Lämmerlähme? 10 Tage altes Bocklamm kommt nicht auf die Beine

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    • Da bin ich auch ganz bei Toshi und setze sogar noch einen drauf ( speziell für Kastraten-Halter und auch Schmuse-Großziegen-Halter, die hier mitlesen und lernen möchten)

      Auch Großziegen, die keinerlei Leistung erbringen müssen ( Ja! Die gibts auch! ^^ ) sollten Kraftfutter meiden. Das spart den Geldbeutel und tut der Ziegen-Gesundheit gut.

      Liebe Grüße!

      Elli
    • ElliBesch schrieb:

      speziell für Kastraten-Halter
      Packziegen sind vielleicht noch die Ausnahme, zumindest vor der Kastration kann ich mir da schon vorstellen dass man nachhelfen muss um auf eine akzeptable Endgröße zu kommen. Speziell im ersten Herbst des Lebens braucht es bei Böcken schon das ein oder andere Schäufchen phosphorarmes Zusatzfutter um keinen Wachstumsknick zu erleiden. Die Burschen vergessen da ganz schnell dass es Wichtigeres gibt als die Fortpflanzung.
      Being a vegan is a missed steak
    • Bei Packziegen spielt Endmaß tatsächlich eine Rolle. Aber warum Du ein phosphorarmes Kraftfutter (somit Calciumlastig) empfiehlst, wenn bei den Katraten konstant auf ein Ca:P-Verhältnis von 2:1 geachtet werden soll, das kann ICH nicht nachvollziehen.

      Ziegen ohne Leistung: hängt ganz massiv, so nach langen Jahren mit Ziegen in Landschaftspflege und Packeinsatz erfahren, von der individuellen Ziege und deren Vorfahren ab.

      Sind das Ziegen gewesen, die über mehrere Generationen hinweg mehr auf Genügsamkeit und "Leben vom Land" selektiert wurden, ist das ok. Sind allerdings milchleistungsgeprägte Tiere unter den Vorfahren und so gut wie keine Fleischziegen-Gene zu finden, wird das schon kniffeliger. Mag die ersten, bis ca. 6-7 Jahre gehen, aber, je älter sie werden und noch in der Landschaftspflege unterwegs oder im Packeinsatz sind, umso mehr muss man individuell eine Beifütterung überdenken.

      Ich finde es übrigens bezeichnend, wie hier aus einem Ratschlag für Lämmer, die in der Entwicklung hinterher hinken, eine Verallgemeinerung für das Beifüttern von allen Lämmern/Ziegen gemacht wird.............
      Sabine M.H.
      working-goats.de Pack- und Fahrziegen
    • sanhestar schrieb:

      da es sich um Zwergziegen handelt, nur geringe Mengen.

      Ab dem 3. Monat, wäre mein Ansatz, und dann dosiert etwas Quetschhafer. Vielleicht 1 Handvoll/Tag/Tier. Beobachten. Wenn sie z.B. schon alleine mit Frühjahrsgrünfutter gut wachsen, dann GARNICHT beifüttern.
      da ja die gesamte Antwort nicht beachtet wird, nochmal und mit Hervorhebungen, die ich gleich beim Schreiben hätte setzen sollen.
      Sabine M.H.
      working-goats.de Pack- und Fahrziegen
    • Liebe Sabine, vielleicht sollten wir einmal das Wort Beifütterung genauer erklären.

      Was verstehst Du darunter? Quetschhafer, Heu oder Kraftfutter im Allgemeinen.

      Die Begriffe "Beifüttern" und "Beifutter" kommen hier ziemlich häufig vor. Das verwirrt ( zumindest mich) wahrscheinlich.

      Sicher, hier in diesem Fall handelt es sich um ein etwas zurückgebliebenes Zwergzieglein ( da wären vielleicht auch mal Fotos von der Themenstarterin sinnvoll) aber da das Ziegenleid meistens durch Überfütterung entsteht, wie in diversen Fällen hier im Forum nachzulesen ist, kann auch schon bei Zwergen der gut gemeinte Quetschhafer irgendwann zuviel werden...

      Im Übrigen möchte Dir hier niemand in die Parade fahren- diskutieren darf man aber doch über Ungereimtheiten?

