Rückmeldungen, Rat und Tat zum Stall

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    • Rückmeldungen, Rat und Tat zum Stall

      Hallo,
      Komme erst jetzt dazu Fotos vom Stall zu posten.
      Weiters sind wir auf unseren ersten Nachwuchs sehr stolz und Rießen Freude!
      Sind wie gesagt Quereinsteiger und halten unsere genetisch hornlosen Zwergziegen als Haustiere für unsere 7jährige Tochter.
      Na, ja und in Wirklichkeit auch für uns.
      Das sind einfach großartige Tiere!!!
      Wie es Schein gibts von der zweiten Geiß im Frühjahr den nächsten Nachwuchs...
      Werde dann wohl wieder erweitern.

      Meine Fragen:
      - gibt anhand der Fotos Ratschläge etc. aus eurer Erfahrung was ich noch machen oder ändern sollte?

      - Einstreu: zuerst auf Rat eines benachbarten Schafbauern Mistmatratze aber dann aufgrund der Posts in diesem Forum aufgehört damit (war mir sowieso keine gute Lösung) und habe jetzt am Stallboden drinnen das Allspan bioaktiv drauf. Ca. 10 cm. Da kehre ich so gut es geht täglich den Großteil der Köttel runter bzw. lockere die Späne auf wo drauf uriniert wurde.
      Auf den Liegebrettern im Stall gebe ich nur ein bisschen Späne drauf (dass muss dann täglich zusammen mit den Kötteln runter).
      Gibts da vielleicht eine Gabel, Schaufel etc. die da gut verwendet zum Sieben der Köttel verwendet werden kann (Dh Köttel bleiben drinn in der Mistgabel/Schaufel und Späne fallen wieder raus)?

      Grundsätzlich Sauberkeit...
      Ich finde es schade das unsere lieben überall hinkötteln und vor allem im Stall urinieren.
      Es geht mir nicht um die Arbeit (im Gegenteil das Einsammeln (machen wir im Stall, im Offenstallbeteich und auch im Gelände) hat ja fast schon was meditatives.. :)
      Gibts eine Möglichkeit unsere Ziegen dazu bewegen nur draußen zu urinieren und als Krönung vielleicht auch nur draußen zu kötteln?
      Zwergziegenflüsterer oder so... ;)

      - Thema Heuraufe: habe inzwischen zwei Stück von Kernl (groß und kleine), ein weiteres Fsbrikat und nun zwei selbstgeschweisste aus Edelstahl. Die selbstgemachte habe ich mit engeren Stäben gemacht. So richtig glücklich bin ich nicht. Mein Tierarzt hatte auf einer Messe in Deutschland eine Raufe gesehen wo die Ziegenbdke Köpfe reinstecken mussten um zu fressen und anschließend natürlich wieder die Köpfe raus. Dadurch wenig Verluste.
      Er wusste aber nicht den Hersteller. Googeln hat auch nichts gebracht.
      Weiß wer was das ist?

      - Heu grundsätzlich: habe einen Biobauern bei dem ich 1. 2. und 3. Schnitt bekomme. Alle drei probiert. Ich sehe keinen großen Unterschied. Dort wo das feine Zeugs ist fällt halt nnehrvauf den Boden. Fressen tun sie aber alles. Was tun? Abwechseln?

      - Gras: habe beim Lagerhaus Eine „Weidegrasmischung“ gekauft. Steht aber nicht drauf was da alles drin ist. Das ganze habe ich im Sommer angesät, aber fressen tun sie es nicht gerne. Sie lieben es wenn ich sie rauslasse (jetzt Gott sei Dank mit Halfter (Danke nochmals an rebland Alpakas - tolle Qualität und sitzen perfekt) und Leine) und hinter dem Haus irgendwelches Gras fressen. Ist halt mühselig.
      Gibt es nicht irgendwo eine tolle Grassamenmischung oder einzelne Sorten die die Ziegen lieben zu kaufen?

      - Jetzt wo wir eine dünne Schneeschicht haben bekommen sie fast jeden Tag Tannen/Fichten/Föhrenzweige. Die lieben sie und ich liebe ihren Mundgeruch dann. :)
      Ist ständiges Vorhandensein (Sowie Heu) von diesem Futter gut oder eher nicht empfehlenswert?



