Tiere Retten ??? Hunde aus dem Ausland ???

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    Frühjahrsputz 2019

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    Viele Grüße und ein schönes neues Jahr!
    Sven
    • Tiere Retten ??? Hunde aus dem Ausland ???

      ich war bisher dagegen - bisher ...

      wir mußten unseren rhodesian "baxter" einschläfern lassen und wollten gleich wieder einen "neuen hund" -
      internet gewälzt, zig mails geschrieben, tierheime abgeklappert .... nichts ....
      dann fanden wir einen labrador bei einem "importeur" - und lasen, dass sie mehrere tiere hat -
      wir sind dann dorthin gefahren und sahen den labbi - hübsches tier aber total aufgedreht.
      da wir mit dem gedanken spielten, evtl. 2 hunde zuzulegen, holte sie dann noch einen total verängstigten hund.
      und was soll ich schreiben - "der" war es - grade diese unsicherheit und angst, der wäre dort ewig geblieben.
      eine runde gassi gehen, nach hause und drüber schlafen - gestern haben wir ihn zu uns geholt ...
      an meiner freundin klebt er wie eine klette - mich knurrt er an, der muß wohl richtig schlechte erfahrungen gemacht haben!
      nun, "er" chicco - wird den rest seines lebens bei uns verbringen und im laufe der nächsten wochen seine angst verlieren und vertrauen gewinnen - wir geben ihm alle zeit, die er braucht.
      es ist nur schon "ungewohnt, statt mit einem wedeln, amm morgen - knurrend begrüßt zu werden, es wird sich geben.

      was ich damit ausdrücken möchte - jedes tier hat eine chance verdient, nur manch arroganter tierheimmitarbeiter macht dieses zunichte.
      wenn man bedenkt, was die "importeure" investieren, an arbeit und mitteln, finde ich die "schutzgebühr" 300,00 euro n witz.
      daher haben wir alle sachen von unserem rhodesian "baxter", der tierhilfe/tierrettung von "unserem neuen" gespendet.
      unser "baxter" hat jetzt ein schönes grab auf einem hundefriedhof -
      chicco wird ihn nicht ersetzen können, aber wir hoffen auf schöne jahre mit ihm.
      Ich bin, wie ich bin - das, wird sich wohl auch nicht mehr ändern.
    • Huhu...

      ich drücke euch ganz fest die Daumen das es klappt mit eurem neuen Familienmitglied! Und Baxter möge gut drüben angekommen sein.


      Ich sehe es zwiegespalten.
      Ja. Theoretisch würde ich all Tiere dieser Welt aufnehmen. Kann ich aber nicht.

      Hunde aus dem Ausland... hm. Bin ICH dagegen.
      Jeder hat eine Chance verdient, natürlich! Da besteht kein Zweifel.

      Aber, den Spruch möge der ein oder andere vielleicht schon gehört haben... unsere Tierheime quellen auch über. Ich komme gebürtig aus Berlin und habe dort zwei Mal das Tierheim besucht.
      Die haben, glaube ich, ist Jahre her, fünf 'Häuser' mit einigen Zwingern und Hunden pro Haus. Allein zwei Häuser von dreien, ist vollgestopft mit Listenhunden. Die keiner haben kann/darf, weil keine entsprechenden Nachweise vorliegen.

      Einige haben mich angefletscht, andere hatten zum bellen kaum noch Stimme, wiederum andere lagen teilnahmslos da und sahen mich nicht mal...
      Auch viele dieser Hunde hatten schlechte Erfahrungen gemacht. Auch UNSERE Hunde.
      Nicht nur die Hunde im Ausland können ein schlechtes Leben gehabt haben. Manche waren sogar nur auf der Straße und haben gestreunert. Was für einen Hund nicht unbedingt eine schlechte Vergangenheit sein muss.
      Hierzulande werden Hunde ebenso geschlagen, misshandelt, hungernd oder angebunden zurück gelassen.

