Ziegenanfænger Tips :)

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    • Ziegenanfænger Tips :)

      Hallo Allerseits,

      ich spiele schon seit Jahren mit dem Gedanken mir Ziegen anzuschaffen und habe nun endlich die Chance dazu bekommen.
      Ich habe etwas Ziegenerfahrung aus meiner Jugend, ich habe ein paar Jahre in einem Streichelzoo ausgeholfen, wo es viele Zwergziegen gab. Diese Tierchen haben mir schon damals den Kopf verdreht und es stand fest, dass ich irgendwann mal einen Hof mit Ziegen haben will.

      Nun møchte ich eigentlich nur eine reine Hobbyhaltung, d.h. zwischen 2-5 Ziegen in einem Offenstall, den ich allerdings erst bauen muss.
      Ich lebe in Norwegen und habe massenweise Platz, Wælder mit Felsen und Bæchen, Wiesen mit gutem Gras und Kræutern und Zugang zum Meer fuer Mineralausgleich (pluss Salzstein) etc bekommen die Tiere auch.

      Ich habe mir bereits eine Ziegenart ausgesucht und das wæren die Burenziegen: weil ich nicht melken møchte, sie gelten als etwas ruhiger als ZZ, eignen sich ebenfalls als Landschaftspfleger und ich finde sie rein optisch einfach hinreissend.
      Einen Zuechter habe ich in meiner Næhe, allerdings sind alle seine Tiere recht scheu weil er keinen Bezug zu ihnen aufbauen will, denn er schlachtet sie nach einer Zeit.

      Nun ein paar Fragen an Ziegenkenner:

      Wie frueh kann man Zicklein von der Mutter trennen, damit man sie noch einigermassen zahm bekommt und sie keine Milch mehr benøtigen?
      Ich wuerde sie gerne an Halsband und Leine gewøhnen um die Weide entspannt wechseln zu kønnen und auch gerne mal mit ihnen spazieren gehen.

      Wie viele Ziegen sollte man haben, damit sich die Tiere wohl fuehlen? Sind 5 da ausreichend? Oder kann man auch 2 Ziegen und zB. 3 Schafe zusammen halten?

      Ich weiss nicht ob ich nun auf heftige Gegenreaktionen stosse und hab auch ein bisschen Angst zu fragen, aber es interessiert mich schon sehr, weil ich kein Vegetarier bin:

      Wie alt sollten Jungziegen sein, wenn sie geschlachtet werden sollen?

      Ein Gedanke war evtl auch mal decken zu lassen, Zicklein gross zu ziehen und die Bøcke dann zu schlachten, wenn sie alt genug sind.

      Ich hoffe mir kann jemand helfen.

      Einen schønen Samstag allerseits,

      Bjørk
    • Bjørk schrieb:



      Wie frueh kann man Zicklein von der Mutter trennen, damit man sie noch einigermassen zahm bekommt und sie keine Milch mehr benøtigen?
      Ich wuerde sie gerne an Halsband und Leine gewøhnen um die Weide entspannt wechseln zu kønnen und auch gerne mal mit ihnen spazieren gehen.
      ich würde nie wieder - als Anfänger - mit Ziegen von einer scheuen Mutter anfangen. Die schauen sich das Meideverhalten gegenüber dem Menschen schon sehr früh ab und Du steckst Unmengen an Arbeit rein. Beim frühesten Trennungsalter, das einigermassen zu verantworten ist, mit drei Monaten, haben diese Ziegen schon sehr viel Scheuheit gelernt. Gerade, wenn der Züchter sich auch mit den Lämmern nicht beschäftigt bzw. nur die unangenehmen Dinge, wie Wurmkuren oder Klauenpflege und Einfangen mit denen macht.

      Man bekommt scheue Jungtiere zahm aber es bedarf hier schon einiges an Sachkenntnis, wie Ziegen "ticken".

      Die einzige, einigermassen gangbare, allerdings nicht unbedingt natürliche Option, wäre die Flaschenaufzucht. Und auch da hast Du keine Garantie, dass sie im Erwachsenenalter zahm bleiben. Vor allem ist gute Flaschenaufzucht eine Kunst in sich.