      Und noch eine kleine Randbemerkung: Ich glaube, nur ein sehr geringer Prozentsatz dieses Forums betreibt das bestimmt sehr interessante Hobby "Packziegen" oder macht richtige Landschaftspflege mit seinen Tierchen. Die meisten der Ziegen werden wahrscheinlich am Haus und/ oder auf ein paar Weiden( wenn sie Glück haben) leben und wahrscheinlich nicht wirklich nur vom Frühjahrsgrünfutter leben können, da die meisten kleinen Parzellen wohl eher kontaminiert sind...

      Heu ad libitum finde ich zum Beispiel richtig gut. Plus viel Auslauf, diverse Zweige, Kräuter auf den Weiden im Sommer..Was hältst Du davon? Meine eine Zwergin ist auch ohne Getreide meist ein kleines Tönnchen... :-o
      Liebe Grüße

      Elli
    • sanhestar schrieb:

      Bei Packziegen spielt Endmaß tatsächlich eine Rolle. Aber warum Du ein phosphorarmes Kraftfutter (somit Calciumlastig) empfiehlst, wenn bei den Katraten konstant auf ein Ca:P-Verhältnis von 2:1 geachtet werden soll, das kann ICH nicht nachvollziehen.
      1. sollte das Verhältnis 3:1 sein - also möglichst weit - am einfachsten zu erreichen wenn möglichst wenig Phosphor vorhanden ist. Das Verhältnis von 2:1 gilt für weibliche Tiere, bei Kastraten ist besser noch größer bzw. die Menge beider Komponenten noch kleiner.

      2. habe ich diese Verhältnis im Zusammenhang mit der Kastration absichtlich unterschalgen.
      Einfacher Grund: sobald Getreide verfüttert wird schießt der Phosphorgehalt in die Höhe, Hafer hat beispielsweiße ein Verhältnis Ca 1:10 Ph. Abgesehen davon, dass man hier ohne Mineralstoffmischung kaum in den grünen Bereich kommt (Luzerneheu wäre eine Alternative, hier beißt sich die Katze wegen dem hohen Eiweißgehalt aber selbst in den Schanz), neigen männliche Ziegen und Schafe (wie auch Menschen) auch bei hoher Calciumaufnahme zu Steinansammlungen.
      Being a vegan is a missed steak
    • unter Beifütterung im Sinne dieses (!) Threads verstehe ich das unterstützende zufüttern von Futtermitteln, die über die Grundnahrung = Weide, Zweige, Laub, Rinde, Kräuter, Salz, Mineralien, ggfs. Heu und Stroh hinausgehen und die den Zweck haben, dem Tier eine grössere Menge an entweder Eiweiß oder Energie zur Förderung von gehemmtem Wachstum aufgrund von Nährstoffmangel in den ersten Lebenswochen zur Verfügung zu stellen.

      Hierbei sollte in Betracht gezogen werden, was explizit fehlt und in welchen Mengen dies beigefüttert werden kann/sollte unter Berücksichtigung der physiologischen Bedürfnisse von Ziegen, Zwergziegen und deren Lämmern in verschiedenen Entwicklungsstadien. Ausserdem muss definiert werden, was mit der Beifütterung erreicht werden soll: Aufholen des Defizites gegenüber gleichalten Lämmern (und dann beenden der Unterstützung); schnelleres Erreichen der Zucht- oder Schlachtreife, Ausgleich konkreter Mangelzustände.

      Heu ad lib kann z.B. auch schon problematisch werden, wie Du ja an einer Deiner Ziegen siehst, wenn es sich um Heu handelt, das aufgrund von Bodenbeschaffenheit, Düngung oder Pflanzenverteilung (hoch zuckerhaltige Gräser aus dem Rinderbereich) der Wiesen und/oder des Schnittzeitpunktes für Ziegen zuviel Eiweiß und/oder Energie enthält. Das gleiche gilt für zu fette Wiesen.