      Auf jeden Fsll vielen Dank für eure wertvollen Ratschläge!!!

      LG
      Wilhelm
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      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Wilh ()

    • man kann Ziegen zwar trainieren, auf eine bestimmte Stelle zu urinieren, aber mit Kotabsatz hat das noch nicht funktioniert. Vor allem, da sie oft auch in den langen Wiederkäuphasen einfach im Liegen Kot absetzen - warum aufstehen, wenn es grade so bequem ist.

      Ausserdem ist bei allen Tieren Urinieren in eine weiche, saugfähige Unterlage = Sägespäne angenehmer als auf einen Untergrund, wo Urin wieder hochspritzt. Ich vermute jedoch, dass sie auch draussen urinieren, aber dass es nicht bemerkt wird, weil es sofort versickert.

      Sobald es richtig nass und regnerisch wird, wirst Du froh sein, dass sie sich im Stall lösen. Denn Köttel aus matschigen Boden klauben, ist richtig mühsam.
      Sabine M.H.
      working-goats.de Pack- und Fahrziegen
    • wilh schrieb:

      Ich finde es schade das unsere lieben überall hinkötteln und vor allem im Stall urinieren.
      Da kann ich den Hinweis von Sabine bestätigen - auch unserer Ziegen pieseln lieber auf weichen Untergrund als harten / blanken Boden. Wir haben eine kleine betonierte Fläche im Auslauf. Da konnte ich schon ab und zu beobachten, dass die Ziegen, wenn sie sich dort aufhalten, zum urinieren ein paar Schritte weiter auf die Wiese gehen und danach wieder zurückkommen. Man kann also über die Bodenbeschaffenheit zu einem gewissen Grad "lenken", wo die Ziegen Urin absetzen. Aber im Stall die Einstreu wegzulassen, in der Hoffnung sie machen dann nicht rein, kann ich nicht empfehlen.

      Was den Kotabsatz angeht scheinen sie dagegen gar nicht wählerisch, da wird einfach drauflosgeköttelt, ganz egal wo sie gerade gehen, stehen, liegen. Die Anatomielehrbücher sagen zwar, Ziegen haben einen Schließmuskel der willkürlich kontrolliert werden kann. Aber ich frag mich schon manchmal, ob das wirklich stimmt ;) Da seh ich auch kaum Chancen sie so zu trainieren, dass sie nur an bestimmte Stellen Kot absetzen.


      wilh schrieb:

      Gibts da vielleicht eine Gabel, Schaufel etc. die da gut verwendet zum Sieben der Köttel verwendet werden kann (Dh Köttel bleiben drinn in der Mistgabel/Schaufel und Späne fallen wieder raus)?
      Ich weiß nicht, wie fein diese Späne sind, die Du verwendest. Aber vielleicht wirst Du ja im Zoohandel fündig, bei Streuschaufeln fürs Katzenklo? Da gibts verschiedenste "Siebgrößen" für gröbere und feinere Streu.

      wilh schrieb:

      Heu grundsätzlich: habe einen Biobauern bei dem ich 1. 2. und 3. Schnitt bekomme. Alle drei probiert. Ich sehe keinen großen Unterschied. Dort wo das feine Zeugs ist fällt halt nnehrvauf den Boden. Fressen tun sie aber alles. Was tun? Abwechseln?
      Heuqualität scheint eine Wissenschaft für sich, ich bin da selbst noch in der Lernphase. Was ich mir gemerkt habe: Zwergziegen neigen zum verfetten, und sollten eher energiearm ernährt werden, mit hohem Rauhfaseranteil. Also Heu mit grober Struktur, eiweißarm und fruktanarm. Tendenziell trifft das eher auf spät geschnittenes Heu zu. Aber pauschal sagen kann man das nicht, weil auch Standort, Wetter und die Sortenzusammensetzung Einfluss auf die Heuqualität haben. Klee und Luzerne z.b. bringen viel Eiweiß ins Heu. Und ein heisser, trockener Sommer bringt anderes Heu als ein kühler, feuchter.
      Sprich Deinen Bauer mal darauf an, welchen Schnitt er Dir empfiehlt. Wenn er sich mit Ziegen nicht auskennt, sag ihm, dass "Pferdeheu" für Ziegen besser geeignet ist als "Milchkuhheu". Pferde soll man auch eher energie- und eiweißarm füttern, ein Milchbauer will dagegen energie- und eiweißreiches Heu, damit die Kühe gute Leistung bringen.

