Und noch ein ratsuchender Anfänger!

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    • Und noch ein ratsuchender Anfänger!

      Hallihallo in die Runde,

      wir sind dem Charme eines ungewöhnlichen Ziegenduos erlegen und spielen nun mit dem Gedanken, ob die beiden nicht bei uns einziehen können. Und zwar handelt es sich um eine Zwergziege und eine (etwas kleingeratene) deutsche Edelziege, beide hornlos und schon reifere Damen. Ein genaues Geburtsdatum liegt uns leider nicht vor. Zurzeit leben beide in reiner Stallhaltung, was wir zu ändern gedenken.

      Jetzt gilt es natürlich zu prüfen, ob wir den beiden überhaupt einen Gefallen täten.

      Zur Verfügung steht ein großer Garten, in dem die Ziegen ihr eigenes Reich bekommen sollen. Die Wiese verfügt über Baumstümpfe, aus denen sich sicherlich feine Klettergelegenheiten werkeln lassen. Allerdings liegt sie leider komplett im Schatten, weshalb hier nicht viel wächst. Dafür gibt es Falllaub noch und nöcher, hauptsächlich Buche. Erste Frage also: Wie steht es damit, fressen die Ziegen auch altes Laub? Und wenn ja, ist es auf Dauer nicht zu sauer für die Pansenflora? (Der Zaun soll so gezogen werden, dass die Bäume selbst außerhalb des Ziegenbereichs stehen.) Bei unserem ansonsten mageren Bewuchs mache ich mir keine Illusionen, dass er überhaupt irgendetwas ernähren könnte, das größer ist als eine Raupe. Spätestens, wenn da kleine Klauen täglich drüber strackseln, sind die paar zarten Halme vermutlich fort. Ich rechne also mit einer ganzjährigen Zufütterung. Wie viel Heu muss ich unter diesen Umständen durchschnittlich pro Ziege einrechnen? Ich lese hier von 2kg pro Ziege und Tag (Echt so viel?!). Oder fahre ich da lieber ein Strohgemisch auf? Bei den zwei kleinen Essern wird ein Silageballen ja vermutlich nicht lohnen, oder?

      Dann natürlich die ganz entscheidende Frage, wie viel Platz ich den beiden Damen mindestens einräumen muss? Wie gesagt, das Stück muss die zwei nicht ernähren, aber sie sollen selbstverständlich genügend Platz haben, all ihren alltäglichen Ziegenbesorgungen nachgehen zu können. Dass der Zaun hoch genug und mit Elektrik ausbruchssicher gemacht werden muss, habe ich bereits gelernt!
      Oh, an der Stelle noch gefragt: Wir haben einen recht räuberischen Fuchs, der sich ganz gerne an den Meerschweinchen und Kaninchen der Nachbarschaft vergreift. Könnte der für die Zwergziege eine Gefahr darstellen?

      Nicht zuletzt noch, wie groß sollte der Unterstand sein? Die beiden sind sehr enge Freundinnen und leben zurzeit in einer sehr kleinen Box (geschätzt vielleicht 3,5 qm?), ich mache mir also keine allzu großen Sorgen, dass sie im Winter nicht in der Lage sein sollten, zusammen in einem Unterstand zu kuscheln. Dennoch sollen sie natürlich an Platz bekommen, was sie brauchen.

      Zucht oder anderwertige wirtschaftliche Nutzung sind nicht geplant. Rechtlich und medizinisch haben wir soweit gute Beratung, aber darüber hinaus freuen wir uns natürlich über weitere Tipps und Anregungen! Insbesondere, wenn ihr einen empfehlenswerten Link rund um die artgerechte Hobbyhaltung habt, wo man sich mal ein bisschen in die Materie einlesen könnte.

      Ansonsten danke ich schon einmal für kommende Antworten!
      Herzliche Grüße,
      Capricorn

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Capricorn ()

    • Meine erste Frage: was wächst in dem Garten, ist/war da irgendwas angepflanzt, das für Ziegen giftig ist? Wenn nein- dann ist alles, was den beiden Mädels mehr Freiheit und Raum bietet eine enorme Verbesserung gegenüber dem jetzigen Leben!
      Die zweite Frage: ist das ein Wohngebiet, wo es mit der Ziegenhaltung Probleme geben kann und wird, oder ist es ein landwirtschaftliches Grundstück?

