf angewiesen bist es selbst zu machen - würde ich die zange vorziehen, wenn du keine chirurgin bist ..... :D
    ansonsten durch den ta - aber das wird wohl zu teuer und n ta wird es net gleich an jeder ecke geben ... ?(
    Naja, wir müssten es wohl schon selber machen können, alleine schon wegen der Anzahl an Tieren! Sind nicht gerade wenig... Naja, die Standart Methode die dort praktiziert wird, ist die blutige (allerdings ohne Narkose :-o )

    Was hältst du denn von den Gummiringen? Ist die Burdizzo besser?
  • ich würde wenn ich es müßte - und es absolut keine andere möglichkeit gäbe - die zange nehmen.

    schneiden als leie und ohne betäubung, nicht meins ....
    gummiring - ne quälerei für das tier und aus gutem grund bei uns verboten ....

    also - ich hoffe, dass ich nie in die situation komme - sowas selbst machen zu müssen.

    aber wozu kastrieren ???

    zu a könntest du eine reine bockherde machen
    zu b kannst du die überzähligen jungböcke schlachten

    versteh ich jetzt nicht ganz - fleisch müsste in kasachstan, oder wo auch immer, doch auch gegessen werden - oder ???
  • Bitte nicht mit Gummiring.

    Es sind wahnsinnige Schmerzen, kannst du mal bei dir testen. Schnüre dir mal für kurze Zeit den Finger ab, mit einen Gummi, dann wirst du verstehen.

    Wenn du selber kastrieren mußt, laß es dir von einem Tierarzt zeigen. Vielleicht kannst du noch ein Praktikum bei einem TA machen, um etwas besser gewappnet zu sein für Kasachstan.

    Maritta
    Sage niemals nie!
  • Vor vielen Jahren hat mir ein Schäfer zwei junge Bockkitz kastriert. Mein Bruder hat sie an den Hinterbeinen hochgehalten. Der Schäfer hat einen cm am Hodensack aufgeschnittenen, Hoden rausgedrückt, oben und unten abgebunden und dann den Hoden abgeschnitten. Blauspray rauf und fertig. Drei Stunden später sind die Entmannten schon wieder lustig herumgekraxelt und gesprungen.
  • Hallo Melissa,

    MelissaBaldomir schrieb:

    laaaange Geschichte wie ich dort gelandet bin
    die würde mich ja mal interessieren, wie man dazu kommt in Kasachstan eine Ziegenherde zu übernehmen.Bleibst Du länger dort?

    Ich gehe davon aus, dass dort der TA nicht für jede Kastration anrückt (das sind ja gänzlich andere Entfernungen, als hier), sondern das selbst erledigt wird, egal, wie es dem Tier dabei geht. Das wird dann auch Euch so gehen. Schwierig, denn ohne Betäubung wird es immer schmerzhaft sein für das Tier.

    Ich habe bisher nur die Kastration per Burdizzo-Zange kennen gelernt. Ist recht simpel und einfach zu erlernen. Aber es kann auch ungenau sein, dh. die Samenleiter sind nicht komplett zerstört/gequetscht. Gummiring würde ich niemals machen. Das sind Schmerzen über einen längeren Zeitraum. Ich habe gesehen, wie bei Schaflämmern der Schwanz mit dieser Methode kupiert wird. Die können vor Schmerzen die ersten Tage kaum laufen oder stehen. Wenn ich mir vorstelle, dass wird an einer noch sensibleren Stelle gemacht :-o . Das Problem wird sein die Altböcke zu kastrieren, denn die werden sich ohne Narkose ziemlich wehren. Kann mir schon vorstellen, wie die an den Beinen verschnürt werden, nur dass sie ruhig halten...Wenn ich keine Wahl hätte - und das hast Du scheinbar nicht - und an Deiner Stelle wäre, dann würde ich als erstes sehen, ob man nicht zwei Herden machen könnte. Wenn das nicht geht, dann die Jungböcke mit der Zange kastrieren.