      Ich möchte jetzt nicht vergleichen welchen Hunden es in welchen Ländern am schlechtesten geht, möchte nur verdeutlichen das unsere Hunde auch echt was mitmachen müssen.
      Und wenn es 'nur' 10 Stunden, 5 Tage die Woche sind, wo die Hunde alleine bleiben müssen, weil die Besitzer Vollzeit arbeiten. Das ist eine größere Quälerei als herumzustreunern.
      Oder wenn sie nur 3x am Tag für 10 Minuten raus kommen um sich zu lösen. Ganz genau so.


      Ich habe mich einige Jährchen mit dem Tierschutz beschäftigt und war auch dafür, alles hierher zu holen was geht. Bin aber mittlerweile davon weg. In ERSTER Linie weil es so einige Orgas gibt, die maßlos übertreiben.
      Da werden Hunde nach Deutschland geholt, geflogen, die gar nicht flugtauglich wären. Hauptsache weg da. Unterwegs oder wenige Tage später verenden sie.
      Oder streunende Hunde werden angelockt und weggebracht. Der Hund ist topfit! Lass ihn doch... Kastrieren und wieder raus ins gewohnte, scheinbar angenehme Leben. Nein. Dann muss der Hund sich begrapschen lassen, wird irgendwo hin geflogen, kommt zu irgendwelchen Menschen, muss lernen was es heißt ein Familienhund zu sein, kommt dahin... dahin... Und Nachts träumt er von Streunergänge auf dem Feld um Mäuse zu stibiezen, in Wirklichkeit läuft er an der Leine neben Menschen her, an die er sich gewöhnen muss.

      ICH bin der Meinung das gesunde Tiere, die offensichtlich das streunern gewohnt sind, in Ruhe gelassen werden sollten. In den Ländern, wo es Probleme mit vermehrung der Tiere gibt, ist in erster Linie eine Kastrationspflicht sinnvoll. Nicht das von der Straße aufklauben und in andere Länder unterbringen.
      Die 'Problemländer' freuen sich. Da kümmern sich unabhängige Organisationen um das 'beseitigen' der Tiere.

      Lieber vor Ort oder durch eine Spende helfen. Orgas raus suchen die sich auf das kastrieren und versorgen vor Ort der Tiere kümmern und nicht wahllos nach DE holen.
      Wir haben auch ein Katzenproblem... Auch hier sollte endlich mal was geschehen.



      Kurzfassung: Organisationen unterstützen (kastrieren, tierärztliche Versorgung)

      Und aufpassen... wenn man sich dann doch mal in einen Auslandshund verliebt, sollte man die Orga genau unter die Lupe nehmen... von dem Motto "Wir holen alles nach DE!" würde ich Abstand nehmen wollen...


      Grüßle
      Zuckerziege
    • im prinzip, hab ich ähnlich gedacht ....

      aber, wenn ich seh wieviel angst der "chicco" vor männern hat, denk ich das er genug probleme hatte -
      er ist zu meiner freundin nach 2 tagen so vertrauensselig, dass er sich ein entzündetes auge ohne probleme behandeln lässt.

      sobald chicco sich eingewöhnt hat, kann er selbst entscheiden, ob er draußen, oder drinnen leben möchte.

      ich find die "seehofermethode" doch sehr befremdlich -
      dann könntest du ja auch in d alle "listenhunde" töten ...

      wobei ich der meinung bin, dass eher die besitzer auf listen müssten
      und tests zur eignung erbringen sollten.

      das chicco mich anknurrt, wird an seinen erfahrungen liegen -
      letztendlich haben wir ihn genommen, weil er sonst hin und her geschoben worden wäre.

      er bekommt bei uns die zeit, die er braucht um ach männern wieder zu vertrauen.
      nur wegen ein paar anlaufschwierigkeiten sind kein grund ein tier aufzugeben.

      und tierheim - nöööö, wir sind mitte 50 - da werden wir wegen einem junghund schon doof angeschaut.
      wie du schon schreibst - im tierheim sind viele "listenhunde" dafür möchte ich keine verantwortung übernehmen, da ich die vorbesitzer nicht kenne. ok - bei einem junghundmischling aus dem ausland, kenn ich die vorbesitzer auch nicht, aber wenn das tier nur angst hat, heilt zeit viele wunden.
      Ich bin, wie ich bin - das, wird sich wohl auch nicht mehr ändern.
    • Zuckerziege schrieb:

      Huhu...

      ich drücke euch ganz fest die Daumen das es klappt mit eurem neuen Familienmitglied! Und Baxter möge gut drüben angekommen sein.


