Ziegen ausgebrochen und verschwunden

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ziegen ausgebrochen und verschwunden

      Hallo,

      Melde mich mal wieder mit einem aktuellen Thema. In der Silvesternacht ist die etwa 10köpfige Ziegenherde meines Nachbarn ausgebrochen. Sie sind seiterher nirgendwo mehr aufgetaucht. Haben die in der Natur, jetzt im Winter bei Schnee, Regen, Nässe ,Kälte usw. eine Überlebenchance?
      Wir haben hier aktuell tiefster Winter, mit Schnee Frost und was sonst noch dazu gehört.

      Die Suche blieb bisher erfolglos, in einem stark bewaldeten Gebiet auch nicht einfach.

      Gruß
    • Hallo, das ist natürlich furchtbar.
      Man sollte die Ziegen lieber einstallen, gerade an so einem Tag.
      Wenn Sie Freiland gewöhnt sind werden Sie sich durchschlagen.
      Sie fressen gern Tanne und dünne Äste.
      Ich würde mich an die Jagdgenossenschaft oder einen Jäger wenden.
      Sicherlich wird die Herde dann gefunden.
      Viel Glück wünscht Ilona
    • Die waren in der Nacht wohl schon im Stall, die Tür war wohl nicht richtig verriegelt. Ansonsten sind sie draußen, und einiges gewohnt. Haben auch im Sommer nicht immer einen top Unterstand, man sieht sie auch bei leichtem Regen im Gelände.

      Trotzdem habe ich meine Bedenken, Es gab seither schon Frost bis -20°C Regen, Eisregen usw. Sicher gibt es im Wald hier auch offene Hütten und Unterstehmöglichkeiten.. Bin gespannt.

      Gruß
    • oha!
      ich schliesse aus dem ausbruch, dass die ziegen an silvester nicht im stall waren, stimmt das? dann dürften sie aussentemperaturen gewohnt sein. wenn die umgebung was hergibt (stark bewaldet klingt gut), packen sie das bestimmt.
      aber das finden wird vermutlich immer verzwickter. die sind jetzt ja bereits zwei wochen unterwegs.
      ich mag die jäger nicht, aber in dem fall würd ich sie um hilfe bitten (oder zumindest informieren). und den förster.

      viel glück!
      zipfel
    • Wie schon gesagt, von Frühjahr bis Herbst sind die ganztägig draußen,und einiges gewohnt. Auch im Winter sind sie tagsüber im Auslauf ums Haus, so wie meine auch, selbst bei Schnee und Kälte, nicht aber bei extremem Regen...

      Aber natürlich werden Sie im Winter gefüttert, was ja jetzt fehlt.

      gruß
    • Hallo,
      mir sind im Oktober 2 neue Ziegen für eine ganze Woche abgehauen. Da hatte ich eher Angst, dass sie sich zu Tode fressen an Raps, Obst usw. Ich hab Zeitung, Polizei, Tierheim, Jäger, Schäfer informiert, überall Zettel aufgehängt. Bekam dann immer Anrufe, wenn sie wo gesehen worden waren und konnte sie irgendwann mühsam heimtreiben, war sehr erleichtert.

      Wir haben dann rausgefunden, dass sie sich in Dorfnähe in einem Gebüsch die meiste Zeit aufgehalten hatten. Ich denke auch, die gehen nicht richtig weit weg.

      Viel Erfolg bei der Suche!

      LG Susanne
    • Eine Herde in der Größe (Anzahl) ist schon wirklich eine Herde. Die Tiere werden sich eng zusammenschließen. Sie sind selbständig, ihre Instinkte werden sich entfalten.
      Ihr Überleben ist kein Problem, weil sie im Wald Schutz haben (Wind), Liegeplätze wählen und kuscheln können. Futtermäßig läuft es über Verbeißen, wodurch bei intakter Pansenflora viel Wärme erzeugt wird.
      Besser als in menschlicher Obhut.

      Die Entfernung? Ja, anfangs können sie weit laufen, vor allem auf Straßen galoppieren.
      Sie werden jedoch bei ausreichendem Futterangebot ihr eigenes Revier gründen, auch unter dem Aspekt
      des Nichtgestörtwerdenwollens.
      Vorgehensweise: Immer einen Pfeerdeanhänger parat haben, Halsbänder und einige Leinen.