      Welkes Laub werden die Ziegen nur im Herbst fressen, wenn es von den Bäumen fällt. Aber die Zweige von den Buchen und anderen Laubbäumen sind wunderbares Ziegenfutter, sowohl das Laub als auch die Rinde. Wenn du genug Zweige (im Winter Nadelgehölz) und Heu füttern kannst, ist Gras nicht unbedingt notwendig. Platz zum Lagern von Heu und Stroh ist vorhanden? Silage ist als Ziegenfutter sowieso nicht geeignet....
      Der Unterstand sollte mindestens auf drei Seiten geschlossen sein, eine Boxe von 3,5 qm als Schlafplatz ist für zwei kleine Ziegen ausreichend meiner Meinung nach- vor alles im Winter. Ideal wäre ein befestigter, möglichst überdachter Platz vor dem Unterstand/Stall, möglichst mit etwas erhöhten Liegeplätzen. Auch sollte die Frage abgeklärt sein, wohin mit dem Mist.
      Liebe Grüße,
      Katja
      ------------------------------------------------------
      Ich bin wie ich bin.
      Die einen kennen mich, die anderen können mich!
      (Konrad Adenauer)
    • Hallo Capricorn,

      herzlich Willkommen hier im Ziegentreff. Ich versuche mal, ein paar Deiner Fragen zu beantworten. Schön, dass Du Dich vorher informieren möchtest, wie Du Deine Ziegen künftig am besten hälst. Das kommt ja immer auf die Gegebenheiten an, die überall anders sind. Trotzdem gibt es schon ein paar Faustregeln, auf die man achten sollte.

      Eine komplett schattige Wiese halte ich persönlich für nicht so gut geeignet. Wobei Buchen noch besser sind, als solch eine dunkle Tannen- oder Thujahecke, die oft in Gärten aufzutauchen pflegen. Ist dort denn den ganzen Tag über Schatten? Im Hochsommer ist das eine feine Sache, da suchen Ziegen gerne Schutz unter Bäumen vor der prallen Sonne. Allerdings liegen sie bei angenehmeren Temperaturen unwahrscheinlich gern in der Sonne zum wiederkäuen.

      Laub fressen Ziegen im trockenen Zustand sehr gern. Unsere putzen bei freundlichem Herbstwetter jedes noch so kleine Blatt weg. Ich sag immer, das sind wie Chips für sie :) Es kommt ja nur der Herbst in Frage, wo die Blätter fallen. Und da dies meist nicht so plötzlich geschieht, gibt es ja eine Art Gewöhnung und sollte nicht schaden. Bist Du dir ganz sicher, dass dort nur Buchen stehen? Wie es sich mit dem Verzehr von Bucheckern verhält, weiß ich nicht.

      Außer Heu kannst Du den Ziegen Äste geben oder Brombeerranken. Silage sollten sie eh nicht bekommen. Stoh kannst Du je nach Heu (welcher Schnitt) mit untermischen. Oft mögen Ziegen rohfaserreiches, nicht so feinesHeu lieber. Biostroh enthält viele "Unkräuter", die auch liebend gern genommen werden.

      Sollen die Ziegen in einem Offenstall gehalten werden? Oder gibt es einen Stall?

      Ein Fuchs vergreift sich nicht an Ziegen.Je nach Wohnort könnte es eher der Wolf sein, der demnächst vorbei kommt.

      Unterstand oder Stall? Wenn Du das Heu/Stroh auch dort unterbringen willst, dann sollte er natürlich größer sein. Falls Wolfsgebiet, dann wäre es auch nötig eine Tür schließen zu können (Nachts).Plan mindestens die doppelte Fläche ein, als wie ihnen momentan zur Verfügung steht.

      wenn Du mit Deinen Ziegen regelmäßig spazieren gehen möchtest (eigentlich auch sonst), musst du dich auf jeden Fall mit Giftpflanzen beschäftigen! Auch solltest Du deine Nachbarn informieren, dass diese kein Schnittgut über den Zaun werfen. Im Wohngebiet sind darin oftmals Giftpflanzen enthalten. Fremdfütterung allgemein könnte im Wohngebiet ein Thema sein.