      Ich sehe es zwiegespalten.
      Ja. Theoretisch würde ich all Tiere dieser Welt aufnehmen. Kann ich aber nicht.

      Hunde aus dem Ausland... hm. Bin ICH dagegen.
      Jeder hat eine Chance verdient, natürlich! Da besteht kein Zweifel.

      Aber, den Spruch möge der ein oder andere vielleicht schon gehört haben... unsere Tierheime quellen auch über. Ich komme gebürtig aus Berlin und habe dort zwei Mal das Tierheim besucht.
      Die haben, glaube ich, ist Jahre her, fünf 'Häuser' mit einigen Zwingern und Hunden pro Haus. Allein zwei Häuser von dreien, ist vollgestopft mit Listenhunden. Die keiner haben kann/darf, weil keine entsprechenden Nachweise vorliegen.

      Einige haben mich angefletscht, andere hatten zum bellen kaum noch Stimme, wiederum andere lagen teilnahmslos da und sahen mich nicht mal...
      Auch viele dieser Hunde hatten schlechte Erfahrungen gemacht. Auch UNSERE Hunde.
      Nicht nur die Hunde im Ausland können ein schlechtes Leben gehabt haben. Manche waren sogar nur auf der Straße und haben gestreunert. Was für einen Hund nicht unbedingt eine schlechte Vergangenheit sein muss.
      Hierzulande werden Hunde ebenso geschlagen, misshandelt, hungernd oder angebunden zurück gelassen.

      Ich möchte jetzt nicht vergleichen welchen Hunden es in welchen Ländern am schlechtesten geht, möchte nur verdeutlichen das unsere Hunde auch echt was mitmachen müssen.
      Und wenn es 'nur' 10 Stunden, 5 Tage die Woche sind, wo die Hunde alleine bleiben müssen, weil die Besitzer Vollzeit arbeiten. Das ist eine größere Quälerei als herumzustreunern.
      Oder wenn sie nur 3x am Tag für 10 Minuten raus kommen um sich zu lösen. Ganz genau so.


      Ich habe mich einige Jährchen mit dem Tierschutz beschäftigt und war auch dafür, alles hierher zu holen was geht. Bin aber mittlerweile davon weg. In ERSTER Linie weil es so einige Orgas gibt, die maßlos übertreiben.
      Da werden Hunde nach Deutschland geholt, geflogen, die gar nicht flugtauglich wären. Hauptsache weg da. Unterwegs oder wenige Tage später verenden sie.
      Oder streunende Hunde werden angelockt und weggebracht. Der Hund ist topfit! Lass ihn doch... Kastrieren und wieder raus ins gewohnte, scheinbar angenehme Leben. Nein. Dann muss der Hund sich begrapschen lassen, wird irgendwo hin geflogen, kommt zu irgendwelchen Menschen, muss lernen was es heißt ein Familienhund zu sein, kommt dahin... dahin... Und Nachts träumt er von Streunergänge auf dem Feld um Mäuse zu stibiezen, in Wirklichkeit läuft er an der Leine neben Menschen her, an die er sich gewöhnen muss.

      ICH bin der Meinung das gesunde Tiere, die offensichtlich das streunern gewohnt sind, in Ruhe gelassen werden sollten. In den Ländern, wo es Probleme mit vermehrung der Tiere gibt, ist in erster Linie eine Kastrationspflicht sinnvoll. Nicht das von der Straße aufklauben und in andere Länder unterbringen.
      Die 'Problemländer' freuen sich. Da kümmern sich unabhängige Organisationen um das 'beseitigen' der Tiere.

      Lieber vor Ort oder durch eine Spende helfen. Orgas raus suchen die sich auf das kastrieren und versorgen vor Ort der Tiere kümmern und nicht wahllos nach DE holen.
      Wir haben auch ein Katzenproblem... Auch hier sollte endlich mal was geschehen.



