Winterfütterung

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    • Winterfütterung

      Moin!



      Und schon wieder ich...Ich hoffe das ist der richtige Forenbereich :saint:


      Mir geht es um die Winterfütterung.

      Erstmal: Vielen Dank für den Tip mit den Brennnesseln, angewelkt finden meine Jungs die sonst so von mir gehassten Pflanzen super Spitze und eine große Ladung davon gibt es ein mal täglich (morgens oder am Tag davor geerntet, am Abend gefüttert).

      Wir lassen hier im allgemeinen (auch für Insekten, Vögel, Bienen ect.) hier viel wachsen. Lediglich der Rasen wird gemäht. Sonst darf hier alles wuchern, auch auf der Auffahrt das Unkraut. Das hat aber wohl eher was mit Faulheit zu tun *oops*

      Jedenfalls gibt es hier unmnengen an Brennnesseln. Nun habe ich ja eine Verwendung dafür.

      Ich möchte wissen wie ich am besten für die Winterfütterung vorgehe und wann ich wie etwas dafür vorbereite.
      Soooviel haben wir auf unserem Grund und Boden nicht, aber für Sommer und Winterfütterung sollte es ausreichen, wenn es dann auch mal eine Ruhephase für die Pflanzen gibt.
      In dieser Phase (Winter und Frühjahr) möchte ich die Pflanzen schonen und vorbereitetes Futter verfüttern.


      Wie kann das aussehen? Viel Platz um Futter zu lagern haben wir im Moment nicht. Da ich die Gänse aber umstallen möchte, hätte ich bis Herbst einen ca. 10 qm großen Stall für Stroh, Heu und sonstiges Futter zum lagern...

      1. Kann ich Brennnesseln in großen Massen trocknen und im Winter dazu füttern? Wie gehe ich da am besten vor? Ich habe noch nie drauf geachtet wie lange dieses Kraut wächst, ist das ernten im Herbst noch möglich? Und reicht es dann wenn ich es auf dem Stallboden zum trocknen verteile oder muss es in der Sonne liegen? Und dürfen sie davon so viel wie sie möchten?

      2. Ist das auch mit anderen, ähnlichen Pflanzen möglich? Schilf zum Beispiel? Wir haben Gräben voll damit.

      3. Wie sieht es mit Kastanie, Weide und Linde aus? Wenn ein Ästchen herunter fiel und vor sich hintrocknete, haben sie es auch gern gefressen. Ist das auch eine Möglichkeit für die Winterfütterung?


      Wichige Frage wäre halt, wie man da am besten vorgeht. Ob das alles in der Sonne bruzeln muss, oder ob es genügt wenn es auf einem Steinboden (schattig) vor sich hin welkt und austrocknet.


      Ich möchte den beiden im Winter so viel Abwechslung wie möglich bieten und so viel sammeln, dass es reicht, bis die Pflanzen wieder gut gewachsen sind. Geht im Frühjahr ja fix.
      Die beiden kleinen Weidebüsche sind auch schon recht groß. Da kann ich, bevor die Blätter sich verabschieden, ein mal alles ratzekurz schneiden und beiseite legen. Auch wegen der Rinde.


      Freue mich auf Antworten!

      Grüßle,
      Zuckerziege
    • Hallo Zuckerziege,

      wow, Du möchtest es den beiden ja richtig gut gehen lassen!

      Ich füttere im Winter nur Unmengen an Tannen, Fichten, Kiefern, Zedern Zweigen-Ästen und ganzen Bäumen :rolleyes: und selbstverständlich ganz viel Heu. Damit kommen wir alle sehr gut durch den Winter.

      Aus Zeitmangel mache ich mir im Sommer und Herbst nicht die Mühe, gesammelte Werke anzubieten. Aber es gibt Forianer, die ziehen im Herbst an trockenen Tagen los und sammeln Blätter von Laubbäumen ( Ahorn, Obstbäume etc..) und lagern diese trocken und luftig. Als Leckerchen für die Winterzeit der Burner...

      Lg Elli
    • Zuckerziege schrieb:


      Viel Platz um Futter zu lagern haben wir im Moment nicht. Da ich die Gänse aber umstallen möchte, hätte ich bis Herbst einen ca. 10 qm großen Stall für Stroh, Heu und sonstiges Futter zum lagern...

