Selenmangel? Wenige Stunden altes Lamm schwach, Zustand verschlechtert sich

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    • Achte vor allem darauf, dass das, was Du zum Tränken gibst, warm genug ist!

      Zieh das durch, alle 2 Stunden tränken....Melke, stell Dir ein heisses Wasserbad daneben, wo Du die Milch zwischendurch wärmen kannst.

      Nabel kannst Du prohylaktisch noch desinfizieren mit Jod.

      Plautze?

      Noch was Wichtiges. Du musst das Lamm wiegen und daran die Tränkemenge ausmachen. Auf schaf-foren.org findest Du eine Anleitung, wie Du das ausrechnest.Unter Geburt und Aufzucht der Lämmer. Tränkeplan. Denke mal alle 2 Stunden nicht mehr wie 20-50 ml, je nach Gewicht. Eine Überfütterung wäre auch fatal!

      Glaube 4kg Lamm kriegt 50 ml alle 2 Stunden. So als Anhaltspunkt....Kannst ja dann umrechnen..


      Man kann im Notfall Ersatzmilch auch mit mindestens 10 %iger Dosenmilch
      & Eigelb & Traubenzucker & Lebertran selbst anrühren.

      Obiges habe ich gefunden. In Eigelb ist Selen, Kupfer usw.. Ggf. kannst Du Ei unter die Biestmilch mischen. Gut warm tränken.
      In Deiner Notlage....

      Wenn das Lamm saugschwach ist, ist es gar nicht in der Lage genügend zu trinken. Fütter alle zwei Stunden, bis es kräftig genug ist.

      Grüsse
      HenryvonderWeide
      Grüsse
      HenryvonderWeide
    • Guten Morgen!

      Ich hab eure Nachrichten gestern Abend noch gelesen (danke), war dann aber zu müde um noch zu antworten.

      Also:
      Gestern Nacht hat er ein Mal nach Anhalten getrunken, und zwar recht energisch. Seither aber nicht mehr von sich aus, ich füttere.
      Er wirkt etwas stärker, aber das ist auch jedes Mal wieder anders, wenn ich rein komme. Diese"Stimmungsschwankungen" machen mich fertig. Verschlechtert hat sich der Zustand auf jeden Fall nicht. Seine Gegenwehr beim Füttern wird stärker, ich denke, das ist positiv, weil er kräftiger wird.
      Mich wundert aber, dass es keine klare Änderung gibt. Bisher kannte ich das so, dass sich der Zustand relativ schnell relativ eindeutig in eine Richtung ändert, aber hier, bis auf so kleines auf und ab, sehe ich bei ihm keine wirkliche Änderung. Vielleicht bin ich anrufen auch einfach ungeduldig.
      Danke für den Tipp mit dem Wasserbad! Ich hab mir schon den Kopf zerbrochen, wie ich die Milch während dem Füttern warm halten kann, bin aber nicht drauf gekommen.

      Beine sind immer noch x-ig, Mal stärker, Mal weniger stark, manchmal nach hinten weggeschoben.

      Kupfer (Kupfersulfat in Wasser gelöst) habe ich ihm letzte Nacht 0,05gr gegeben (ca, Briefwaage ist etwas ungenau), die Hälfte der bei weiss-die-Geiss angegebenen Menge. Ich beobachte, und gebe bei Bedarf lieber nochmal eine kleine Menge. Der Mutter hab ich schon vorgestern Kupfer gegeben. Selen bekommt sie dann nachher auch noch.

      Danke für den Hinweis mit der Milchmenge! Habe ich eben erst gesehen. Ich hatte mich das auch schon gefragt, ob zu viel zu viel sein kann, und was genau zu viel ist. Ich schau gleich Mal rein und rechne nach.

