Esparsette

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    • Lieber Edgar, bevor wir "Butter bei die Fische tun" (ein Ausdruck, den ich überhaupt nicht mag, schon als ich ihn im Ruhrgebiet erstmals hörte), mal etwas Vertraulicheres. Ich hatte mal eine Ziege namens Esparsette, ihr ist hier ein ganzer Thread gewidmet, der nach meiner Erinnerung "Hospitalismus" hei§t. Esparsette nannte ich sie in Erinnerung an Leiliche, der als früh(er)es Mitglied
      hier über Esparsette - die Pflanze - schrieb. Hast Du vielleicht gelesen.

      Zu dem von Dir genannten Text, dessen Details ich weiter oben nicht kannte, sagte ich bereits: Behauptungen!

      Goatfarmer schrieb:

      durch das Tannin die Eiablage etwas reduziert mehr nicht
      Kannst Du ehrlich nachvollziehen, wie sie die Eier der Wurmweibchen, deren Gesamtzahl sie nicht kennen, anzahlmäßig ermitteln wollen: besondere Futtersituation, Vermehrungszyklus, Jahreszeit, schwankender Tanningehalt und vieles andere mehr?
      Um dann sagen zu können, wâre keine Tanninisierung erfolgt, hätten die weiblichen Würmer, deren Zahl sie nicht kennen, vor allem können sie die Situation ohne Tannin nicht simulieren 1:1 (eins zu eins abbilden), in dieser Ziege 1.200.000 mehr Eier ausgeschieden. Der Versuch ist kein Versuch, sondern ein völlig ungesichertes Hirngespinst, das sich einen wissenschaftlichen Anstrich gibt.
      Der "Versuchsaufbau" ist naiv, wenn nicht scharlatanesk. Sie sind in ihrem Gespinst befangen, verheddert.

      Die gestorbenen Ziegen sind sicher nicht richtig entwurmt worden (doppelte Schafsdosis) und nicht nach 3 Wochen nachentwurmt worden.
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      Wenn sie nicht wissen, wie Osmose abläuft, wie will man da erwarten, daß sie den French Kiss, den bacio fiorentino, den Zungenkuß beherrschen?
    • Hier habe ich Dir noch mal einen Text herausgesucht zur Frage "kondensierte Tannine". Von Entwurmung ist nicht die Rede, aber auch nicht Anliegen des Textes, sondern vielmehr die bessere Verwertung im Zuge der verschiedenen Verdauungsorgane.
      Bodenbeschaffenheit beachten.

      lfl.bayern.de/mam/cms07/ipz/da…riswick_goeritz_et_al.pdf
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      Wenn sie nicht wissen, wie Osmose abläuft, wie will man da erwarten, daß sie den French Kiss, den bacio fiorentino, den Zungenkuß beherrschen?
    • Goatfarmer schrieb:

      Ich werde nie auf die Idee kommen nur auf Land rein pflanzliches mich zu berufen um zu entwurmen aber um die Eiablage zu reduzieren bzw zu schwächen ist mir jedes pflanzliche Mittel recht
      Nochmal zur Verdeutlichung: Tannin kann kein schlechtes Weidemanagement ausgleichen. Das Problem ist nicht die Eiablage der Parasiten sondern die Anzahl der Eier welche wieder aufgenommen werden. Wenn die Ziegen über Kopf genug Futter finden jucken sie die Eier am Boden oder auf Grashalmen wenig bis garnicht. Demnach halte ich es für schlauer Tannen und andere Nadelbäume als Nahrungsquelle entweder direkt im Gehege wachsend anzubieten oder maßenweise dorthin zu schleppen anstelle eine Esparsettenwiese für Grünfütterung anzulegen oder womöglich gar zu beweiden. :whistling:
      Being a vegan is a missed steak
    • Der oben verlinkte Text zeigt, wie man mit solcher Fütterung in Hochleistungsbetrieben Verluste von Nährstoffen verhindern kann.

