Max & Moritz diese beiden...

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    • Max & Moritz diese beiden...

      Moin!


      Ich dachte der ein oder andere mag sich interessieren, wie ein Ziegenneuling das Leben mit zwei verrückten Zwergziegenböcke meistert. Wie er immer neue Dinge dazulernt, die Ziegen erzieht, von den Ziegen erzogen wird, gute Zeiten durchlebt, schlechte Zeiten durchlebt. Viel Freude, ein bisschen Leid, ungewollt zurückgebissene Pflanzen, Ziegenköttel unter'm Hausschuh, Hufabdrücke auf den Arbeitsschuhen...
      Begleitet von einigen Bildern, mal mehrmals wöchentlich, mal was seltener...



      Eingestiegen bin ich als absoluter Ziegenneuling. Nach mehrmaligen Betteln, eine Flasche Rotwein (sitzend auf der Terasse) durfte ich mir dann Gedanken machen, wo ich Ziegen adoptieren könnte.
      Wohlgemerkt, hatte mich schon Wochen auf dieses Gespräch vorbereitet, meinen Partner von etwas zu überzeugen, gerade wenn es keine Tiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen sind, ist recht schwer. Da muss man den jungen Mann ordentlich bezirzen und zeigen, dass man sich Gedanken gemacht hat.
      Und das hatte ich!
      Das Internet durchstöbert, Bücher gewelzt, Videos angesehen. In der Vergangenheit dachte ich, ich sei gerüstet. Jetzt in der Gegenwart - ähm, nö.

      Ich durfte durch euch noch vieles lernen. Eigentlich bin ich gegen Internetforen. Niemand kennt Niemanden, meist hat man so ein, zwei 'Trolls' dabei, 'Ärgermacher', dann hat man 'Klugshiter'... Die, die immer alles richtig machen und deren Tiere es nirgendwo besser gehen könnte, als dort.
      So kenne ich das jedenfalls aus anderen Foren - wo ich mittlerweile nicht mehr bin.

      Hier fühle ich mich wohl - hier möchte ich bleiben. Danke dafür, auch an all die Helferlein die mir unermüdlich Tips geben und gut gemeinte Ratschläge verteilen - das meine ich ernst #freunde#


      Jedenfalls sind dann die beiden von einer Bekannten eingezogen. Bis zu dem Zeitpunkt als ich die Telefonnummer sah, wusste ich nicht das es eine 'Nachbarin' war (hier auf dem Land sind Nachbarn auch noch die, die fünf Dörfer weiter wohnen).
      Sie hatte sich von ihrem Partner getrennt, die beiden + Mütter gehörten ihr.
      Als ich die beiden zu mir genommen habe, waren sie sechs Monate alt und kannten bis dato nur die eingestreute Box. Da mussten sie sich hier ganz schön umgewöhnen! Tageslichtdurchfluteter Stall, wir hatten dazu noch einen schönen, großzügigen Offenstall gebaut, wo die beiden auch flitzen konnten, wenn sie mal zwei Tage nicht raus können.
      Kurz nachdem ich sie bekommen habe wurden sie gekniffen (mein Herz blutet heute noch bei den Gedanken an das Geschreie). Langsam aber sicher haben wir uns angenähert, vor allem Moritz wurde immer zutraulicher. Max ist heute noch sehr verhalten und schüchtern, lernt aber jeden Tag durch seinen Bruder dazu.

      Dann durfte ich erfahren das die beiden mehr fressen als erwartet und ich das ganze doch ganz schön unterschätzt habe. Vor allem die Arbeit die dahinter steckt. Mittlerweile habe ich mich an diese Verfressenheit gewöhnt und ich kann einschätzen, was die beiden benötigen und weiß mittlerweile mit was ich ihnen einen gefallen tue und mit was nicht. Vor allem der Gesundheit wegen.
      Das 'an der Leine laufen' habe ich auch aufgegeben. Aber macht mittlerweile nichts - die folgen mir (meistens) auch so.