      Ich weiß jetzt nicht wie viele und welche Ziegen, man kann aber für den Winter (ca. 6 Monate) pro großer Ziege mit 2kg Heu pro Tag rechnen. Das wäre (je nach Größe/Gewicht) ungefähr 1-2 Kleinballen pro Woche. Bei Zwergen wird es ungefähr die Hälfte sein. Auf 10qm mit 2,5x5m kannst du ungefähr 16 Ballen ebenerdig und je nach Raumhöhe 5-6 hoch lagern (und kannst dich im Raum dann trotzdem noch bewegen ;) ). Das wären ca. 600-1200kg und somit für 2-4 Große oder 4-8 Zwerge ein durchschnittlichen Wintergrundfuttervorrat.



      1. Kann ich Brennnesseln in großen Massen trocknen und im Winter dazu füttern? Wie gehe ich da am besten vor? Ich habe noch nie drauf geachtet wie lange dieses Kraut wächst, ist das ernten im Herbst noch möglich? Und reicht es dann wenn ich es auf dem Stallboden zum trocknen verteile oder muss es in der Sonne liegen? Und dürfen sie davon so viel wie sie möchten?

      Du könntest du die Brennnessel (oder diverse andere geniesbare Kräueter, Sträucher oder Zweige) zu Büschel binden und in den ansonsten eintönigen Winterspeiseplan einbinden.
      Wie das aussieht kannst du einfach unter "Brennnessel trocknen - Bilder" googlen.



      Pro-Tipp: Je nach Raumhöhe kannst die Büschel sogar im gleichen Raum hängen lassen wo auch das Heu lagert. Dann liegt alles was runterbröckelt nicht am Boden sondern am Heu :D



      2. Ist das auch mit anderen, ähnlichen Pflanzen möglich? Schilf zum Beispiel? Wir haben Gräben voll damit.


      Schilf wird getrocknet strohig, danke das wird eher als Einstreu taugen. Natürlich wird dran auch geknabbert werden und ist Rohfaser durchaus wertvoll (am Wertvollsten) für einen Wiederkäuer, als Alleinfutter aber eher nicht geeignet - gibt aber sicher Leute die da anderer Meinung sind.


      3. Wie sieht es mit Kastanie, Weide und Linde aus? Wenn ein Ästchen herunter fiel und vor sich hintrocknete, haben sie es auch gern gefressen. Ist das auch eine Möglichkeit für die Winterfütterung?

      Siehe Punkt 1


      Wichige Frage wäre halt, wie man da am besten vorgeht. Ob das alles in der Sonne bruzeln muss, oder ob es genügt wenn es auf einem Steinboden (schattig) vor sich hin welkt und austrocknet.

      Bei der Trocknung gilt (wie auch bei Heu) dass die Feuchtigkeit so schnell wie möglich aus den Pflanzen entweicht um den Verlust der Inhaltsstoffe (Vitamine, Nährstoffe, Eiweiß, Energie) so gering wie möglich zu halten und auch Schimmelbildung zu vermeiden. Optimal ist bei Kleinen Mengen demnach ein sonniger, trockener Platz wo auch leichter Wind von allen Seiten durchpfeift. Der Boden ist somit eher schlecht, Schatten ist vielleicht sogar besser als direkte Sonneneinstrahlung (UV-Licht und so...). Im Optimalfall also unter Dach aufhängen.
      Being a vegan is a missed steak
    • ElliBesch schrieb:

      Hallo Zuckerziege,

      wow, Du möchtest es den beiden ja richtig gut gehen lassen!

      Ich füttere im Winter nur Unmengen an Tannen, Fichten, Kiefern, Zedern Zweigen-Ästen und ganzen Bäumen :rolleyes: und selbstverständlich ganz viel Heu. Damit kommen wir alle sehr gut durch den Winter.

      Aus Zeitmangel mache ich mir im Sommer und Herbst nicht die Mühe, gesammelte Werke anzubieten. Aber es gibt Forianer, die ziehen im Herbst an trockenen Tagen los und sammeln Blätter von Laubbäumen ( Ahorn, Obstbäume etc..) und lagern diese trocken und luftig. Als Leckerchen für die Winterzeit der Burner...

      Lg Elli
      Hallo Elli!

      Klar, ich will doch das es den beiden gut geht ;)

      Leider wohnen wir ja relativ weit im Norden. Der nächste Wald dauert ne Weile mit dem Auto und da einfach was 'abernten' könnte/dürfte ich auch nicht. Und sonst gibt es hier keine "Tannenartigen" Bäume. Hier ist eher so etwas wie Weide, Linde und dergleichen vertreten.
      Ich habe im Moment eigentlich auch nicht die Zeit. Aber ich nehme sie mir vor der Arbeit so viel wie möglich zu sammeln... oder an meinem freien Tag einen Vormittag mal draußen zu verbringen und zu 'ernten'.
      Hat auch ein bisschen was von Ruhe und Natur genießen.