      Kurzfassung: Organisationen unterstützen (kastrieren, tierärztliche Versorgung)

      Und aufpassen... wenn man sich dann doch mal in einen Auslandshund verliebt, sollte man die Orga genau unter die Lupe nehmen... von dem Motto "Wir holen alles nach DE!" würde ich Abstand nehmen wollen...


      Grüßle
      Zuckerziege
      Dem ist eigentlich nix hinzuzufügen denn den Ausländischen Produzenten wird so der Weg geebnet noch mehr zu produzieren, einen Teil überteuert und viel zu jung auf Schwarzmärkten zu veräußern, und was dann nicht weg ist, lässt man im ortsansässigen Tierheim und die Deutsch retten die dann schon. Das ist ein Teufelskreis den es zu durchbrechen gilt.
      Rechtschreibung ist nicht das wichtigste im Leben!!
      Ich weis das ich da defizite habe.
    • Neu

      Vorab: Meine Tastatur spinnt, fuer Tippfehler entschuldige ich mich schon mal.

      @Cirkle-B-Ranch

      cirkle-b-ranch schrieb:

      im prinzip, hab ich ähnlich gedacht ...


      aber, wenn ich seh wieviel angst der "chicco" vor männern hat, denk ich das er genug probleme hatte -
      er ist zu meiner freundin nach 2 tagen so vertrauensselig, dass er sich ein entzündetes auge ohne probleme behandeln lässt.
      sobald chicco sich eingewöhnt hat, kann er selbst entscheiden, ob er draußen, oder drinnen leben möchte.
      Ich habe zwei Hunde. Zwei Dackelmischlinge.
      Meinen Opa, mittlerweile muesste er 16-17 Jahre alt sein, den habe ich auf der Strasse gefunden, nahe einer S Bahn Station. Der war verfloht, verwurmt, recht duerr (aber nicht abgemagert).
      Kein Chip, nirgendwo als Vermisst gemeldet. Tierheim wusste bescheid, Polizei wusste bescheid. Alle paar Tage bin ich mit ihm zu seiner "Fundstelle" gefahren. Keine Zettelchen an Baeumen oder Laternen.
      Ich nehme an er gehoerte irgendeinem Menschen, der ihn ausgesetzt hatte oder der froh war, das er weggelaufen ist.

      Dieser kleine Dackelmix hat sich vor Angst ins Hemd gemacht wenn man strenger wurde. Zwei mal habe ich es erlebt das er vor Angst/Schreck unter sich gemacht hat. Und oft genug hat er zurueck gezuckt, wenn man sich zu hektisch/schnell bewegte.
      Maenner gegenueber ebenfalls scheuer als bei Frauen. Dunkel gekleidete Maenner sind BIS HEUTE ein absolutes No Go bei ihm. Noch heute werden die Augen riesig, die Ohren angstvoll nach hinten gerissen, die Rute klebt am Bauch und er draengt sich in die hinterste Ecke, wenn es mal lauter wird (zb Streit mit Partner, man regt sich ueber irgendetwas auf).

      Hatte er eine schoene Vergangenheit? Ich wuerde mal behauten: Nein.

      Meine Huendin. Die habe ich mit 7 Monaten bekommen. Laut Impfass war ich zu dem Zeitpunkt bereits die dritte Besitzerin (ohne Wurfbesitzer!)... Ein regelrechter Wanderpokal war die suesse Maus. Und warum? Gekauft weil suess als Welpe und dann komplett ueberfordert. SIe konnte bis dato keine Minute alleine bleiben, war nicht stubenrein und ein Angstbeisser anderen Hunden gegenueber, die sie nicht kannte. Zudem hat sie auf jedes Geraeusch reagiert und angeschlagen. Und anhaenglich! VIEL zu anhaenglich!

      Logisch. Nachdem sie weiter gereicht wurde wie ein angebissenes Broetchen - Kinder verhalten sich da auch nicht viel anders.

      War das eine schoene Vergangenheit? Rumgereicht zu werden? Dann auch noch immer zu Leuten die sie missverstehen?
      Mittlerweile ist sie fast acht Jahre alt. Sie ist ein kleiner Agility-Experte, wir haben die BGVP Pruefung als zweite bestanden, in Unterordnung ist sie mittlerweile in der Leistungsgruppe, sie kann alleine bleiben und kann endlich mal ohne einen Ton an fremde Hunde vorbei.
      DAS ist aber auch jahrelange Arbeit. Noch heute arbeiten wir an ihren Manieren und sie wird nie ein ruhiger und entspannter Hund werden.