      Die "ideale" Ziegenweide gibt es in Deutschland nur in wenigen Regionen und selbst da muss man oft Abstriche in punkto Vielfalt machen bzw. substituieren. Aber das ist nicht Thema dieses Threads und wurde in verschiedensten Themen über die Jahre meiner Meinung nach erschöpfend diskutiert.
      Sabine M.H.
      working-goats.de Pack- und Fahrziegen
    • Toshihikokoga schrieb:

      sanhestar schrieb:

      Bei Packziegen spielt Endmaß tatsächlich eine Rolle. Aber warum Du ein phosphorarmes Kraftfutter (somit Calciumlastig) empfiehlst, wenn bei den Katraten konstant auf ein Ca:P-Verhältnis von 2:1 geachtet werden soll, das kann ICH nicht nachvollziehen.
      1. sollte das Verhältnis 3:1 sein - also möglichst weit - am einfachsten zu erreichen wenn möglichst wenig Phosphor vorhanden ist. Das Verhältnis von 2:1 gilt für weibliche Tiere, bei Kastraten ist besser noch größer bzw. die Menge beider Komponenten noch kleiner.
      2. habe ich diese Verhältnis im Zusammenhang mit der Kastration absichtlich unterschalgen.
      Einfacher Grund: sobald Getreide verfüttert wird schießt der Phosphorgehalt in die Höhe, Hafer hat beispielsweiße ein Verhältnis Ca 1:10 Ph. Abgesehen davon, dass man hier ohne Mineralstoffmischung kaum in den grünen Bereich kommt (Luzerneheu wäre eine Alternative, hier beißt sich die Katze wegen dem hohen Eiweißgehalt aber selbst in den Schanz), neigen männliche Ziegen und Schafe (wie auch Menschen) auch bei hoher Calciumaufnahme zu Steinansammlungen.
      Ein Ca:P-Verhältnis von mehr als 2:1 kann für einen Kastraten mit entsprechender Veranlagung bereits ein Risikofaktor sein. Wobei das Verhältnis allein betrachtet nicht ausreicht. Ein entsprechend hoher Ca und P-Gehalt, der zwar diesem Verhältnis entspricht, aber trotzdem den Gesamtbedarf an Ca deutlich übersteigt, sorgt wiederum für ein erhöhtes Harnsteinrisiko, was Du ja selbst bestätigst. Daher ist Dein genanntes Verhältnis von 3 Teilen Ca auf 1 Teil P nicht logisch.
      Sabine M.H.
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    • sanhestar schrieb:

      Ein Ca:P-Verhältnis von mehr als 2:1 kann für einen Kastraten mit entsprechender Veranlagung bereits ein Risikofaktor sein.
      Von welcher Veranlagung sprechen wir hier? Osteoporose? Damit wäre er wohl ohnehin nicht geeignet. Für mich würde definitiv die Angst für Steinen überwiegen, weil man die Bildung dieser leider meist zu spät bemerkt.
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    • sanhestar schrieb:

      unter Beifütterung im Sinne dieses (!) Threads verstehe ich das unterstützende zufüttern von Futtermitteln, die über die Grundnahrung = Weide, Zweige, Laub, Rinde, Kräuter, Salz, Mineralien, ggfs. Heu und Stroh hinausgehen und die den Zweck haben, dem Tier eine grössere Menge an entweder Eiweiß oder Energie zur Förderung von gehemmtem Wachstum aufgrund von Nährstoffmangel in den ersten Lebenswochen zur Verfügung zu stellen.

      Ich dachte immer, in den ersten Lebenswochen sei Muttermilch das Allerbeste.


      Hierbei sollte in Betracht gezogen werden, was explizit fehlt und in welchen Mengen dies beigefüttert werden kann/sollte unter Berücksichtigung der physiologischen Bedürfnisse von Ziegen, Zwergziegen und deren Lämmern in verschiedenen Entwicklungsstadien.

      Gegenfrage: Wer von den 'normalen Ziegenhaltern' macht regelmäßige (Blut?)-Untersuchungen um den Mineralstoffhaushalt seiner Ziegen wirklich zu wissen? Seien wir doch mal ehrlich, dies wird doch erst bei Krankheitssymptomen in Erwägung gezogen- wenn überhaupt.


      Ausserdem muss definiert werden, was mit der Beifütterung erreicht werden soll: Aufholen des Defizites gegenüber gleichalten Lämmern (und dann beenden der Unterstützung); schnelleres Erreichen der Zucht- oder Schlachtreife, Ausgleich konkreter Mangelzustände.

      Vielleicht sollte man aber auch mal einfach Natur Natur sein lassen. Ein bissel helfen-gerne.Selbst wenn das Ziegenkitz dieses threads ein Leben lang etwas kleiner bleiben wird, dennoch wahrscheinlich eine gute Lebensqualität hat und vielleicht nur aus Menschensicht ein 'Kümmerling' ist- wen störts? Will die Themenstarterin überhaupt in eine professionelle Ziegenvermehrung/Zucht einsteigen?