      Toshihikokoga schrieb:

      Zuckerziege schrieb:

      Ich weiß jetzt nicht wie viele und welche Ziegen, man kann aber für den Winter (ca. 6 Monate) pro großer Ziege mit 2kg Heu pro Tag rechnen. Das wäre (je nach Größe/Gewicht) ungefähr 1-2 Kleinballen pro Woche. Bei Zwergen wird es ungefähr die Hälfte sein. Auf 10qm mit 2,5x5m kannst du ungefähr 16 Ballen ebenerdig und je nach Raumhöhe 5-6 hoch lagern (und kannst dich im Raum dann trotzdem noch bewegen ;) ). Das wären ca. 600-1200kg und somit für 2-4 Große oder 4-8 Zwerge ein durchschnittlichen Wintergrundfuttervorrat.



      Wir haben 'nur' zwei Zwergziegenböcke. Ob sie ZZ bleiben wollen, weiß ich nicht. Der Papa war jedenfalls keine ZZ :)
      Aber Platz für Heu und Stroh habe ich so erst mal genug :)




      Du könntest du die Brennnessel (oder diverse andere geniesbare Kräueter, Sträucher oder Zweige) zu Büschel binden und in den ansonsten eintönigen Winterspeiseplan einbinden.
      Wie das aussieht kannst du einfach unter "Brennnessel trocknen - Bilder" googlen.



      Das ist gut. Werde gleich mal schauen!




      Pro-Tipp: Je nach Raumhöhe kannst die Büschel sogar im gleichen Raum hängen lassen wo auch das Heu lagert. Dann liegt alles was runterbröckelt nicht am Boden sondern am Heu :D



      Auch eine gute Idee :D



      Schilf wird getrocknet strohig, danke das wird eher als Einstreu taugen. Natürlich wird dran auch geknabbert werden und ist Rohfaser durchaus wertvoll (am Wertvollsten) für einen Wiederkäuer, als Alleinfutter aber eher nicht geeignet - gibt aber sicher Leute die da anderer Meinung sind.



      Als Alleinfutter würde ich Schilf wohl eher nicht anbieten wollen. Aber wenn sie es auch fressen, dann doch gern. Macht den Speiseplan noch abwechslungsreicher.



      Bei der Trocknung gilt (wie auch bei Heu) dass die Feuchtigkeit so schnell wie möglich aus den Pflanzen entweicht um den Verlust der Inhaltsstoffe (Vitamine, Nährstoffe, Eiweiß, Energie) so gering wie möglich zu halten und auch Schimmelbildung zu vermeiden. Optimal ist bei Kleinen Mengen demnach ein sonniger, trockener Platz wo auch leichter Wind von allen Seiten durchpfeift. Der Boden ist somit eher schlecht, Schatten ist vielleicht sogar besser als direkte Sonneneinstrahlung (UV-Licht und so...). Im Optimalfall also unter Dach aufhängen.



      Wir haben neben den Ziegen/Gänsestall auch noch einen alten Pferdestall (dient aber eher als Abstellplatz *oops* ), dort könnte ich auch genügend hinhängen und lagern.



      Vielen Dank für die Antworten, dann schaue ich mal was ich so machen kann, hauptsache die Jungs freuen sich :love:
    • Hallo Zuckerziege,
      ich habe mehrere Jahre mit dem Trocknen von Laub, Kräutern und Brennnesseln herumexperimentiert. Da sich das bei mir gut mit Ziegenspaziergängen kombinieren lässt (sie ernten ins Maul, ich ernte in den Karren), war das ein schöner Freizeitspaß für die kleine Hobbyziegnerei.