      In Berlin, wo ich zum Schluss gewohnt habe, wurden Hunde auf offener Strasse geschlagen. Einmal wollte ich den Hausflur hoch, ein Typ mit seinem Boxer kam mir entgegen. Der Boxer wollte zu meinen Hunden, er hat die Huendin genommen, an die offene Tuer gedrueckt, gewuergt und sie gefragt, was das soll. Den habe ich nie wieder gesehen... ob der nur zu Besuch war.
      Und das sind nur wenige Geschichten. Wenige von vielen, die ich mitbekommen habe. Wenige von vielen, die tatsaechlich permanent und ueberall geschehen.

      Und so ein Hund, landet dann im Tierheim. Und sitzt dort. Und sitzt und sitzt und sitzt. Und dann kommt ein Mensch, der ihn nicht adoptiert, weil er eine schlechte Vergangenheit hatte und einige Manieren zeigt, die einem nicht gefallen.
      Darum sitzen die Hunde hier im Tierheim. Und auch, weil wirklich VIELE Leute ihre Hunde aus dem Ausland holen. Weil es ihnen dort so viel schlechter geht.
      Hunde, die wirklich keine Chance haben... krank sind, what ever. Okay, vollkommen einverstanden. Aber teilweise GANZE Wuerfe nach DE zu holen, finde ich falsch. Oder Hunde die eingefangen werden obwohl sie kerngesund und fit sind. Und diese dann hierher zu holen. Nein, das finde ICH nicht richtig.
      Vor allem wenn sie dort aufgewachsen sind... Sie kennen nichts anderes. Wieso sie dort raus reissen und in irgendeine Familie schmeissen, wo er ploetzlich Sitz und Platz machen muss. Wo er an der 1m Leine laufen muss. Zu Hause alleine bleiben muss... Ich verstehe es nicht... Wirklich nicht. VOR ORT muss was getan werden... Sonst hoert das nie auf.

      Cirkle-B-Ranch schrieb:

      ich find die "seehofermethode" doch sehr befremdlich -
      dann könntest du ja auch in d alle "listenhunde" töten ..

      Und weisst du was? Irgendwann, wenn alles noch vollgestopfter ist als es eh schon ist. Wird es in DE darauf hinauslaufen. Hunde die laenger als x Monate/Jahre im Tierheim sind, werden eingeschlaefert. Egal ob er ein Listenhund ist, ein einfach zu dicker Mops den keiner will weil ihm die zu lange Zunge rechts ausm Maul haengt oder ein alter, kleiner Mischling, den keiner will, weil er jeden Tag tot umkippen koennte - und womoeglich vorher noch ordentlich Geld kostet (Tierarzt).

      Ich weiß nicht wieso ich so denke. Vielleicht weil ich mich mehr damit beschaeftige als ich selbst aushalten kann. Weil ich in einer Gegend gewohnt habe bzw. teilweise aufgewachsen bin, wo man Tierleid fast taeglich gesehen hat.
      Aber so manch ein Hund waere sicherlich froh, gehen zu duerfen, als weiterhin so zu leben. Allein wenn ich mir die Hunde anschaue die seit Junghund im Tierheim sind und als Senior dort immer noch in ihrer Zelle hocken. Ein Pieks - kein Schmerz. Einfach einschlafen. Keine mueffelige Zelle mehr, kein alleinsein mehr, kein Hundenachbar dessen Gebelle man 24/7 ertragen muss.
      Manchmal glaube ich, das das nicht verkehrt waere...