      Training: bitte bemühe die Suchfunktion, dazu gibt es wirklich sehr viele Beiträge.

      Herdengrösse: 5 sollten es sein. Alles drunter ist eine Gruppe, aber keine Herde. Es sollte mindestens ein erfahrenes - und ZAHMES - Alttier (= älter als 2 Jahre) in dieser Gruppe sein.
      Ziegen und Schafe haben unterschiedliche Bedürfnisse, was Futter und Mineralversorgung angeht, da musst Du immer zweigleisig fahren.

      Schlachtalter: eigentlich nicht unter 6 Monaten. Drunter lohnt sich nicht, zu geringes Schlachtgewicht.

      Bevor Du decken lässt, lies Dich gründlich - gerade jetzt - durch die Rubrik "Geburt und Aufzucht". Vor allem die Problembeiträge mit lebensschwachen Lämmern, Geburtsproblemen, usw. Und dann überlege noch einmal gründlich, ob Du das packst.
      Sabine M.H.
      working-goats.de Pack- und Fahrziegen
    • Vielen Dank Sabine fuer die ausfuerliche Antwort. :)

      Ich bin schon seit langem dabei Informationen zu sammel, war auch selber schon bei mehreren Tiergeburten (auch Ziegen) dabei.
      Auch habe ich schon mehrere Sæugetierbabys von Hand aufgezogen (Lamm, Hund, Katze, Kalb), das war aber im Auftrag von jemand anderem und nicht fuer mich selber.
      Trotzdem lese ich fleissig alles was ich finden kann und es eilt ja nicht mit der Reproduktion. Zuerst hætte ich gerne Landschaftspfleger :).

      Nun habe ich aber ein etwas grøsseres Problem. An eine zahme Burenziege die ueber 2 Jahre alt ist, komme ich nicht ran. Die Ein- und Ausfuhr von Klauentieren anderer "Bundeslænder" ist hier nur mit Ausnahmegenehmigung gestattet und dazu muss man eingetragener Zuechter sein, was ich ja nicht vorhabe zu werden. In meinem "Bundesland" gibt es nur diesen einen Zuechter, leider.
      Dieser Burenzuechter hat nur scheue Tiere, keine Einzige ist zahm. Wenn ich mich hin hocke und ihnen meine Hand hin strecke, dann kann es passieren dass sie etwas schnuppern aber sonst niesen sie nur aufgeregt.
      Ich kønnte evtl an eine zahme Milchziege ran kommen, aber ob sie den Buren nicht ihre Ausbrechkunst vermitteln wuerde, ist eine andere Frage. :/ Und dann hætte ich lauter Ziegen auf Abwegen und wilde Nachbarn.
    • Oh das ist super!!!

      Vielen <3-lichen Dank Sabine. Der Zuechter ist ein ganz netter und hat sicher nichts dagegen wenn ich mich tæglich um meine Ausgewæhlten bemuehe. Und eine Mutter mit ein oder mehreren Læmmern kønnte und wuerde ich gerne uebernehmen.

      Ich lese mir Deinen Link gleich mal durch.
    • wir haben auch die erfahrung gemacht - scheue mutter, zahmes kitz ...
      schlachten, möchte ich sabine recht geben - es sei den, du hast großziegen und möchtest milchlamm.
      ich würde schon, wenn du noch keine ziegen hast, 3 - 5 tiere kaufen - im optimalen fall, aus einer zucht.
      Ich bin, wie ich bin - das, wird sich wohl auch nicht mehr ändern.
    • Danke fuer die Antwort Cirkle-B-Ranch

      Da bei diesem Zuechter alle Tiere scheu sind, habe ich mir auch gedacht evtl nur Læmmer zu kaufen, aber ist das Sinnvoll? Die Kleinen brauchen ja einen erwachsenen Part, der ihnen alles Zeigt was wichtig ist. Oder nicht?

      Ich kenne halt von Hunden, Huehnern/ Enten und Katzen, dass man durchaus nur Jungtiere kaufen kann und die werden auch ganz tolle Haus/Hoftiere. Wie ist das bei Ziegen?