      Falls sie gemeldet werden, sollte (mit Helfern im Hintergrund, aber wirklich im Hintergrund, die nicht sichtbar sind) nur der ihnen vertraute Halter sie ansprechen (mit Meckern und Namen - freundlich) und sie locken.
      Er muß wissen, welches Tier oder welche 2 Tiere (mehr wird er nicht halten können) die für die Herde wichtigsten sind (denen die anderen dann folgen). Diese muß er unaufgeregt ansprechen und locken, nicht auf sie zu stürzen.
      Nur wenn er sicher ist, sie wirklich greifen zu können, greift er!
      Wenn er danebengreift: nicht hinterherrennen.
      Erneut locken.
      Die Tiere sind schnell und haben schon ihre Freiheit zu schätzen gelernt, auch gelernt, daß sie des Menschen nicht bedürfen.
      Vielleicht entsteht so auf Dauer bei Euch eine neue Wildziegenrasse? ;) Capra forestrale Dieteri
      _______________

      Tierliebe: Sie knuddeln, knutschen, streicheln, schlecken sie ab, ihre Samtpfoten, Fellnasen, Bidülchen, "Familienmitglieder", Seelenverwandten, heulen Rotz und Wasser im Fall von Krankheit und Tod, lassen einäschern und verwahren Urne und Foto auf dem Sideboard.
      Dann stehen sie an der Fleischtheke und sagen: "800 gr Gulasch, bitte, gut abgehangen."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Piroschka ()

    • Danke Piri für deine wie immer ausführlichen Antworten. War heute auch mal unterwegs, habe aber nichts gesichtet, nicht mal Spuren.
      Hier ist allerdings tiefster Winter, wir haben mittlerweile zwischen 15 und 50 cm Schnee, je nach Höhenlage, und es soll ja noch mehr kommen.

      Die Herde besteht nur aus acht Ziegen, zwei sind zuhause geblieben, warum auch immer. Es sind alles Mischlinge in allen Farben, allerdings ohne einen funktionsfähigen Bock. Ansonsten wäre deine Anmerkung interessant.

      Vor Jahren ist hier mal Damwild ausgebrochen, erwischt wurde es nicht mehr, aber hin und wieder bekommen wir es zu Gesicht, manchmal fast vor der Haustür.... aber ich wohne ja auch am Ende der Welt.

      Gruß und Danke

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Frida ()

    • Fremde sollten nur den Standort melden, andernfalls werden die Ziegen vor ihnen flüchten.

      Die 2 im Stall haben vielleicht die Flucht abgebrochen, altersbedingt außer Atem, und sind zurückgekehrt.

      Gesundheitliche Risiken sehr ich für die Herde im Moment nicht (außer Jägern), falls der Halter sich da Sorgen machen sollte.
      Natürlich hat nicht jeder täglich Zeit, nach den Tieren zu suchen.
      _______________

      Tierliebe: Sie knuddeln, knutschen, streicheln, schlecken sie ab, ihre Samtpfoten, Fellnasen, Bidülchen, "Familienmitglieder", Seelenverwandten, heulen Rotz und Wasser im Fall von Krankheit und Tod, lassen einäschern und verwahren Urne und Foto auf dem Sideboard.
      Dann stehen sie an der Fleischtheke und sagen: "800 gr Gulasch, bitte, gut abgehangen."
    • Tagsüber habe ich da auch keine Bedenken, frage mich nur wo die nächtigen, falls die keinen trockenen Unterstand finden. Im Wald, in den Schneemassen? Sind ja keine Rehe.

      Jäger sollten eine Herde Ziegen schon von Rehen oder Wildschweinen unterscheiden können. Die hier im Ort wissen ja ohnehin Bescheid.

      Der Halter, Landwirt und Rentner, sucht mit Famielienangehörigen jeden Tag, nur ohne Erfolg. Jetzt in den Schneemassen geht nix mehr mit dem Traktor, da heißt es Schneeschuhe anschnallen. Die zuhausegebliebenen sind ein junger Kastrat, und zwei Zwergziegen.

      Gruß D.
    • Schneekuhlen sind doch wie ein Teiliglu.
      Fell, Unterwolle, Aneinanderliegen, Wiederkäuen, Schlafen, Träumen, von innen durch die Pansenbakterien beheizt, vielfältiges, grobes Futter.
      Denen geht das besser als daheim.
      Das kannst Du auch dem Eigner sagen, nicht nur zur Beruhigung.