    Lass es Dir von einem TA zeigen. Aber einem der das schon mehrmals praktisch mit Erfolg angewendet hat. Und erkläre ihm ruhig Deine Situation. Er kann Dir am besten weiter helfen. Eventuell gibt es ja auch ein Spray, Salbe ect.die er Dir mitgeben kann. Zum kurzzeitigen betäuben der Stelle, damit der Schmerz etwas abgemildert wird.

    Viel Erfolg!

    Lg, Jassi
  • Und noch was, was glaubst du denn was in Kasachstan für Bedienungen herrschen??? Mich wundert ja, dass hier nicht noch empfohlen wird, vor der Kastration eine Wurmprobe einzuschicken ....

    "Meine" Methode wurde jahrzehntelang von den Bauern angewandt und wird es auch heut noch bei Ferkeln... Natürlich nur bei recht jungen Tieren ...

    Eine Narkose zu setzen ist teuer und ein ziemliches Risiko für die Tiere und ich glaub nicht, dass sich die wirklich wohlfühlen, wenn sie merken, sie verlieren die Kontrolle über sich selbst. Und wenn sie dann aufwachen (falls sie überhaupt aufwachen), dann fallen sie oft unkontrolliert hin und fühlen sich benommen und orientierungslos. Das erzeugt sicher ein richtig grossen Gefühl von Panik in den Tieren. Ich empfinde deshalb eine Narkose nicht als Tierschutz, wenn nicht extrem nötig.

    Ältere Tiere würd ich so auch nicht kastrieren, aber recht junge Kitz (so bis drei Wochen) auf jeden Fall.

    lg
  • ich lebe nicht in kasachstan, sondern in deutschland - und hier ist es glücklicherweise verboten.

    wenn du der meinung bist, eine narkose sei zu teuer - erspar doch bei deinem nächsten zahnarztbesuch,
    oder bei einer kleineren op erinfach deiner krankenkasse kosten, in dem du auf eine narkose verzichtest.

    wer nur um geld zu sparen tiere leiden läßt - sollte einfach keine halten dürfen - ist meine meinung.
  • Es geht hier aber um Tipps für Kasachstan oder????

    Und ich drei Kinder gekriegt - zwei ohne jedes Schmerzmittel - ich weiss also durchaus, dass man Schmerzen aushalten und überleben kann :p

    Btw hab ich nicht wegen der Kosten ein Problem mit der Narkose, wie du vielleicht lesen konntest und trotzdem lass ich sie machen, wenn ich sie gemeinsam mit dem TA für notwendig halte.

    lg

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schneeflo ()

  • Hallo!

    @CB: Es geht hier doch darum, was in Kasachstan MÖGLICH ist! Da hilft es wenig, wenn wir uns streiten..

    Mein Tipp: wirklich auf die Kastra verzichten, denn die älteren Böcke haben sehr feste Samenleiter, die mit der Zange kaum noch zu Quetschen sind ohne das restliche Gewebe zu stark zu schädigen. Blutig ohne Narkose? Mag bei ganz jungen Tieren möglich sein (wär aber nicht meine Wahl..), bei älteren aber nicht- es ist halt alles schon voll entwickelt..

    Inzucht wäre tatsächlich am besten durch Teilen in zwei Gruppen zu vermeiden, ist auch die "natürlichste " Lebensweise. Jungböcke bis 1,5 Jahre würde ich komplett schlachten, so grausam das klingt... Du wirst auch nicht unendlich Platz und Geld haben, und sachgemäss geschlachtet kannst Du auch von unkastrierten Bocken bis zu dem Alter problemlos essen...

    Nach der Erfahrung mit der Kastration unseres ZZ-Böckchens im Alter von damals 9 Monaten mit der Zange unter Vollnarkose+ örtlicher Betäubung hier in D habe ich mich entschlossen, "nicht verkäufliche" Bocklämmer (weil nicht zur Zucht "zu gebrauchen") lieber nach einer Zeit in der Bockgruppe früh zu schlachten als noch einem Tier das anzutun... aber das ist MEIN Weg, den muss niemand nachmachen.