      Für "Laubheu" ist es gut, bis spätestens Ende August zu ernten, damit die Blätter noch nahrhaft sind. Ich habe die Zweige frisch im Dachboden locker über Leinen oder an Nägel gehängt, das ist bei mir immer gut getrocknet ohne Schimmel.
      Esche, Eberesche, Eiche, Haselnuss, Weide, Hundsrose/Hagebutte haben die Ziegen gerne getrocknet gefressen, auch Laub von Kirsche, Pflaume, Birne, Apfel. Da sich in den letzten Jahren die neue Erkenntnis verbreitet, dass es den Obstbäumen besser tut, sie nach der Blüte oder im Juni zu schneiden, fällt da tolles Futter ab. Ich habe aber hier im Forum gelesen, dass getrocknetes Obstlaub der Kirsche???... giftig würde...oder so. Ich weiß nicht mehr so genau, bitte recherchieren!
      Bei Weide lohnt sich der Winterschnitt der Kopfweiden, die Ziegen schälen dann die saftige Rinde ab.
      Birke, Buche, Ahorn, Kastanie, Erle getrocknet hat meinen Ziegen nicht geschmeckt.
      Hast Du hier bestimmt schon gelesen: Brombeerblätter gibts ja fast das ganze Jahr frisch.
      Wenn der Nachbar im August seine Himbeerruten abschnitt, gab es ein tagelanges Fressfest für die Ziegen (er hat uns zuliebe in Schubkarrengröße geerntet und dann erst nach zwei Tagen die nächste Fuhre gebracht) Die kannst Du bestimmt auch trocknen, ist aber ähnlich anspruchsvoll wie Brennnesseln (siehe unten).
      Ich habe auch Beifuß gesammelt, das trocknet auch ganz brav in Bündeln aufgehängt.

      Mit den Brennnesseln habe ich immer wieder mal schwere Misserfolge gehabt, bei denen die nach meinem Augenschein getrockneten und luftig aufgehängten Bündel im Winter dann ganz unscheinbar mit Schimmel überzogen waren. Sah man kaum, beim Schütteln der Bündel stieg dann aber dieser langsam fliegende Schimmelstaub auf, den ich auch von verschimmelten Heuballen kenne. Mein Komposthaufen sammt der Regenwürmer haben sich dann sehr über große Mengen Brennnesselkraut gefreut - auch ein Trost... Ich glaube, mein Hauptfehler war, zu spät im Jahr zu sammeln, ab Ende August sind in Norddeutschland auch bei sonnigem Wetter die Nächte zu feucht.

      Da meine beiden Ziegen Brennnesselblätter liiiebten, habe ich es immer wieder versucht (noch heute läuft mir beim Anblick einer saftigen Staude stellvertretend das Wasser im Munde zusammen). Meine favorisiert Vorgehensweise ist, bei heißem Sommerwetter die geernteten Nesseln ein paar Tage auf einer abgeernteten Heuwiese oder noch besser Stoppelacker (Belüftung von unten) auszubreiten, oder auch auf Gittern, provisorische Roste mit Latten. Im Hochsommer getrocknet bleibt es auch schimmelfrei.
      Im September/Oktober kannst Du nur die Samenstände ernten (manche Brennnesselsorten haben so ganz dicke) und im Haus trocknen, dann die Brennnesselnüsschen rausschütteln. Die sind auch für Menschen lecker und säääähr gesund. Die Ziegen fressen die Samenstände natürlich auch im Ganzen.

      Grüße von AL
    • Anfangs sind mir die Brennesseln auch verschimmelt. Jetzt mache ich es anders: Wenn die Bündel trocken scheinen, lasse ich sie noch weitere 1-2 Tage draußen und dann kommen die getrockneten Brennesseln ins Heulager auf die Heuballen und obendrauf kommt noch eine Lage Heuballen.
      **********

      Fleisch, das; -es, -; 1.Leichenteil(e) eines getöteten Tieres, das leben wollte


      Warum vegan? - - -Carne vale
    • Neu

      Almdudler schrieb:

      Hallo Zuckerziege,
      ich habe mehrere Jahre mit dem Trocknen von Laub, Kräutern und Brennnesseln herumexperimentiert. Da sich das bei mir gut mit Ziegenspaziergängen kombinieren lässt (sie ernten ins Maul, ich ernte in den Karren), war das ein schöner Freizeitspaß für die kleine Hobbyziegnerei.

      Für "Laubheu" ist es gut, bis spätestens Ende August zu ernten, damit die Blätter noch nahrhaft sind. Ich habe die Zweige frisch im Dachboden locker über Leinen oder an Nägel gehängt, das ist bei mir immer gut getrocknet ohne Schimmel.
      Esche, Eberesche, Eiche, Haselnuss, Weide, Hundsrose/Hagebutte haben die Ziegen gerne getrocknet gefressen, auch Laub von Kirsche, Pflaume, Birne, Apfel. Da sich in den letzten Jahren die neue Erkenntnis verbreitet, dass es den Obstbäumen besser tut, sie nach der Blüte oder im Juni zu schneiden, fällt da tolles Futter ab. Ich habe aber hier im Forum gelesen, dass getrocknetes Obstlaub der Kirsche???... giftig würde...oder so. Ich weiß nicht mehr so genau, bitte recherchieren!