      Schaut man sich die Hauptgruppen der Würmer an, haben wir einmal blutsaugende (allen voraus den Haemonchus contortus im Labmagen) Arten (auch im Darm), die sich über Blut ernähren, dann jene, die sich ihre Nahrung im Dünndarm verschaffen sowie die Plattwürmer (Bandwürmer), die sich ebenfalls aus dem Nahrungsbrei versorgen, jedoch nicht über ein Maul, sondern sie nehmen über die Außenhülle, Glied für Glied, die Nahrung auf.
      Die beiden ersten Gruppen vermehren sich "wie Mann und Frau", Bandwürmer sind zweigeschlechtlich, sie befruchten sich selbst (weibliches und männliches Geschlechtsteil im selben Wurm).
      Die Produktion, das Befruchten und das Heranwachsen der befruchteten Eizellen bis zu ihrem Abstoßen (auch der einzelnen eiertragenden vielen Bandwurmglieder) brauchen ihre Zeit, stellen aber einen Entwicklungsprozeß dar, den sich die Würmer nicht verkneifen können (Prinzip der Arterhaltung).
      Für mich ist es nicht nachvollziehbar, inwiefern verbesserte Eiweiß- und Stickstoffverwertung durch kondensierte Tannine einen Einfluß auf Produktion und Ausscheiden von Wurmeiern haben soll. Vielleicht hat aber jemand einen guten Gedanken dazu.
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      Wenn sie nicht wissen, wie Osmose abläuft, wie will man da erwarten, daß sie den French Kiss, den bacio fiorentino, den Zungenkuß beherrschen?
    • Das mit dem richtigen Weidemanagement reguliert mein Enkel schon vorbildlich indem er die große Weide in kleinere eingeteilt hat aber diesen Sommer in dem kein Gras mehr wächst ist das schwer einzuhalten

      Der andere Hinweis mit den Tannen wird auf jeden Fall gemacht da wir selbst Tannen genug haben und die entsprechenden Äste bereitstellen

      Danke für die Hinweise die zwischendurch auch noch zu lesen sind
    • Hallo Edgar,
      wie ich gesehen habe, haben wir das Thema bereits 2007 mal diskutiert (sachlich) ;)
      Um Dir eine klare Antwort zu geben: Ich habe vor einigen Jahren eine Wiese in sehr kargem Kalkmagerrasengebiet mit Espen (so sagte meine Großmutter immer) eingesät.
      Das Saatgut vom Raiffeisen hatte mich rd. 50€ gekostet und es hat sich nichts getan.
      Plötzlich, 2 Jahre später waren sie da!
      Unsere Altvorderen haben Esparsetteheu gemacht und im Heuschober separat als "Gesundheu" gelagert, um es an kränkelnde Tiere zu verfüttern.
      Meine Motivation dazu war einfach das Forschungsergebnis aus der Schweiz, das 30% Reduzierung der Verwurmung erbracht hat.
      Außerdem, um etwas Abwechslung im Speiseplan zu haben.
      Mittlerweile säht sich die Esparsette selber aus, wenn ich spät mähe und ich bin zufrieden.
      Auf einem "Acker" würde ich sie nicht ausbringen, denn sie liebt armen, flachgründigen Boden.
      Ich würde und werde es wieder tun!
      VG Werner
      "Du bist zeitlebens für das verantwortlich,
      was du dir vertraut gemacht hast!"
    • Hallo Werner,endlich Mal jemand der reale Erfahrung damit gemacht hat.

      Das Wort Gesundheu, hab ich hier auch schon gehört.
      Wusste aber nichts damit anzufangen.

      ich habe auch einen sehr hungrigen Boden etwas kalkhaltig es wächst eine andere Kleeart dort und noch ein Rotklee dann ist die Wiese oder das Feld an einer Bergkuppe jetzt übertreibe ich etwas das ganze ist 80 Meter hoch und sehr trocken darauf wollte ich eigentlich hinaus die Esparsette soll ja eine Pfahlwurzel haben und somit schon mal in tiefere Regionen kommen

      Gut war auch der Hinweis dass sie sich erst nach zwei Jahren bemerkbar gemacht hat somit habe ich noch Hoffnung wenn es nicht beim ersten Mal klappt
      Danke für deine Hinweise

      LG Edgar