Angst vor SturmGeräuschen, wie beruhigen?

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    • Durch den erwähnten "Tunnelblick" wurde ich daran erinnert, daß der VIII. Gehirnnerv als rein sensorischer Nerv
      ja auch für den Gleichgewichtssinn zuständig ist.
      Solange ich nicht einmal weiß, ob die Ziege(n) enthornt oder nicht enthornt ist/sind, solange ich nicht weiß, ob sie eine Mittelohrentzündung hat, einen
      eingekapselten Innenohr-Abszeß - oder ob ein Blutgefäß auf den Nerv drückt,
      weiß ich nur, daß auch die Stirnhöhle sowie Teile des Horn als Resonanzverstärkung dienen.

      Um festzustellen, welchen Frequenzen und welcher Lautstärke sie ausgesetzt ist, müßten akustische Geräte
      zur Verfügung stehen und gleichzeitig mûßten Informationen darüber vorliegen, welche Frequenzen Ziegen im Vergleich zu anderen Säugetieren
      wahrnehmen und ab wieviel Dezibel eine erhebliche Belastung erfolgt (vergleiche Diskussion um Kuhglocken und Ziegenglocken).
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    • Hallo Piroschka, sie hat Hörner und hat wie gesagt keine Probleme mit lauten Geräuschen, deren Ursache sie sehen kann. Natürlich sind es bei z.B. einer Kettensäge andere Frequenzen, aber auch ähnliche Töne / Geräuschpegel wie pfeifender Wind stören sie nicht, solange sie weiß, was die Ursache ist.
    • sanhestar schrieb:

      ElliBesch schrieb:

      sanhestar schrieb:

      Angst verstärken durch streicheln: ist ein Mythos, der sich hartnäckig hält. Angst kann nicht verstärkt werden, sie ist da oder nicht.
      Hallo Sabine,oh, das interessiert mich! Gibt es darüber Literatur( bitte in Deutsch)

      Wir haben eine Hündin, die in der Silvesternacht ziemlich panisch war. Sie orientiert sich ( typisch Hund etc.) immer an uns Menschen- wie wir gemütsmäßig 'drauf sind'.

      Das Streicheln und 'Bestärken' unterlassen wir nämlich in solchen Situationen immer, denn am Anfang hatte ich das aus Unwissenheit gemacht- sie gekrault und versucht, ihr die Angst zu nehmen. Das Ende vom Lied war, dass sie immer ängstlicher wurde.

      Mittlerweile ist sie zwar noch recht ängstlich in der Silvesternacht aber fügt sich ihrem 'Schicksal, weil mein Mann einfach weiter TV schaut und sie nicht großartig beachtet wird.

      Sollen wir sie also jetzt trösten? Das empfinde ich jedoch definitiv als 'Bestärkung'...

      LG Elli
      Feuerwerk ist in dieser Hinsicht problematisch, weil die Konditionierung/Gegenkonditionierung nicht sauber gesteuert werden kann, da die Reize zu dicht aufeinander folgen.

      Gegenkonditionierung funktioniert wie folgt:

      lautes Geräusch - Streicheln oder Futter = das laute Geräusch wird zum Signal dafür, dass etwas angenehmes folgt. Das laute Geräusch selber wird mit der positiven Konsequenz verknüpft.

      lautes Geräusch - Streicheln/Futter - lautes Geräusch - Streicheln/Futter = in solch einer Kette wird das Streicheln/Futter zum Signal, dass ein lautes Geräusch folgen wird. Das Streicheln wird mit der negativen/angstauslösenden Konsequenz verknüpft.

      Man könnte das umgangssprachlich mit Angst verstärken übersetzen, aber was passiert ist, dass man andere Auslöser in den Angstzyklus "hinein zieht", wenn man nicht beachtet, wie das Tier auf die positive Aufmerksamkeit/Futter reagiert/was es davon als Lernerfahrung mitnimmt.

      Solange Tiere sich allerdings beruhigen durch Körperkontakt oder Futter oder Ablenkung, reduziert sich die Angst, weil das zwei getrennt voneinander arbeitende Emotionen im Gehirn sind.

      @Simo: Angst ist eine Emotion, kein Verhalten. Und schon alleine durch das herumlaufen findet ein Verstärkungsprozess statt, denn das Herumlaufen lindert die Angstvorgänge im Körper = negativ verstärkt durch Reduzierung der Angst.

      Wenn Du jedoch durch Gegenkonditionierung ein anderes Verhalten trainieren kannst, dass auf gleiche Weise zur Angstreduzierung führt, kannst Du das herumlaufen, etc. umlenken.
      Hallo Sabine,

      danke für die Ausführungen.

      Bezüglich Silvester kann ich aus eigener Erfahrung mit meinen Ziegen sagen, dass die heftigen Zischlaute für die Ziegen das Allerschlimmste sind. Ich denke, das liegt in der Natur der Sache, weil Ziegen sich ja auch mit Zischlauten ( klingt irgendwie wie Niesen) vor Gefahren warnen.

      Um nochmals auf Simos Zwerge zurückzukommen, falls der Wind/ Sturm ähnlich zischt, wird es dann wahrscheinlich wegen der angeborenen Verhaltensweise: Zischlaute= Gefahr= Fluchtreflex doch recht langwierig, dieses Verhalten 'umzupolen'. Ich wünsche Simo viel Erfolg dabei.

      Ein spannendes Thema!

      Lg Elli
    • oh Elli, das befürchte ich auch :wacko:
      Aber heute ist es windstill, die Sonne scheint, Amy und die anderen hopsen vergnügt rum. Also: alles wieder gut im Moment. Ob die Desensibilisierung funktioniert, wird die Zeit zeigen. Bis dahin genießen wir die gute Stimmung :D

      Sonnige Grüße von der Simo