      Gemütszustand: schwer zu beschreiben. Augen sind klar. Ich denke, das beste Wort, das seinen Zustand beschreibt, ist verdattert. Er reagiert, aber eben etwas langsam, aber wirkt immer etwas desorientiert. Als ob er nicht so richtig weiß, was er mit sich anfangen soll. Das aber auch Mal mehr und Mal weniger.
      Die Kotfarbe hat sich leicht verändert, von diesem klebrigen gelb-orange zu Ocker mit Grünstich. Das grünliche könnte von Kupfer kommen, aber die Konsistenz ist auch etwas anderes (weniger klebrig, leicht fester, mit leichtem Schleim drin). Und ich bilde mir ein, kleine Luftblasen darin zu sehen. Bin kein Profi beim Lämmer-kot, habe das aber bisher auch noch nie beobachtet, also diese Änderung. Vielleicht aber auch nur nie darauf geachtet.

      Ich glaube, ich habe jetzt alle Punkte erwähnt. Ich bleibe dran mit Füttern und Beobachten und melde mich später nochmal.

      Danke!
    • Kurzer Zwischenstand: er hat gerade vorbildlich getrunken, wirklich sehr gut und viel und entschlossen. Ansonsten immer noch wackelig, verdattert und schwächlich.

      Ich behandle jetzt gegen EColi, so ganz nach Tierarzt-Art - im Zweifelsfall Antibiotika.
      OK, ich sag das jetzt nur so. Ich hab mir das sehr gründlich überlegt, und bin zu den Entschluss gekommen, dass ich jetzt einfach meiner Wahrnehmung vertraue. Und selbst wenn ich falsch liege, was ich eigentlich nicht glaube, wird ein unnötiges Antibiotikum weniger Schaden anrichten, als der Schaden, wenn ich ihm ein nötiges Antibiotikum nicht gebe.


      HenryvonderWeide schrieb:

      Man kann im Notfall Ersatzmilch auch mit mindestens 10 %iger Dosenmilch & Eigelb & Traubenzucker & Lebertran selbst anrühren.

      Obiges habe ich gefunden. In Eigelb ist Selen, Kupfer usw.. Ggf. kannst Du Ei unter die Biestmilch mischen. Gut warm tränken.
      Das ist ja so hilfreich, auch für die Zukunft! Wirklich gut zu wissen.

      Ich berichte dann vmtl heute Abend wieder.
    • Stabouna schrieb:

      Und selbst wenn ich falsch liege, was ich eigentlich nicht glaube, wird ein unnötiges Antibiotikum weniger Schaden anrichten, als der Schaden, wenn ich ihm ein nötiges Antibiotikum nicht gebe.
      Sehr gut, das nennen wir Dialektik. Ich bewundere Dich, Kompliment!

      Eigelb heißt zwar Eigelb, aber es ist Eiweiß, was viele nicht wissen. Sicher sind da auch Spurenelemente drin.
      Auf Lebertran würde ich wirklich verzichten, soll der ein Trauma kriegen?
      Herr, Sir Henry möge mal die Quelle des Rezepts angeben. Ich ahne Fürchterliches.
      _______________

      Tierliebe: Sie knuddeln, knutschen, streicheln, schlecken sie ab, ihre Samtpfoten, Fellnasen, Bidülchen, "Familienmitglieder", Seelenverwandten, heulen Rotz und Wasser im Fall von Krankheit und Tod, lassen einäschern und verwahren Urne und Foto auf dem Sideboard.
      Dann stehen sie an der Fleischtheke und sagen: "800 gr Gulasch, bitte, gut abgehangen."
    • Hallo Piroschka,

      Eigelb ist als Notfallversorgung bei Lämmern und Mangel eine Option, wenn ich gar nichts da habe und nicht weiss, wieviel ich von den Stoffen Selen und Kupfer geben muss, ohne dem Lamm zu schaden.

      Ich weiss und verstehe nicht, warum Du das jetzt so runterziehst. Eier hat jeder da und bevor mir ein Lamm wegstirbt, würde ich das machen, wenn ich gar keine andere Möglichkeit habe.....

      Eigelb in Biestmilch.....schön warm :thumbsup:
      ist für den Notfall geeignet....

      Aber ich kann jedem, der Lämmer erwartet nur empfehlen so was wie Lämmerfit im Haus zu haben.