      Stromzaun solltest Du gleich zu Beginn ordentlich planen und mit außreichend Strom versorgen.Einmal richtig gelernt (Ziege) ist das beste, um Ziegen von Ausbrüchen abzuhalten. Ziegen die nur einen Auslauf haben, der mit der Zeit langweilig wird, wo sie sich den Tag über nicht ihr Futter suchen können sind ausbruchgefärhrdeter.

      Vorher informieren, ob Ziegenhaltung im Wohngebiet überhaupt zulässig ist.


      Jassi
    • Hey,
      vielen Dank schon mal für die Antworten.
      Nachbarschaftstechnisch sehe ich da wenig Probleme - direkt nebenan stehen Rinder und Schweine. :) Was den Mist angeht, würde ich dort mal klopfen und versuchen, ganz lieb mit den Wimpern zu klimpern - allzu viel kann bei zwei Ziegen im Jahr ja nun nicht anfallen, denke ich, was auf der großen Rindermiste einen Unterschied machen sollte? Was das Heu angeht, so habe ich an einen alten Pferdehänger gedacht, der bei uns herumsteht.
      Tja, was da wächst? Das kommt ganz drauf an, wie groß das Gehege sein soll. Im Auge hatte ich eine Fläche zwischen den Bäumen, dank des Buchenlaubs wächst da eben nüscht. Umliegend wuchert irgendein Gesträuch, ich glaub, es ist ein Haselstrauch? Sicher bin ich mir nicht... Ich werde ihn morgen im Hellen nochmal unter die Lupe nehmen. Wie gesagt, ganz und gar ausschlaggebend ist hier die notwendige Größe des Geheges. Daran anpassen werde ich den Standort. Gibt es irgendwo eine gute Übersicht bzgl. giftiger Pflanzen? Zur Not wird das auserkorene Gebiet eben abgeschritten und rausgerupft, was toxisch ist! :) Und beim Spazierengehen werden die Augen natürlich offen gehalten!
      Einen richtigen Stall haben wir nicht, ich dachte an einen geschlossenen Unterstand. Strom ist wie gesagt eh in Planung!
      Wölfe gibt es bei uns ganz sicher keine! :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Capricorn ()

    • Wie groß ist den der Garten? Meiner Erfahrung nach sind Ziegen nur sehr schwer in einem eingezäunten Bereich zu halten, wenn es da nichts mehr zu fressen gibt. Je kleiner um so schlechter. Strom hilft da auch nur begrenzt. Kommt allerdings auch auf den Charakter der Tiere an, es gibt solche und solche..
      Allerdings ist draußen immer besser als reine Stallhaltung. Ziegen auf keinenen Fall Silage futtern, das kann tödlich enden.

      gruß
    • Der ganze Garten ist ca. 6500-7000 qm groß, wobei es leider ein Gemeinschaftsgarten ist. Meine Nachbarn sind ausgesprochene Tiernarren und lieben Ziegen, nur kann ich leider nicht den ganzen Garten damit vereinnahmen, da käme dann doch ein bisschen Gegenwind auf. Insofern, je weniger Platz das Gehege einnimmt, desto "besser". Auf der anderen Seite sollen die Tiere natürlich glücklich sein - das ist absolute Vorraussetzung! Wenn glückliche Nachbarn unglückliche Ziegen bedeutet, steht die Haltung selbstverständlich nicht zur Debatte!
      Deshalb hängt die ganze Entscheidung nun davon ab, ob das Gehege mit anderwertigen Beschäftigungsmöglichkeiten "klein" genug gehalten werden kann, dass ich das der Gartengemeinschaft und den Ziegen zumuten kann.
      Es gibt durchaus sonnige Teile des Gartens. Da könnte man sich im Sommer auch mal gemütlich mit den Ziegen hinflätzen und die Rasenmäher spielen lassen (da wären die Nachbarn garantiert sogar ausgesprochen froh drum!). Und eine weitere Auslauffläche stünde auf dem Longierplatz zur Verfügung, allerdings ist der Zaun dort nie und nimmer Ziegensicher. Das wäre dann nur was für Stunden, wo man dabei säße.
      An der Stelle ganz nebenbei, darf man Ziegen eigentlich noch zum Grasen anpflocken, wie es früher der Fall war? Oder birgt das ein zu großes Verletzungsrisiko?