      Ne Milchlamm møchte ich nicht. Ich habe nur gedacht falls ich je mal Nachwuchs hætte, muesste ich ja die Bøckchen von den Alttieren trennen und statt sie zu verkaufen kønnte ich sie dann auch schlachten. Aber wenn sie mit 3 Monaten bereits getrennt werden muessen, ist ja da auch nicht wirklich was dran.
    • Ja, eine Altziege, das kønnte ich versuchen.

      Wie hast du deine Læmmer zahm bekommen, mit der scheuen Altziege?
      Ich fænde es schøn, wenn ich die Tiere auch heranrufen kønnte (sowas war bei Kurzschwanzschafen gut machbar), damit ich nicht auf meinem gesamten Grundstueck auf die Suche nach ihnen muss, um sie Abends in den Stall zu holen.
    • Bjørk schrieb:


      Ich fænde es schøn, wenn ich die Tiere auch heranrufen kønnte (sowas war bei Kurzschwanzschafen gut machbar), damit ich nicht auf meinem gesamten Grundstueck auf die Suche nach ihnen muss, um sie Abends in den Stall zu holen.
      Du vermischt unterschiedliche Dinge unter dem Oberbegriff "Zahmheit"

      Du kannst auch scheue Tiere auf Futter konditionieren. Sie werden kommen, auch auf Ruf oder anderes Signal, wenn die Konsequenz des Signals Futter ist. Das ist klassische Konditionierung.

      Wenn Du allerdings soziale Interaktion haben willst, kannst Du - das ist nicht immer der Fall, aber oft - bei scheuen Tieren mit nur Futter, ohne operante Konditionierung (das ist lernen durch Zusammenhänge von Verhalten des Tieres und "austüfteln" von Lösungen) an Grenzen kommen.

      Denn Stress oder Angst = Überlebensangst übertrumpfen immer das Bedürfnis/die Fähigkeit zu essen.

      Beispiel (habe ich auch von einer erfahrenen Trainerin):

      Wenn Du Hunger hast und alles ist in Ordnung, setzt Du Dich hin, zum Essen.

      Wenn Du Hunger hast und Dein Haus geht gerade in Flammen auf, wirst Du nicht Deinen Hunger stillen, sondern das Feuer löschen = Sicherheit, Überleben.

      Für Deine Fragen:

      Futterzahmheit = Kommen auf Ruf - das kannst Du mit scheuen Tieren konditionieren, indem Du Signal mit Futter paarst (klassisch nach Pavlov). Sie können für ein begehrtes Futter dabei sogar kurzfristig die Fluchtdistanz ignorieren (oder auch nicht). Solange die Paarung Signal - Futter aufrecht erhalten wird, wirst Du immer das gleiche Verhalten bekommen. Sie kommen zum Fressen.

      Du willst aber u.a. auch Halsbänder anlegen und mit ihnen spazieren gehen. Du musst Klauenpflege machen können, Wurmkur und sonstige medizinische Betreuung.

      Hier kommt Stress in's Spiel:

      - unterschreiten der Fluchtdistanz in allen Fällen
      - Begrenzen der Fluchtmöglichkeiten: Halsband/Strick
      - Druckreize im Genick = Beutegreifergriff zum Töten: Halsband, Zug am Strick
      - Begrenzung der Fluchtmöglichkeiten/Beutegreifergriff zum Halten: Klauenpflege
      - Begrenzung der Fluchtmöglichkeiten/Beutetiergriff zum Halten/Töten: Wurmkur mit Fixierung des Kopfes
      - Verlassen des bekannten Territoriums, Konfrontation mit unbekannten Reizen: Spaziergänge

      Und ab hier reicht Futterzahmheit nicht mehr aus (s. oben) nun brennt das Haus, zumindest in einer Ecke und Du wirst diese kleine Flamme immer im Hinterkopf haben und Dich sorgen.