      Heu ad lib kann z.B. auch schon problematisch werden, wie Du ja an einer Deiner Ziegen siehst, wenn es sich um Heu handelt, das aufgrund von Bodenbeschaffenheit, Düngung oder Pflanzenverteilung (hoch zuckerhaltige Gräser aus dem Rinderbereich) der Wiesen und/oder des Schnittzeitpunktes für Ziegen zuviel Eiweiß und/oder Energie enthält. Das gleiche gilt für zu fette Wiesen.

      Ja, dennoch finde ich dies gut. Zeigt es mir doch, dass nur Zwergziegen zu diesem Pummeldasein neigen, die Großziegen und Mixe haben durchs Heu ad libitum keinerlei Nachteile. Daher sollte gerade reinen Zwergziegenhaltern immer und immer wieder die Gefahr der schnellen Überfütterung nahegebracht werden. Im Übrigen hat mein Heulieferant nur Pferde. Ich glaube, das ist dann nicht so schlimm, oder?


      Die "ideale" Ziegenweide gibt es in Deutschland nur in wenigen Regionen und selbst da muss man oft Abstriche in punkto Vielfalt machen bzw. substituieren. Aber das ist nicht Thema dieses Threads und wurde in verschiedensten Themen über die Jahre meiner Meinung nach erschöpfend diskutiert.

      Dieses Thema wird immer wieder hochkommen und das ist auch gut so. Es fangen ja immer wieder Neue hier an und die wenigsten durchkämmen die einzelnen Themen. Das ist menschlich nachvollziehbar.

      sanhestar schrieb:

      einer Veranlagung zur Bildung von Calciumoxalatsteinen, was vererbt sein kann.
      Hatten wir dies Thema nicht mal vor Jahren? Gibt es wirklich Gene für diese Veranlagung? Da grübel ich jetzt ein wenig...


      Liebe Grüße Elli :)
    • sanhestar schrieb:

      Veranlagung zur Bildung von Calciumoxalatsteinen, was vererbt sein kann.
      Wer vererbt die Oxalat-Stein-Veranlagung per welches Gen, die Mutter oder der Vater?
      Falls der Vater: hat er jeweils gedeckt, wurde dann kastriert und hat die Veranlagung ausgelebt durch Bildung von Oxalaltsteinen?
      Oder waren es Struvitsteine oder wurde gar nicht untersucht?
      Über wieviel Generationen wurde dies verfolgt? Rückwärts oder vorwärts und wie ermittelt, falls rückwärts?
      Falls vorwärts, wie ist es tierethisch zu vertreten, Tiere mit dieser Veranlagung offensichtlich fehlzufüttern und sich vermehren zu lassen?
      Wie wurde sichergestellt, daß die Fütterung immer die gleiche war, um zuverlässige Aussagen treffen zu können, wo doch schon Heu von Jahr zu Jahr differiert?
      Wo findet man belastbare wissenschaftliche Angaben darüber?

      Mir ist lediglich bekannt, daß in Zeiten, als noch nicht futtermittelindustriell beigefüttert, zugefüttert wurde, Steine so gut wie nie vorkamen (für Katzen gilt dasselbe).

      sanhestar schrieb:

      Sind das Ziegen gewesen, die über mehrere Generationen hinweg mehr auf Genügsamkeit und "Leben vom Land" selektiert wurden, ist das ok. Sind allerdings milchleistungsgeprägte Tiere unter den Vorfahren und so gut wie keine Fleischziegen-Gene zu finden, wird das schon kniffeliger.
      Diese generationsüberblickenden Genetik-Laien und Selektierer (vielleicht vom Typ Tamme Hanken: einmal hingucken und die Genanalyse ist fertig) sind mir nie begegnet, die Diskussion wäre interessant gewesen. Ich hätte gerne gekniffelt.
      _______________
    • sanhestar schrieb:



      Ziegen ohne Leistung: hängt ganz massiv, so nach langen Jahren mit Ziegen in Landschaftspflege und Packeinsatz erfahren, von der individuellen Ziege und deren Vorfahren ab.