      Silage wird vom Speiseplan gestrichen, ist notiert!
    • Soviel wie eben möglich von der Fläche nutzen, und genug zufuttern. Heu und Äste Zweige das lieben die. Ich weiß nicht ob anpflogen noch erlaubt ist, würde ich aber nicht tun, in meinen Augen Tierquälerei, und sicher nicht ganz ungefährlich.( Strangulation)
      Einen Boden halte ich nicht für notwendig, meiner liegen auf Naturboden mit einer Matte aus Streu. Wenn sie draußen sind, suchen sie sich gerne Stellen wo kein Gras wächst zum Ruhen.

      Gruß
    • Beim Stichwort "Gemeinschaftsgarten" fragte ich mich gerade, wie lange die Mitbenutzer/Nachbarn noch Tiernarren sind, wenn die Ziegen alle 3 Wochen für 2-3 Tage laut noch einem Bock schreien.....
      Liebe Grüße,
      Katja
      ------------------------------------------------------
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      (Konrad Adenauer)
    • Man rechnet 1000 qm pro Ziege.
      Bei älteren Tieren kann es etwas weniger sein, aber eine deiner Ziegen wird früher oder später sterben, und du wirst dir dann im günstigsten Fall 2 Lämmer kaufen, die dann wieder viel Platz brauchen.
      Ein guter Zaun ist wichtig, sonst sind deine Mitgärtner ganz schnell Ziegenhasser.
      **********

      Fleisch, das; -es, -; 1.Leichenteil(e) eines getöteten Tieres, das leben wollte


      Warum vegan? - - -Carne vale
    • Capricorn schrieb:


      Es gibt durchaus sonnige Teile des Gartens. Da könnte man sich im Sommer auch mal gemütlich mit den Ziegen hinflätzen und die Rasenmäher spielen lassen (da wären die Nachbarn garantiert sogar ausgesprochen froh drum!).

      Ziegen sind als Rasenmäher ungeeignet da sie anders fressen als Schafe. Gerne mal hier im Forum nach ähnlichen Diskussionen stöbern.


      An der Stelle ganz nebenbei, darf man Ziegen eigentlich noch zum Grasen anpflocken, wie es früher der Fall war? Oder birgt das ein zu großes Verletzungsrisiko?


      Absolutes NOGO! Gefahr von Strangulation und definitiv nicht Ziegengerecht. Auch wenn Opa&Oma dies so machten...


      Silage wird vom Speiseplan gestrichen, ist notiert! PRIMA!
    • Dankeschön, liebe Alex! ^^ Das ist aber lieb!

      @Capricorn: Du fragtest doch nach den Giftpflanzen... Hier siehst Du eine Liste, die ganz interessant ist.


      Deine Ziegen haben leider das Problem, dass sie wahrscheinlich von frühester Jugend an nicht die Chance hatten, von ihren Müttern oder anderen ranghohen Tieren in natura solche überlebenswichtigen Dinge erlernen/erfahren zu können...

      Das ist das Problem bei reiner Stallhaltung. Also bitte doppelt aufpassen.

      LG Elli
    • @Elli: Danke für die Giftpflanzenübersicht! Genial, sowas hab ich gesucht!

      Dass Ziegen Konzentratselektierer sind und lieber Blätter und Gesträuch knabbern, weiß ich ;) Nur dacht ich, dass sie gegen den ein oder anderen Happen frisches Gras auch nichts einzuwenden haben?
      Wegen der Pflocksache, mein Opa kennt das noch so und ich fand's irgendwie kritisch, deshalb hab ich gefragt.