      Wer Angst/Stress hat, lernt schlecht. Angst kombiniert die Begleitumstände einer Situation mit der gemachten Erfahrung (wenn einmal Dein Haus gebrannt hat, wirst Du immer auf Rauchgeruch mit Unruhe reagieren und evtl. sogar auf andere Reize, wie ein bestimmtes Lied, das gerade in dem Moment im Radio gelaufen ist). D.h. Du wirst das einmal, vielleicht zweimal mit Futtereimer und überlisten lösen können, danach merken sich die Tiere, was der Unterschied zu Abendfütterung und Füttern vor einer Stress-Situation ist und es beginnt der Aufrüstungskreislauf von Überlisten, Ausweichmanöver, usw.

      Ab hier brauchst Du operantes Lernen (umgangssprachlich Clickertraining), wo das Tier durch seine eigene Mitarbeit an einem Verhaltenspuzzle: "wie bekomme ich meine Belohnung?" in den Trainingsprozess eingebunden wird.

      Da Du fragst, wie man Lämmer zahm bekommen kann:

      Du nutzt, wenn sie jung sind, ihre natürliche Neugier.
      - ruhig in den Stall setzen und sich "erkunden" lassen
      - in kleinen Schritten ausbauen, dass Du Dich LANGSAM bewegen darfst
      - in kleinen Schritten ausbauen, dass sie sich von Dir berühren lassen - dann hast Du den ersten Verstärker = kraulen
      - sobald es sicher ist, dass sie mit Futter motiviert werden: Pansen sauber ausgebildet, sie fressen festes Futter, käuen wieder - ganz langsam mit Futterbelohnung anfangen, aber noch immer überwiegend mit Kraulen/Streicheln belohnen.
      - Du spielst kleine Verhaltensspiele: Kraulen als Belohnung gibt es z.B. Berührung am Hals zulassen, Berührung am Rücken zulassen. Oder nur für ruhiges Stehen neben Dir, mit Dir ein paar Schritte mitgehen, usw.

      mustangcamp.org/how-to-train-a-wild-equine/zone-one

      Hier geht es um "zähmen" von Mustangs durch operantes Lernen. Da kannst Du Dir sicherlich einiges von für das Zähmen einer Altziege abschauen.
      Sabine M.H.
      working-goats.de Pack- und Fahrziegen
    • Danke fuer die vielen Antworten. Wenn ich denn nicht mit ihnen spazieren gehen kann, ist das auch nicht weiter tragisch. Allerdings ist es mir schon wichtig dass die Ziegen mir in soweit vertrauen, dass ich sie, ohne ihnen Todesangst einzujagen, untersuchen oder auch klauenpflege betreiben kann. Das sieht hier nach harter Arbeit aus, denn die Tiere renne in Panik weg, wenn der Besitzer næher als 5 m kommt.

      Jetzt muss ich erst einmal einen ordentlichen Stall bauen, damit das mit den Ziegen auch was wird.
      Ich habe bei meinen ausrangierten Kæfighuehnern /Freilandhuehner auch schon die Erfahrung gemacht, dass Geduld wunder wirkt. Neulich huepfte mir eine auf den Schoss, nur um einen Leckerbissen zu bekommen. Diese Huehner waren alles andere als zahm und bekamen Panik, wenn man sich nur in deren Næhe wagte. Ich frage mich, wie wenig Kontakt sie zu Menschen hatten, dass sie so wild sind. EIn Jahr brauchte ich, bis sie auf Zuruf kamen, aber jetzt kommen sie wie die Schosshuendchen und haben ueberhaupt keine Angst mehr.

      Ich werde versuchen die natuerlichen Barrieren der Ziegen zu beruecksichtigen um es ihnen bei der Gewøhnung einfacher zu machen.

      Liebe Gruesse Bjørk, und danke fuer den Link :)
    • sanhestar schrieb:

      Schlachtalter: eigentlich nicht unter 6 Monaten. Drunter lohnt sich nicht, zu geringes Schlachtgewicht.
      Wer gerne Knochen lutscht gerne (ist bei Buren und entsprechender Fütterung vielleicht anders), ich würde aber speziell bei asaisonalen Rassen nicht die Geschlechtsreife der Männlein abwarten ;) Und sobald du sie aus der Herde nimmst brauchst entweder Kraftfutter (was in Norwegen sicher nicht billiger ist als hierzulande) oder es wachsen eben die Beine und der Rücken ohne entsprechende Gewichtszunahme.