      Sind das Ziegen gewesen, die über mehrere Generationen hinweg mehr auf Genügsamkeit und "Leben vom Land" selektiert wurden, ist das ok. Sind allerdings milchleistungsgeprägte Tiere unter den Vorfahren und so gut wie keine Fleischziegen-Gene zu finden, wird das schon kniffeliger. Mag die ersten, bis ca. 6-7 Jahre gehen, aber, je älter sie werden und noch in der Landschaftspflege unterwegs oder im Packeinsatz sind, umso mehr muss man individuell eine Beifütterung überdenken.
      Sorry Sabine, darüber stolpere ich aber auch ein wenig. Wer von den normalen, einfachen Hobbyhaltern kann ganze Ziegenlinien (Ziegengenerationen) zurückverfolgen? Wie soll das gehen? Viele haben doch auch Mix-Tiere...

      Das ist ein hehres Ziel aber praktisch kaum durchführbar. Und nochmals: Die wenigsten unter uns haben Landschaftspflegetiere oder Packziegen. Sei darüber nicht traurig. Und klar, Tiere, die Leistung bringen müssen, sollten auch genügend verpflegt werden... Da bin ich ganz bei Dir.
    • zu viele Beiträge, um einzeln zu zitieren:

      ElliBesch: Muttermilch in den ersten Lebenswochen: bitte nochmal meinen Beitrag lesen, es geht um MÄNGEL/Defizite, die in den ersten Lebenswochen entstanden sind, weil NiCHT GENUG Muttermilch zur Verfügung stand.

      Ziegengenerationen: nun, man kann bei Kauf fragen, was da an Rassen mitgespielt hat, woher die Elterntiere stammten, ob von deren Eltern was bekannt ist. Dann kann man sich Rassen anschauen und einen "educated guess" machen und bei z.B. WDE eine intensivere Selektion auf Milchleistung annehmen, als z.B. bei einer TWZ (wobei das mittlerweile sich auch verändert, wie ich erst vor kurzem gesehen habe). Fragen, ob Buren- oder Anglo-Nubier eingekreutzt wurden, wenn man es nicht bereits aufgrund von Ohrenstellung,- haltung, sonstigen rassetypischen Merkmalen erkennen kann.

      Piroschka: eine intensive Studie wurde bislang nirgends finanziert, da kein Interesse an diesen Zusammenhängen in der Ziegenhaltung gibt. Was existiert sind Erfahrungsberichte von Haltern und Züchtern, die solche Tendenzen in Linien festgestellt haben. In USA wurde da vor ca. 10 Jahren an ein paar Universitäten mal ansatzweise eine Datenerhebung gemacht, aber auch da fehlten Fördergelder.

      Ansonsten kann ich an Frau Dr. Schwarz, ehemals an der Vet.Uni Giessen tätig (weiss nicht, wo sie jetzt in D praktiziert) verweisen, die wohl eine umfangreiche Erfassung von Ziegenböcken und -kastraten mit Harnsteinen hatte im Rahmen einer Studie, die sie zu diesem Thema führte (ich habe seinerzeit hier im Forum darauf verwiesen). Mit ihr hatte ich mich damals auch über die genetischen Komponenten unterhalten und sie sagte mir, dass für solch intensive Studien, zu versuchen, das/die verantwortlichen Gen(e) zu finden, keine Gelder gefunden werden könnten, da Ziegen keinen grossen wirtschaftlichen Nutzen haben.

      Und ja, solche Tiere sollten nicht in der Zucht bleiben. Aber das Problem, wie bei vielen erblichen Belastungen, ist, dass, sowohl Umweltfaktoren mit hinein spielen und sich z.B. eine Harnsteinbildung erst nach mehreren Jahren zeigt, in denen ein Bock eine ganze Reihe von Nachfahren gezeugt hat.

      Du darfst da gerne weiter drauf rumkloppen, aber dann mach' das bitte auch in allen anderen Bereichen der Tierzucht, wo mit Elterntieren über Jahre gezüchtet wird, bis sich in manchen Nachkommen vererbte Probleme zeigen.