      @die_Alex: Okidoki, das ist ja mal ne Zahl. Danke!

      @*polinka*: Du meinst, neben dem brüllenden Bullen nebenan, den bulligen Rindern und den kreischenden Schweinen zum Essenfassen? Ich glaube, da ist ein wenig Gemecker das allergeringste Problem der Nachbarschaft! :D

      Wie oft wechselt ihr denn eure Flächen wegen der Parasitenbelastung? Ich kann die Ziegies ja schlecht das ganze Jahr über auf dem gleichen Fleck halten, ohne mir feine Resistenzen heranzuzüchten.

      Ich hab daher jetzt einen Winterstall beim Nachbarn gegenüber gefunden gefunden, da würden die Ziegen im Stall untergebracht und kämen nur tagsüber zwei bis drei Stunden auf die Weide. So könnte ich wechseln: Im Sommer der Garten, im Winter der Stall beim Nachbarn.
      Was tut ihr auf so kleinen Flächen um die Wurmeier wieder in den Griff zu bekommen? Boden umwühlen, damit das Sonnenlicht die Eier abtöten kann? Gibt es sonstige Maßnahmen?
    • Hallo,
      ich würde die Weidefläche in mehrere Parzellen anlegen und nachdem die beiden eine Fläche abgefressen haben einfach umtreiben.
      So wirst du wenig Probleme mit Parasiten bekommen.
      Falls sie noch nie frisches Gras gefressen haben, musst du sie langsam an das Frischfutter gewöhnen. Am besten nur kurze Zeit am Tag auf die Weide lassen und die Weidezeit dann nach und nach verlängern. Wichtig ist, dass die beiden stets Zugang zu Heu haben, an welches die Pansenbakterien gewöhnt sind.
      Ich stell meinen Ziegen immer einen Salzleckstein und einen Mineralleckstein zur Verfügung, zu dem sie freien zugang haben.
      Bedenke bitte, dass die Ziegen wahre Ausbruchkünstler sind. Du solltest dir eine sichere Weidezaunvariante aussuchen.
      Ziegen klettern gerne - schaff ihnen eine Möglichkeit diesem Drang nachzugehen.

      Gruß Yannick
    • Mh, leider ist die Fläche ja so klein, dass ein Absperren in mehrere Parzellen wenig helfen wird. So Würmchen haben ja leider einen Radius von bis zu 20m, da helfen zwei nebeneinander liegende Parzellen nur wenig.

      So, bin gerade eben nochmal dort gewesen, Ziegen kuscheln. Das zuvor erwähnte knutschige Duo hat leider einen ungeklärten CAE-Status. Das ist dem jetzigen Besitzer zu heikel, die abzugeben (und mir, sie aufzunehmen). Aaaber, eine von den (andren) Zicken steht kurz vor der Lammung. Es ist aber schon jetzt aus medizinischen Gründen klar, dass das oder die Lämmer Flaschenlämmer werden. Verständlicherweise ist der Betrieb wenig scharf auf Flaschenlämmer, was ja wiederum für die angehende Hobbyhaltung der Burner ist. Ich freu mir grad nen Wolf, weil das enorm Vieles einfacher macht. Zicklein wird also seine ersten Lebenstage bei mir Zuhaus verbringen und kann anschließend mit den Zicklein meiner Nachbarin mitlaufen - die sind nur wenige Wochen älter.

      OMG, Babyziiiiiiiiieeege! Ö.Ö Ich verlagere dann mal alle Aufzuchtfragen in bestehende passende Threads und danke euch hier schon mal für alle freundlichen Antworten!