      Frida schrieb:

      ein junger Kastrat, und zwei Zwergziegen
      Entweder besseres Nervenkostüm oder Tempo nicht mithalten können und unterwegs umgekehrt.
      _______________

      Tierliebe: Sie knuddeln, knutschen, streicheln, schlecken sie ab, ihre Samtpfoten, Fellnasen, Bidülchen, "Familienmitglieder", Seelenverwandten, heulen Rotz und Wasser im Fall von Krankheit und Tod, lassen einäschern und verwahren Urne und Foto auf dem Sideboard.
      Dann stehen sie an der Fleischtheke und sagen: "800 gr Gulasch, bitte, gut abgehangen."
    • Im Nachtbarort waren mal zwei kleine Lämmer ausgebrochen, waren erst neu angekommen.
      Sind etliche km gelaufen.

      Paar Tage später waren sie bei uns im Dorf in einem Carport.

      Es war auch Winter und die Leute haben uns benachrichtigt, da wir Ziegen haben. Wir haben sie zu uns geholt und bis die Besitzer ausfindig gemacht waren, in einen seperaten Stall gehalten.


      LG
      Sage niemals nie!
    • Pecora schrieb:

      Hallo,
      vor einigen Jahren erzählte mir jemand von zwei Ziegen, die am Belchen im Südschwarzwald erfolgreich überwintert hatten, nachdem sie am Ende des Sommers nicht mit ihrer Herde ins Tal gegangen sind und auch nicht eingefangen werden konnten.
      Ja das war bei uns im Ort das hat es bei manchen Haltern öfters gegeben. Aber jetzt zum eigentlichen fall Kann ein diebstahl ausgeschlossen werden ?? Mir wurden dieses Jahr 2 Jungböcke gestohlen wo es im ersten Moment auch aussah als ob sie ausgebrochen wären nun ja auch so etwas darfst du leider nicht ausser betracht lassen. Hoffe du findest deine Tiere wieder ;)
    • Leider nichts mehr gehört, sind seit einer Woche nirgens mehr gesichtet worden, hier im Ort nicht, und auch nicht in den Nachbartälern.
      Hier in den Bergen kann man wegen der Schneemengen nur noch zu Fuß suchen, und das ist in einem mehrere 100ha großen Gebiet unmöglich.

      Ich selbst war am Sonntag in dem Gebiet wo sie sich im Sommer befinden ,unterwegs absolut keine Spuren.
      Ich bin wirklich gespannt, ob die nochmal auftauchen, und die momentane Witterung überstehen. Hier gibt es neben reichlich Schnee einen böigen Ostwind bei gefühlt -15°C

      Gruß
    • Als Äser können sie das ohne Wenn und Aber überstehen. Sie schlafen in Kuhlen, die sie sich windgeschützt suchen und herstellen.
      Schlimmer wäre es, wenn sie nur Gras fräßen. Ich verweise auf die Tausende von Alpakas, die in Südamerika gerade verendet sind, weil die ohnehin kurzgefressene Grasnarbe länger vereist war.

      Da ich nicht weiß, wie gesichert die "Sichtung" ist, habe ich mir mehrere Tage die Verlinkung dieses Artikel, der mir aus Deutschland zugespielt wurde, untersagt (das Datum über dem Artikel von heute, ich habe ihn aber schon vor Tagen erhalten).

      badische-zeitung.de/schlachtab…-freiburg-gefunden--print

      Betrug muß sich lohnen:
      Hier in Sizilien ist gerade im Osten der Insel ein Ring ausgehoben worden (an dem auch Tierärzte beteiligt waren), der jahrelang Rinder und Ziegen, die an Tuberkulose erkrankt waren, geschlachtet und den Nichtvegetariern verkauft hat.

      Du schreibst von 100 ha, das ist doch nicht groß, vielleicht fehlt eine Null.
      _______________

      Tierliebe: Sie knuddeln, knutschen, streicheln, schlecken sie ab, ihre Samtpfoten, Fellnasen, Bidülchen, "Familienmitglieder", Seelenverwandten, heulen Rotz und Wasser im Fall von Krankheit und Tod, lassen einäschern und verwahren Urne und Foto auf dem Sideboard.
      Dann stehen sie an der Fleischtheke und sagen: "800 gr Gulasch, bitte, gut abgehangen."