      Kein Harnsteinbildung vor Einführung von Industriefutter? Wie weit willst Du da zurückgehen? Vorkriegszeit? Welcher Weltkrieg? I oder II? Noch weiter zurück? Als Ziegen z.B. Zeitungspapier zu fressen bekamen oder entlang von Bahndämmen gepflockt wurden? Als man Ziegen schlachtete, wenn sie anfingen, zu "muckern" und nicht nachgeschaut hat, warum, sondern froh war, dass man das Tier noch nutzen konnte?
      Sabine M.H.
      working-goats.de Pack- und Fahrziegen
    • sanhestar schrieb:

      ...keine Gelder gefunden werden könnten, da Ziegen keinen grossen wirtschaftlichen Nutzen haben.
      Das gilt nur für männliche Tiere. Diese werden aber nur im ersten Lebensjahr verwöhnt und müssen dann zusehen dass sie mit Grundfutter über die Runden kommen - sofern sie nicht schon vorher Steine gebildet haben. Bockzüchter wissen über diese Problematik aber meist bescheid und demensprechend gering sind auch die Ausfälle.
      Dazu muss man aber auch sagen, dass in wirtschaftlich betriebenen Ziegenbeständen durchaus der Fokus auf frohwüchsigen Tieren liegt welche sich auch ohne intensive Mast gut entwickeln. Wer liefert schon den größten in der Runde an den Metzger und behält sich einen Kümmerling?

      Die Probleme treten im intensiven Bereich eher in der Mastlämmerproduktion (Schafe) auf, bei Ziegen würde ich sogar riskieren zu behaupten, dass gerettete Bockkitze aus Milchbetrieben am gefährtesten sind, welchen es am neuen Lebensplatz an nichts (außer dem Inhalt von Hodensack) fehlen soll. :/


      sanhestar schrieb:

      ElliBesch: Muttermilch in den ersten Lebenswochen: bitte nochmal meinen Beitrag lesen, es geht um MÄNGEL/Defizite, die in den ersten Lebenswochen entstanden sind, weil NiCHT GENUG Muttermilch zur Verfügung stand.
      Das hatte ich auch gleich so verstanden, habe jedoch drauf gewartet dass du es gegenüber Elli selbst richtigstellst. :thumbup:
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    • Toshihikokoga schrieb:


      Die Probleme treten im intensiven Bereich eher in der Mastlämmerproduktion (Schafe) auf, bei Ziegen würde ich sogar riskieren zu behaupten, dass gerettete Bockkitze aus Milchbetrieben am gefährtesten sind, welchen es am neuen Lebensplatz an nichts (außer dem Inhalt von Hodensack) fehlen soll. :/
      da es sich hier oft um früh kastrierte Böcke handelt oder eine Empfehlung für frühe Kastration ausgesprochen wird, ist das durchaus möglich.
      Sabine M.H.
      working-goats.de Pack- und Fahrziegen
    • sanhestar schrieb:

      da es sich um Zwergziegen handelt, nur geringe Mengen.

      Ab dem 3. Monat, wäre mein Ansatz, und dann dosiert etwas Quetschhafer. Vielleicht 1 Handvoll/Tag/Tier. Beobachten. Wenn sie z.B. schon alleine mit Frühjahrsgrünfutter gut wachsen, dann garnicht beifüttern.


      Toshihikokoga schrieb:

      zu viele Beiträge, um einzeln zu zitieren:

      ElliBesch: Muttermilch in den ersten Lebenswochen: bitte nochmal meinen Beitrag lesen, es geht um MÄNGEL/Defizite, die in den ersten Lebenswochen entstanden sind, weil NiCHT GENUG Muttermilch zur Verfügung stand.


      Toshihikokoga schrieb:

      sanhestar schrieb:

      ElliBesch: Muttermilch in den ersten Lebenswochen: bitte nochmal meinen Beitrag lesen, es geht um MÄNGEL/Defizite, die in den ersten Lebenswochen entstanden sind, weil NiCHT GENUG Muttermilch zur Verfügung stand.
      Das hatte ich auch gleich so verstanden, habe jedoch drauf gewartet dass du es gegenüber Elli selbst richtigstellst. :thumbup:
      Ja Ihr Lieben, das hatte ich schon richtig verstanden. Mich stört etwas der "Zeiten-Sprung"...


      Hier geht es um ein 10 Tage altes Böckchen. Sabine, Dein jetzt leider hier ganz oben eingefügtes Zitat bezieht sich auf das Beifüttern für ein Alter ab 3 Monaten. Was soll denn nun die Themenstarterin in der Zwischenzeit beifüttern?

      Quetschhafer? Geht das bei dem empfindlichen Bäuchlein?