      Drückt mir mal ganz feste die Daumen, dass es ne Zicke wird!
    • Verstehe ich nicht...wenn die Lämmer aus dem gleichen Stall kommen, dann haben die doch auch einen ungeklärten CAE-Status. Du willst nicht züchten, nicht ausstellen und nicht verkaufen, da kann dir der CAE-Status der beiden alten Damen doch fast egal sein.
      Aber klar, Lämmer sind süßer...
      **********

      Fleisch, das; -es, -; 1.Leichenteil(e) eines getöteten Tieres, das leben wollte


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    • Ein Lamm, das sofort nach der Geburt von der Mutter getrennt wird und in einer virusfreien Umgebung aufwächst, hat ja doch eine recht geringe Wahrscheinlichkeit, CAE-postiv zu sein, oder bin ich da falsch informiert? Sonst würde die Herdensanierung doch nicht funktionieren?
      Hat jemand Erfahrungen zur intrauterinen Übertragung bei Edelziegen?
      Kolostrum muss ich dann zwar anderswo besorgen, aber ich denke, da wird mir die Tierklinik meines Vertrauens ganz sicher aushelfen können.

      Ich will nicht züchten und ausstellen, das ist richtig, aber es schränkt ja doch erheblich ein, wo und mit wem ich meine Tiere zusammen stellen kann, wenn ein CAE-Verdacht besteht. Und da ich kein eigenes Land besitze, will ich mir da lieber noch ein paar optionen offen halten.
      Der Winterstall gegenüber kommt mit CAE-positiven Tieren zum Beispiel schon nicht mehr in Betracht. Macht halt alles komplizierter und das mag ich mir als Anfänger nun lieber nicht antun. zwei Jahre ist alles gut, und dann - bumms - bricht es leider aus. Mist.
      Hinzu kommt der Tierschutzgedanke, dass ich solche Tiere nicht noch weiter durch die Weltgeschichte schleppen mag. Reicht ja, dass der Bestand dort Schwierigkeiten hat. Dann muss ich ja nicht gleich einen zweiten CAE-Bestand aufmachen. ;)
      Und wer weiß, ob ich in ein paar Jahren oder so nicht doch eines Tages sooo gerne nochmal "nur einmal Lämmer haben" möchte, falls sich eines Tages mehr Platz auftun sollte...
    • Liest sich für mich immer noch alles sehr unlogisch, wenig tierfreundlich und ich würde mir alles nochmal ganz genau überlegen.

      Später mal vermehren mit einer Ziege, deren Mutter krank war würde ich mir auch 10x überlegen.

      Capricorn schrieb:


      Es ist aber schon jetzt aus medizinischen Gründen klar, dass das oder die Lämmer Flaschenlämmer werden.
      **********

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    • Die Mutter ist CAE-negativ getestet, der Tierarzt hat dennoch dazu geraten, das Lamm mutterlos aufzuziehen, denn das Tier könnte "stumm" erkrankt sein. CAE wird in erster Linie laktogen (über die Milch) auf das Jungtier übertragen. Wenn das Jungtier also direkt nach der Geburt keinen Kontakt hat, ist es mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit CAE-frei. Falls jemals eine Zucht anstehen sollte (was ich, wie gesagt, erstmal kein bisschen vorhabe, nur schadet es ja auch nicht, sich diese Option für rgendwann mal offen zu halten), kann man das Tier nochmals auf CAE testen. Die Inkubationszeit von CAE kann bis zu zwei Jahre andauern - heißt, wenn das Tier, dass seit seiner Geburt keinen Kontakt mehr zu CAE-erkrankten (oder fraglichen) Tieren hatte und nach zwei bis drei Jahren immer noch CAE negativ ist, wird es CAE-frei sein. So funktioniert das Sanieren einer CAE-Herde. Alternativ schlachtet man alle Ziegen und startet von neu an, was bei guten Linien auch schade ist. Die Mutter wird leider so oder so getötet werden, bei mir haben die Lämmer eine Möglichkeit, auf einem Paddock mit fast gleichaltrigen Lämmern aufzuwachsen
      Btw, werd ich jetzt noch gar nicht über Zucht nachdenken, weil ich das Exterieur und den Charakter der Ziege nicht kenne. Zucht nur um der Zucht willen find ich blöd, man muss ja auch irgendwo hin mit den Lämmern. Stünde wenn also eh erst an, wenn ich mal mehr Platz haben sollte und alle anderen Gegebenheiten passen.

      Magst du mir die Schwierigkeit mit dem Tierwohl, die du siehst, nochmal näher erläutern? Dem kann ich grad nicht folgen.