      wilh schrieb:

      Gras: habe beim Lagerhaus Eine „Weidegrasmischung“ gekauft. Steht aber nicht drauf was da alles drin ist. Das ganze habe ich im Sommer angesät, aber fressen tun sie es nicht gerne. Sie lieben es wenn ich sie rauslasse (jetzt Gott sei Dank mit Halfter (Danke nochmals an rebland Alpakas - tolle Qualität und sitzen perfekt) und Leine) und hinter dem Haus irgendwelches Gras fressen. Ist halt mühselig.
      Gibt es nicht irgendwo eine tolle Grassamenmischung oder einzelne Sorten die die Ziegen lieben zu kaufen?
      Auch hier würde ich zu einer Mischung raten, die für Pferdeweide ausgelegt ist, und nicht für Kuhweide, wegen des Eiweißgehalts. Außerdem mit Kräutern drin, um etwas mehr Abwechslung zu bieten. Wir haben im Frühjahr die Mischung "Pferdeweide mit Kräutern" vom "Wildackershop" ausgesäht, aber wegen der Hitze und Trockenheit diesen Sommer kaum etwas davon durchgebracht. Darum kann ich leider gar nicht sagen, ob das Gras bei den Ziegen gut angekommen wäre.
      Allerdings sind Ziegen auch keine ausgesprochenen Grasfresser. Sträucher und Büsche sind für sie die bessere Nahrung. Und von Flächen, auf denen sie ihren Kot und Urin hinterlassen haben, fressen sie eh nicht gerne. Da ist regelmäßiger Weidewechsel angesagt, dann gehen sie auch eher ans Gras.

      wilh schrieb:

      Weiters sind wir auf unseren ersten Nachwuchs sehr stolz und Rießen Freude!
      Sind wie gesagt Quereinsteiger und halten unsere genetisch hornlosen Zwergziegen als Haustiere für unsere 7jährige Tochter.
      Na, ja und in Wirklichkeit auch für uns.
      Das sind einfach großartige Tiere!!!
      Wie es Schein gibts von der zweiten Geiß im Frühjahr den nächsten Nachwuchs...
      Hast Du Dich schon etwas mit Genetik beschäftigt? Kennst Du die Stammbäume Deiner Tiere?
      Meines Wissens ist die Zucht mit genetisch hornlosen Ziegen nicht ganz unproblematisch. Verpaart man reinerbig hornlose Tiere, ist zwar auch der Nachwuchs hornlos, aber gleichzeitig kann auch die Geschlechtsentwicklung der Nachkommen gestört sein, Zwitterbildung und somit Unfruchtbarkeit auftreten. Bei mischerbig hornlosen Tieren hat man dieses Risiko nicht, aber da kann eben auch Nachwuchs mit Hörnern rauskommen.
    • Zum Thema Heuraufen. Wir haben selbstgebaute Raufen aus Holz. Da die Heuverschwendung doch recht hoch war, haben wir nun Gewebeband reingemacht - siehe Foto. Muss sagen, das klappt echt super. Die Tiere müssen sich nun zwar ein bisschen mehr anstrengen, um das Futter rauszubekommen. Dafür wird aber sauber aufgefressen. Unterhalb an den Raufen haben wir nochmal so eine Art Auffangbehälter, damit das rausgezupfte Heu nicht auf den Boden fällt. Diese Behälter waren früher immer voll und wurden selten angerührt. Mittlerweile wird auch da rausgefressen. Denn was in die Auffangbehälter einfällt, ist eine schnelle Mahlzeit, da man nicht lange zwischen den Gewebebändern rumkramen muss :P
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