      Dann war ich mal einige Tage in der Großstadt und Männelein sollte sich doch bitte um das Viehzeug kümmern. Nach seiner Aussage hat alles wunderbar geklappt. Als ich wiederkam - den Ziegen und Gänsen ging es prächtig! Meinen Pflanzen auf dem Grundstück leider nicht.
      Sie haben diverse (ungiftige) Büsche angefressen, mein Knoblauchgras so sehr gestutzt, dass man denken möge die ist tot und meine geliebte Brombeerranke haben sie kahl gefressen.
      Auf die Frage hin ob die Ziegen auf dem Grundstück waren und sie alles kaputt gefressen haben. "Jup, wollte denen ja nur einen Gefallen tun."
      Des einen Freud, des anderen Leid. Man muss dazu sagen: Ich musste immer aufpassen wenn die beiden auf dem grundstück herumflitzten, die durften ja nix kaputt machen, sonst gibbet Ärger, so wurde es von Männelein gesagt.
      Und dann lässt man die drei mal alleine?

      Nachdem ich rumgepoltert habe, Abschied vom Knobigras und meiner Brombeere genommen habe (Ruht in Frieden) sagte ich, die beiden müssen noch irgendwo laufen dürfen wo sie kein Unheil anstellen.
      Neben den großen Stallungen ist ein großes Plätzchen was von uns nicht genutzt wird und 'wild wächst'. Dort haben die beiden seit gestern ihren 'Freilauf'. Massig viel Platz für so zwei kleine Dickerchen, dort wächst Unkraut, Kopfweide, Kastanie, diverse Kräuter und Schilf (u.a. im Graben).

      Bis zum Frühjahr dürfen die beiden dort erstmal toben. Im Frühjahr wollen wir ein Teil der Weide einzäumen, sodass die beiden dort rauf können. Sträucher pflanzen geht leider nicht, was der eigentliche Plan war. Die Fläche ist nur gepachtet und man ist nicht so damit einverstanden das dort was angepflanzt wird...

      Aber gut. Neben kuscheligen Stall, großer Offenstallfläche können die beiden nun noch etwas herumtoben. Geplant ist auch noch ein kleiner Spielplatz auf der neuen Tobe- und 'Ichfressbisichumkippe'-Fläche, aber eins nach dem anderen.

      Habe Bilder angehängt.
      Was wir noch nicht gemacht hatten, ist die beiden anzumelden. Habe meinen Partner erst gestern wieder darauf aufmerksam gemacht. Das anmelden ist nicht das Problem, ich habe 'Angst' vor diesen Ohrmarken. So oft wie die beiden durch Gestrüpp und Bäumchen laufen, ist die Gefahr wirklich hoch das sie sich was ausreißen... Eine Frau vom Amt hatte bei meiner Bekannten mit ihren 5 Ziegen ein Einsehen... die Marken liegen im Stall, aber keiner muss sie tragen. Aber die Ziegen sind auch alle schon sehr alt...
      Da wäre mir ein Chip wie bei unseren Hunden und Katern doch wesentlich lieber... Naja, die beiden sind jetzt angemeldet und mal gucken was da so kommt...


      Das war's auch erst mal :)


      Ps.: ICH plane noch eine dritte Ziege, da die beiden sosehr aneinander hängen das ich Angst habe, wenn einer umkommt, der andere zu sehr leidet. Mit noch einem Artgenossen an denen sie sich gewöhnen können, fällt das ganze vielleicht einfacher... Wobei dann wieder drittes Rad am Wagen... ist eine schwierige Angelegenheit, wenn man es mit der Ziegenhaltung auch nicht ausreizen möchte.
      Naja, der Plan in meinem Kopf steht, Männe weiß noch nix davon. Aber hoffentlich bald *oops*
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      Hallo Zuckerziege,

      ich habe gerade Deinen Beitrag gelesen und ich freue mich richtig, dass Deine Ziegen es so gut haben und Du mit viel Freude dabei bist. Ja, Ziegen sind ganz schöne Naschkatzen und ich musste lachen, denn so ist es uns auch ergangen. Apfelbäume, Weintraube und so manches musste auch schon dran glauben. :D

      Wunderschöne Bilder. Deine Ziegen sehen meinen sehr ähnlich.

      Grüsse HenryvonderWeide