      Stabouna, bleib dran mit dem zufüttern, lass morgen den Tierarzt kommen....
      Habe früher selbst viel in Griechenland gebraucht für die Tiere, daher weiss ich das es Läden gibt, wo Du viel landwirtschaftl. Bedarf, wie Entwurmungen, Zusatzutter usw. bekommst. Das war in Kavalla. Oder hat sich das geändert? Und der Tierarzt in Kavalla war supernett :)

      Grüsse
      HenryvonderWeide
      Grüsse
      HenryvonderWeide
    • HenryvonderWeide schrieb:

      Ich weiss und verstehe nicht, warum Du das jetzt so runterziehst.

      Piroschka schrieb:

      Eigelb heißt zwar Eigelb, aber es ist Eiweiß, was viele nicht wissen. Sicher sind da auch Spurenelemente drin.
      Ich kann kein "Runterziehen" erkennen, geschätzter Diskutant.

      HenryvonderWeide schrieb:

      Eier hat jeder da
      Wer's glaubt, wird selig.

      Piroschka schrieb:

      Herr, Sir Henry möge mal die Quelle des Rezepts angeben.
      Ist das möglich?
      _______________

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      Dann stehen sie an der Fleischtheke und sagen: "800 gr Gulasch, bitte, gut abgehangen."
    • Liebe Piroschka, was meinst Du was in Biestmilcheratz drin, dass Du kaufen kannst. Ei, ja Ei. Vermutlich ist dss auch im Lämmerfit drin.

      Ich habe auch keine Lust ewig Quellen für Dich anzugeben. Ich denke Stabouna wird schlau genug sein, zu googeln und dir Richtigkeit des Tips zu prüfen.

      Google mal selbst unter Biestmilchersatz selbst herstellen.

      Ich finde, das war ein guter Tip für den Notfall.

      In Griechenland hat fast jeder Hühner auf dem Land und somit auch Eier.

      Grüsse
      HenryvonderWeide
      Grüsse
      HenryvonderWeide
    • HenryvonderWeide schrieb:

      Ich habe auch keine Lust ewig Quellen für Dich anzugeben.
      Ewig ist anders.
      Daß hier noch mehr Leute lesen und Interesse haben könnten, scheint Dir nicht in den Sinn zu wollen. Fixierung?

      HenryvonderWeide schrieb:

      Ich denke Stabouna wird schlau genug sein, zu googeln und dir Richtigkeit des Tips zu prüfen.
      Vielleicht kommt sie auch darauf, mal zu durchdenken, wie hoch der Fettgehalt (und Zuckergehalt) der
      Dosenmilch (= Kondensmilch) ist, die man übrigens nicht überall bekommt. So manches Mal stehen fordernde deutsche
      Touristen in französischen Supermärkten und schreien wild gestikulierend (so wie der disziplinierte Deutsche sich eben vorbildhaft aufführt) nach "Leid in Dosen", nicht ahnend, daß lait = Milch [lä:] und nicht [leit] gesprochen wird. Es gibt hier keine Dosenmilch, obwohl sie nach 1800 von einem französischen Konditor entwickelt worden ist.
      Dextrose (Traubenzucker) gibt es ebensowenig, wie ich heute zufällig in anderem Zusammenhang in der Apotheke ermittelte.

      Ob sie Lebertran auf dem Peloponnes bekommt, wage ich zu bezweifeln. Also eine zusätliche von Dir empfohlene Fettbombe.

      Gibt man nun die von Dir empfohlenen Mittel in Deiner Reihenfolge in Suchmaschinen ein, wird man hier fündig:

      kaesekessel.de/forum/laemmeraufzucht-t-521-1.html

      Dann wird Stabouna, da sie denken kann, merken, daß dies ein fahrlässiger Tipp ist, der das Lamm umbringen kann. Denn eine vielleicht für Schaflämmer angemessene Zusammensetzung ist für Ziegenlämmer denkbar ungeeignet wegen der völlig anderen Zusammensetzung, die bei Ziegenlämmern erforderlich ist. Zu fett, zu süß. Tödlicher Cocktail.