      LG Elli
    • sanhestar schrieb:

      Ansonsten kann ich an Frau Dr. Schwarz, ehemals an der Vet.Uni Giessen tätig (weiss nicht, wo sie jetzt in D praktiziert) verweisen, die wohl eine umfangreiche Erfassung von Ziegenböcken und -kastraten mit Harnsteinen hatte im Rahmen einer Studie, die sie zu diesem Thema führte (ich habe seinerzeit hier im Forum darauf verwiesen). Mit ihr hatte ich mich damals auch über die genetischen Komponenten unterhalten und sie sagte mir, dass für solch intensive Studien, zu versuchen, das/die verantwortlichen Gen(e) zu finden, keine Gelder gefunden werden könnten, da Ziegen keinen grossen wirtschaftlichen Nutzen haben.
      Selbstverständlich haben wir das damals verfolgt.

      Diese Ausführungen zeigen, wie berechtigt meine weiter oben entwickelten Vorbehalte, Zweifel, innerliches Kopfschûtteln waren.
      Es ist meines Erachtens auch nicht beweisbar, dafür reicht - folgt man meinen Fragen - der gesunde Menschenverstand, der manchen Wissenschaftlern leider abgeht.
      Das erinnert mich an die Leute (teils auch Wissenschaftler), die glauben, Schafsbocklinien vermehren zu können, die erhöhte Resistenz gegen Wurmbefall vererben. Warum Böcke? Weil man dann gleich viele Nachkommen hätte, an die diese Eigenschaft weitergegeben würde. Jedoch schon im Ansatz gedanklich nichtig.

      Für die Jagd auf den Schiegennachweis gibt es ja auch kein Geld - außer von mir.
      _______________
    • ElliBesch schrieb:

      sanhestar schrieb:

      da es sich um Zwergziegen handelt, nur geringe Mengen.

      Ab dem 3. Monat, wäre mein Ansatz, und dann dosiert etwas Quetschhafer. Vielleicht 1 Handvoll/Tag/Tier. Beobachten. Wenn sie z.B. schon alleine mit Frühjahrsgrünfutter gut wachsen, dann garnicht beifüttern.

      Toshihikokoga schrieb:

      zu viele Beiträge, um einzeln zu zitieren:

      ElliBesch: Muttermilch in den ersten Lebenswochen: bitte nochmal meinen Beitrag lesen, es geht um MÄNGEL/Defizite, die in den ersten Lebenswochen entstanden sind, weil NiCHT GENUG Muttermilch zur Verfügung stand.


      Toshihikokoga schrieb:

      sanhestar schrieb:

      ElliBesch: Muttermilch in den ersten Lebenswochen: bitte nochmal meinen Beitrag lesen, es geht um MÄNGEL/Defizite, die in den ersten Lebenswochen entstanden sind, weil NiCHT GENUG Muttermilch zur Verfügung stand.
      Das hatte ich auch gleich so verstanden, habe jedoch drauf gewartet dass du es gegenüber Elli selbst richtigstellst. :thumbup:
      Ja Ihr Lieben, das hatte ich schon richtig verstanden. Mich stört etwas der "Zeiten-Sprung"...

      Hier geht es um ein 10 Tage altes Böckchen. Sabine, Dein jetzt leider hier ganz oben eingefügtes Zitat bezieht sich auf das Beifüttern für ein Alter ab 3 Monaten. Was soll denn nun die Themenstarterin in der Zwischenzeit beifüttern?

      Quetschhafer? Geht das bei dem empfindlichen Bäuchlein?


      LG Elli


      und genau DAS hatte ich als meinen Ansatz zum Zufüttern bei diesen Drillingen beschrieben. Es ging ja auch darum, ob dieses, etwas über zwei Woche alte Lamm noch an die Flasche gewöhnt werden kann und das halte ich für zu schwierig und hatte deswegen das spätere Zufüttern vorgeschlagen, wenn weiterhin nötig. Denn der Stress jetzt durch das Zwangsfüttern ist auch nicht gut, birgt Risiken für das spätere Verhältnis zu Menschen und gesundheitliche Risiken durch Verschlucken, usw.

      Dann wolltest Du wissen, was Du unter "Beifütterung" zu verstehen hast und das habe ich erläutert.
      Sabine M.H.
      working-goats.de Pack- und Fahrziegen
    • Schlimm, einfach schlimm. ;(

      Ihr macht einen wahnsinnig. dieses ständige herrumreiten und besser wissen.

      Merkt ihrs noch, alles wird zerpflückt und zum Schluß geht es gar nicht mehr um das Thema.
      Nur noch ums Recht haben.

      Das ist nicht nur hier so, auch in anderen Beiträgen.
      Sage niemals nie!