      Bjørk schrieb:

      Ich kønnte evtl an eine zahme Milchziege ran kommen
      Einfach einen jungen Burenbock dazu und fertig :thumbsup: Der bleibt auch ziemlich sicher nicht scheu wenn die Ziegen zutraulich sind :whistling: Diese Kitze kannst dann auch länger bei der Mutter lassen weil sie höchstwahrscheinlich saisonal sind.
      Being a vegan is a missed steak
    • Guten Tag

      Ok, dann möchte ich fragen, was nimmt denn ein Milchwirtschaftsbetrieb der die Zicklein in den ersten beiden Wochen von den Müttern nimmt in kauf.

      Was sind die Auswirkungen auf die Ziegen, nach eurer Meinung,

      Ich kenne einige Betriebe, da werden die Lämmer in den ersten beiden Wochen von den Müttern entfernt und im Kindergarten grossgezogen.

      Oder anders formuliert warum soll das Bjørk nicht auch so machen. (Vorausgesetzt er betreut den Kindergarten auch richtig).
    • Oh, er nimmt in Kauf, dass diverse der Lämmer nicht überleben. Diverse der Lämmer keine ordentliche Pansenflora entwickeln (das war aber eher der Fall, als die Lämmer noch nach 3 Tagen separiert wurden). Diverse der Lämmer Labmagenstörungen entwickeln. Diverse der Lämmer, wenn die Tränkmengen nicht überwacht werden, zu wenig Nahrung abbekommen.

      Flaschenlämmer sind oft fehlgeprägt, abhängig davon, mit wieviel Kontakt zu Artgenossen sie aufwachsen.

      Jungtiere profitieren von der Anwesenheit von Alttieren. Da beisst die Maus keinen Faden ab, dies ist das Erfolgskonzept der Säugetiere = Zeit und Aufwand in die Aufzucht des Nachwuchses investieren, um diesem eine grössere Überlebenschance zu bieten (und damit auch den eigenen Genen). Reptilien, Amphibien, Insekten lösen das durch Masse.

      Was in Milchbetrieben läuft, ist wirtschaftliche Nutzung, keine artgerechte und der Natur entsprechende Aufzucht von Nachwuchs.

      Aber, wenn Du genau gelesen hast, habe ich die Flaschenaufzucht der Lämmer als eine Möglichkeit angesprochen. Nur eben nicht optimal, weil da in punkto späterer Gesundheit, Wachstum und Prägung sehr, sehr viel schiefgehen kann.
      Sabine M.H.
      working-goats.de Pack- und Fahrziegen
    • es geht vor allem um das sozialverhalten in der zukünftigen herde -
      es sollten zur "erziehen" immer mind. 1 - 2 alttiere vorhanden sein.

      einer der gründe, warum wir immer einen kastraten halten -
      wurde bisher immer alle 2 - 3 jahre ausgetauscht, da wir ja noch muttertiere haben.
      Ich bin, wie ich bin - das, wird sich wohl auch nicht mehr ändern.
    • An kastrierte Bøcke ist in Norwegen kaum ranzukommen. Und einen unkastrierten Bock finde ich dann doch etwas zu hormonell um ihn neben mir und meinem 10 jæhrigen Sohn (der Ziegen sehr liebt und sicher fuettern und pflegen will) mitlaufen zu lassen. Burenbøcke sind ja auch gross wie Kælber, das traue ich mich dann doch nicht.

      Ich habe ueber Flaschenaufzucht nachgedacht, møchte aber trotzdem mind eine erwachsene, zahme Ziege dabei haben. Gerne auch eine Alte, die als Leittier aushelfen kønnte.
      An eine solche dran zu kommen geht nur bei Milchziegen. An eine alte, zahme Burenziege komme ich nicht ran. :(

      Zur Grøsse der Buren : Ich habe Zicklein vom Dezember gesehen, diese sind schon jetzt richtige Brummer. Trotzdem wartet der Besitzer bis sie mind. 6-8 Monate alt sind. Ohne Kraftfutterzugabe. Er hat aber auch eine ganze Insel wo er die Bøcke aussetzen kann, bis sie geschlachtet werden.