      Cirkle-B-Ranch schrieb:

      wobei ich der meinung bin, dass eher die besitzer auf listen müssten
      und tests zur eignung erbringen sollten.

      das chicco mich anknurrt, wird an seinen erfahrungen liegen -
      letztendlich haben wir ihn genommen, weil er sonst hin und her geschoben worden wäre.
      Auch diverse Tests koennen helfen, klar. Aber Sachkundetests bringen dir auch nicht alles bei. Und die Praxisruefungen sind auch seeeehr oberflaechlich gestaltet. Meine Meinung. Dieser neue Hundefuehrerschein... muessen alle Neubesitzer machen (bzw. alle die ihren Hund nach Juli 2011 angeschafft haben). Die Pruefung an sich ist oberflaechlich gestaltet. ICH finde sie sollte tiefgruendiger gehen. Da wird geschaut ob man mit dem Hund zurecht kommt in einer gewissen Situation. Das ist definitiv schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.
      Aber den ganzen Erziehungskram usw. dafuer sind Buecher, Internet, Hundeschulen usw. "verantwortlich" - WENN Besitzer diese dann auch nutzen!

      Cirkle-B-Ranch schrieb:

      er bekommt bei uns die zeit, die er braucht um ach männern wieder zu vertrauen.
      nur wegen ein paar anlaufschwierigkeiten sind kein grund ein tier aufzugeben.
      Das finde ich super! Leider denken viele da anders...

      Cirkle-B-Ranch schrieb:

      und tierheim - nöööö, wir sind mitte 50 - da werden wir wegen einem junghund schon doof angeschaut.
      wie du schon schreibst - im tierheim sind viele "listenhunde" dafür möchte ich keine verantwortung übernehmen, da ich die vorbesitzer nicht kenne. ok - bei einem junghundmischling aus dem ausland, kenn ich die vorbesitzer auch nicht, aber wenn das tier nur angst hat, heilt zeit viele wunden.
    • Neu

      Ihr seid Mitte 50 und wollt keinen Hund aus dem Tierheim, weil ihr wegen eines Junghundes schon bloed angeschaut werdet????
      Sorry, mir faellt da kein Unterschied auf ob Hund aus dem Ausland oder Tierheim... Chicco kann sich jetzt so benehmen. Sobald er sich richtig eingewoehnt hat, kann er "Unarten" zeigen, von denen ihr und die Organisation nichts wusste.
      Bei einem Auslandshund und einem Tierheimhund kann dir das passieren. Ich bin Trainerin in unserer Hundeschule und "Second Hand" - Hunde koennen noch nach Monaten Eigenarten entwickeln/bzw ZEIGEN. Viel haengt da natuerlich auch mit der Erziehung zusammen. Aber so einiges ist auch verwurzelt.
      Das ihr keinen Listenhund aufnehmen wollt, kann ich nachvollziehen. Aber auch das waere nicht unmoeglich gewesen. Ein ausgewachsener Prachtlabbi mit Vergangenheit kann durchaus schlimmer werden als ein Listenhund, der einfach nur abgegeben wurde, weil er zum Beispiel dem Besitzer weggenommen wurde oder zu anstrengend wurde. Beide muessen ausgelastet werden (ihrem Charakter und der Rasse entsrechend), aber das Listenhunde jetzt viel anstrengender sind als andere große Hunde... Nein, kann ich nicht bestaetigen, dafuer habe ich zu viel gesehen, welches das Gegenteil beweist.

      Ein junges Paar mit zwei Kleinkindern kam zu uns. Labrador. Milow. 9 Monate alt. Als Welpen gekauft und so ziemlich alles falsch gemacht. Aber die Besitzer wollten sich bessern und ihm eine Chance geben. Ich sagte... nicht ER bekommt eine Chance. IHR bekommt jetzt eine Chance.
      Ich habe mich hinter geklemmt und ihnen vorerst alles wichtige erklaert.
      Milow durfte sie als Welpe immer anspringen, wenn er geschnappt hat, war das ok, war nicht schlimm. Leinenfuehrigkeit gleich Null. Respekt anderen Hunden gegenueber: Gleich Null. Als Welpe kaum Hundekontakt gehabt. Er konnte nie lernen wann es genug fuer sein Gegenueber ist. Er konnte die Koerpersprache seiner Artgenossen nicht richtig lesen und ist deshalb immer wieder ins Fettnaepfchen gestolpert. ABER! Herzensguter Labbi. Haette ich nicht schon zwei gehabt, haette ich ihn sofort adoptiert.
      Aber nun war er ein an der Leine reissender, zwickender, kaum zu beruhigender Labbi der alle ansprang.