      Hundsrose ist das Zeug was hier also wie bekloppt wächst... Hatte schon überlegt die Dinger zu ernten, wusste aber nicht ob sie eventuell giftig sind, obwohl ich mich schon genau belesen habe was darf und was nicht. Gut zu wissen!

      Kirsche gibt es hier nicht - also für mich unwichtig :)



      Bei Weide lohnt sich der Winterschnitt der Kopfweiden, die Ziegen schälen dann die saftige Rinde ab.
      Birke, Buche, Ahorn, Kastanie, Erle getrocknet hat meinen Ziegen nicht geschmeckt.
      Hast Du hier bestimmt schon gelesen: Brombeerblätter gibts ja fast das ganze Jahr frisch.
      Wenn der Nachbar im August seine Himbeerruten abschnitt, gab es ein tagelanges Fressfest für die Ziegen (er hat uns zuliebe in Schubkarrengröße geerntet und dann erst nach zwei Tagen die nächste Fuhre gebracht) Die kannst Du bestimmt auch trocknen, ist aber ähnlich anspruchsvoll wie Brennnesseln (siehe unten).
      Ich habe auch Beifuß gesammelt, das trocknet auch ganz brav in Bündeln aufgehängt.


      Kopfweiden heißen die also... Wir haben zwei sehr junge davon. Da fressen die Ziegen bereits jetzt die Rinde wie bekloppt. Liegen die zwei Tage im Offenstall, kann ich sie einsammeln, Blätter und Rinde ist weggeknabbert :)


      Mit den Brennnesseln habe ich immer wieder mal schwere Misserfolge gehabt, bei denen die nach meinem Augenschein getrockneten und luftig aufgehängten Bündel im Winter dann ganz unscheinbar mit Schimmel überzogen waren. Sah man kaum, beim Schütteln der Bündel stieg dann aber dieser langsam fliegende Schimmelstaub auf, den ich auch von verschimmelten Heuballen kenne. Mein Komposthaufen sammt der Regenwürmer haben sich dann sehr über große Mengen Brennnesselkraut gefreut - auch ein Trost... Ich glaube, mein Hauptfehler war, zu spät im Jahr zu sammeln, ab Ende August sind in Norddeutschland auch bei sonnigem Wetter die Nächte zu feucht.

      Da meine beiden Ziegen Brennnesselblätter liiiebten, habe ich es immer wieder versucht (noch heute läuft mir beim Anblick einer saftigen Staude stellvertretend das Wasser im Munde zusammen). Meine favorisiert Vorgehensweise ist, bei heißem Sommerwetter die geernteten Nesseln ein paar Tage auf einer abgeernteten Heuwiese oder noch besser Stoppelacker (Belüftung von unten) auszubreiten, oder auch auf Gittern, provisorische Roste mit Latten. Im Hochsommer getrocknet bleibt es auch schimmelfrei.
      Im September/Oktober kannst Du nur die Samenstände ernten (manche Brennnesselsorten haben so ganz dicke) und im Haus trocknen, dann die Brennnesselnüsschen rausschütteln. Die sind auch für Menschen lecker und säääähr gesund. Die Ziegen fressen die Samenstände natürlich auch im Ganzen.

      Grüße von AL


      Vielen Dank für den Tip! Ich kann leider nur aufhängen. Wir haben hier kein Stoppelacker was uns gehört. Und auf der abgeernteten Heuwiese laufen kurze Zeit später schon die Kühe.

      Ich habe mir aber überlegt, wir haben einen großen Heuboden im großen Stall. Der ist unbenutzt. Da bastel ich mir was zusammen und mache daraus ein Trockenlager. Und sobald dort alles trocken ist, bringe ich es runter in das Heu/Strohlager, direkt neben den Ziegen. Dann habe ich zur schnellen Verfütterung keinen langen Weg. Die Brennnesseln lasse ich dann besonders lange hängen.



      Ich fange am Montag an mit dem ernten und mache mir den Heuboden zurecht. Ich hoffe da sammelt sich dann schnell was :) Fotos würde ich dann schicken :)

      Mal schauen was dann die Jungs dazu sagen!





      Vielen Dank für die Tips, mal schauen was ich davon umsetzen kann!