    LG Ulli
    Leben ist gefährlich und endet immer tödlich
  • Was macht man in Kasachstan mit einer "nicht gerade kleinen" Herde an Ziegen mit Kastraten?

    Wenn Landschaftspflege, dann Bockgruppe, wenn nicht versteh ich nicht warum man die männlichen (Jung-)Tiere nicht schlachtet. In den ersten sagen wir mal 5 Monaten sollten die Jungböcke kaum ein Problem für die alten sein bzw. wenn alte dabei sind auch den Ziegen nicht imponieren können.
    Dass sie sagen wir mal 2 Jahre durchgefüttert werden und dann geschlachtet schließe ich mal aus, da ja auch ältere zu kastrieren wären, ansonsten wieder Bockgruppe.

    Wenn kein TA oder sonst was in Reichweite ist der die Tiere kastrieren könnte kann ich mir vorstellen dass ein gewisser Inzuchtfaktor ebensowenig ein Problem darstellen würde wie bei den Steinböcken auf der Alm.
    Being a vegan is a missed steak
  • Schneeflo schrieb:

    Es geht hier aber um Tipps für Kasachstan oder????

    @ Flo: aber es geht hier auch um voll erwachsene Böcke.. die ohne narkose blutig kastrieren, ohne nähen zu können.. das wäre tödlich! sie würden jämmerlich verbluten!

    Bitte sich auf die Frage konzentrieren...

    LG Ulli
    Leben ist gefährlich und endet immer tödlich
  • Ulli: in erster Linie gehts um die JUNGEN Böcke, und für diese hab ich eine einfache mögliche Kastrationsmethode beschrieben - aber auch, dass ich das zeitlich mit ca 3 Lebenswochen festlege!!!

    Sie hat auch geschrieben, von möglichen (!!!) älteren Tieren ... Also Junge Böcke wird sie 100 % haben, ältere weiss sie selbst noch nicht, das sind Vermutungen ...

    Wer lesen kann ist, ist klar im Vorteil....

    lg
  • Schneeflo schrieb:

    Es geht hier aber um Tipps für Kasachstan oder????



    zum einem haben die tiere ÜBERALL das gleiche schmerzempfinden..... wenn es auch in anderen ländern anders gehandhabt wird - kastrieren .... noch dazu blutig ...ohne narkose ist tierquälerei
    hast du schon mal daran gedacht dass beutetiere darauf angewiesen sind auch mit schmerzen typisch menschlich "herumzutollen" ? (in wahrheit unterdrücken sie schmerzen um fluchtbereit zu bleiben und beutegreifern keinen anhaltspunkt in bezug auf aussonderung zu bieten.

    zum anderen bekommen meine geißlein bei der geburt auch keine narkose und du bist vermutlich noch nie ohne narkose kastriert worden

    in gebieten mit extremer umgebungsbelastung (nicht nur fliegen) ist die zange (mit örtlicher betäubung) die beste möglichkeit ...... und kann sie unter umständen auch selbst durchführen

    PS: nicht alles was früher, oder von vielen durchgeführt wurde ist auch OK
    Herrchen unser, der du bist am Hofe; geheiligt werde deine weide; das astwerk komme, unser Wille geschehe, wie im stall so auch auf der Weide; Uns're täglichen Kräuter gib uns heute; Und vergib uns unsere Schuld, wenn wir hopsen auf nachbars Weide; führ uns also nicht in Versuchung, sondern Erlöse uns von dem Astwerkmangel....so is'es .[img]http://www.smilies.4-user.de/include/Tiere/smilie_tier_217.gif[/img]
  • Bunny - warum bekommen deine Geissen bei der Geburt keine Narkose oder kein Schmerzmittel - schreien sie da noch auch oft laut vor Schmerzen - warum quälst du sie so - warum glaubst du, dass eine Kastration scherzhafter ist als eine Geburt???


    Und nicht alles was früher war, ist schlecht, weils net zur modernen "GottinWeissanbeterei" gehört....