      Ich nehme fremde Hunde immer gern kurz fuer einige Minuten, Besitzer abseits, damit ich sehen kann wie der Hund bei Jemanden tickt, der sich durchsetzt. Er hat mich angesprungen, einige Male, bis er gecheckt hat das ICH das nicht will und er KEINERLEI Aufmerksamkeit bekommt, wenn er das tut. Weder negativ und erst recht nicht positiv. Mit Stimme, vernuenftiger Koerperhaltung und volle Konzentration auf Milow, hatte ich ihn kurz danach. Der lief nicht so gut wie manch ein anderer, gut erzogene Hund, aber ich wusste, der kann das.

      Wir haben nicht mal richtig mit dem Training begonnen... Bekomme ich wenige Tage spaeter eine Nachricht das er weggegeben wurde. Er hat ein Kind im Spiel gezwickt. Und wieso?
      Weil er keine Erziehung genossen hat. Er DURFTE immer zwicken. Im Spiel... wenn er wohl was wollte... Immer. Das er da vor den Kindern kein Halt macht, ist klar. Und das ich einen 40kg schweren Labbi nicht mit meinen Kleinkindern spielen lasse, ist auch klar. Aber wohl nicht jedem.
      Nun erhielt ich die Nachricht das sie nicht ohne Hund koennen und sich einen neuen geholt haben. Welpe, diesmal ein Maedchen. Sie wollen nicht wieder alles falsch machen und bitten um Hilfe.
      Ja nu, was soll ich da machen? Sag ich nein weil ich sauer bin, das sie es nicht mal mit Milow versucht haben, lasse ich den neuen Hund im Stich. Weil von allein schaffen die das nicht. Also sage ich ja. Und helfe ihnen jetzt. Und hoffe, das sie sich an meine Ratschlaege halten.
      Wobei ich immer noch davon ueberzeugt bin das ein Hund IM MOMENT nichts fuer die beiden ist. Aber sagen kann man es ihnen ja nicht. Jetzt erst recht nicht wo schon der neue Hund eingezogen ist, das wuerde sie im Training demotivieren.
      Also Augen zu, Energie in die kleine Familie stecken und hoffen, dass sie es mit Hilfe schaffen.

      Lange Rede kurzer Sinn: Milow weg, weil gezwickt, weil unerzogen, weil Besitzer keine Ahnung.

      Milow's Profil: Hund braucht viel Auslauf, kann nicht alleine bleiben, NUR in erfahrene Haende! NICHT zu Kindern! Abgegeben wegen Beißvorfall mit Familienkind.

      Oder sowas in der Art (Tierheim/Tierschutzprofil). Ja wer nimmt den Kerl denn dann... komplett unerzogen, wild wie Hulle und Kind gezwickt. Wahrscheinlich nicht mal boeswillig, es war ja sonst immer erlaubt.

      Nur weiß ich das Milow zu einem Paar gekommen ist, welches Hundeerfahren sein soll. Er kam Gott sei Dank nicht ins Tiereim. Aber so heatte es auch laufen koennen.

      Und von diesen Geschichten habe
      ich mehr, als mir lieb ist. So. Alles viel zu lang geworden. Wer bis
      hierhein gelesen hat: DANKE! Ich gehe jetzt nach unten meine Zwerge
      einen Kuss auf die Nasenspitze druecken, da muessen sie jetzt durch...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zuckerziege ()

    • Neu

      na denn, mal ein update ....

      nachdem der "Paul" bei uns eingezogen ist, wandelt sich "Chicco" immer mehr.

      wir haben mit schafnetzen einen "Spielplatz" für die beiden eingezäunt (natürlich ohne strom),
      ca 50 m im durchmesser - auf dem sie mehrmals am tag für 1 - 2 stunden toben und spielen können,
      was sie ausgiebig tun - vor allem buddeln und ball, oder zergelspiele ...
      das powert die beiden super aus, besser als 2 - 3 std an der leine durch den wald.

      unseren beiden geht es super und arbeiten dann bei der erziehung wesentlich besser mit.
      Ich bin, wie ich bin - das, wird sich wohl auch nicht mehr ändern.