      Uns bleibt natürlich der bittere Trost, daß Du es ja nur gut gemeint hast.
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      Dann stehen sie an der Fleischtheke und sagen: "800 gr Gulasch, bitte, gut abgehangen."
    • Ja, dann wären ja schon tausende Lämmer tot, die Biestmilchersatz bekommen haben.
      Der herkömmlichr Biestmilchersatz für Schafe ist genauso für Ziegenlämmer.
      Beste Erfahrungen bei Mehrlingsgeburten gemacht.

      Stabouna braucht ja auch kein Biestmilchersatz. Sie sollte lediglich ein Ei mit der Biestmilch ihrer Ziege zur Stärkung Ihres Lammes mischen. Da ihre Ziege Milch gibt, ist das ja nur eine Notversorgung, weil sie nichts hatte.

      Lass doch einfach mal Dinge stehen, als alles auseinander zu nehmen. Der Tipp ist gut.

      Lebertran kriegst Du in jeder Apotheke auch in Griechenland.

      Desweiteren ist die Lämmermilch aus Raiffeisen sowohl für Ziegen-, wie auch für Schaflämmer.
      Grüsse
      HenryvonderWeide
    • HenryvonderWeide schrieb:

      bleib dran mit dem zufüttern
      Hat jetzt die Ziege ein Problem oder das Kitz? Ich werd nie verstehen warum man bei einem gesunden Muttertier zufüttern sollte - Milch scheint ja vorhanden zu sein, was sollte das Kitz in diesem Alter sonst noch brauchen? Selen (in Kombination mit Vit E) hats wohl bekommen und das hat offenbar auch geholfen bzw. nicht geschadet.
      Selbst auf Verdacht mit Antibiotika zu behandeln ist wohl auch nicht die feine Art, wenn ich der Meinung bin dass dem Tier was fehlt was sich nicht in naher Zukunft von selbst legt würde ich den Tierarzt rufen. Besser er sieht sich das Tier an bevor jemand herumexperimentiert und durch voreilige Medikamentengabe eine Diagnose erschwert wird.

      Mir fällt auf die Schnelle garkein Tier ein, welches Eigelb für die Entwicklung benötigt... Vielleicht ein junger Iltis nach dem Absetzen von der Milch?
      Being a vegan is a missed steak
    • Guten Morgen!

      Entschuldigt, ich bin zur Zeit immer so müde abends, ich hab's nicht mehr geschafft zu schreiben. Also, der kleine trinkt jetzt wieder, wenn ich ihn anhalte. Da bin ich erstmal echt erleichtert. Ich füttere trotzdem ein wenig zu, um sicher zu gehen, dass es genug ist.
      Er hat heute morgen erste Ansätze gemacht, zu springen. Hat nicht geklappt, aber der Wille war zu erkennen. Das war nun endlich auch genügend Bewegung, dass ich mir mit den EColi sicher bin. Wenn die Medikamente anschlagen, erwarte (oder erhoffe) ich eine einigermaßen zügige Besserung. Natürlich kümmere ich mich weiterhin um die Mängel und die entsprechende Behebung.

      Kavala? Wie schön! Ich war noch nie in Nord-Griechenland. Muss echt schön sein dort!
      Die Sache ist, die "Stadt", in der ich meine Besorgungen mache, ist eine Kleinstadt. Es gibt dort zwar Futtermittelhandel, gibt ja auch jede Menge Ziegen hier. Dort haben sie auch die Standards (Leckstein, ein Vitaminmix, Milchpulver), aber das war's. Medikamente für Tiere bekommt man in der Apotheke, und die sind natürlich auch nicht spezialisiert. Futtermittelhandel und Apotheken habe ich in der Vergangenheit schon abgeklappert, die haben kein Lamner-fit oder vergleichbares. Dann gibt es noch den TA, den hab ich schon allgemein nach Sachen für schwache Lämmer gefragt, aber ich frag jetzt heute nochmal explizit nach. Bin bisher aber nicht so überzeugt. Die Mineralien die ich hier hab, hab ich mir alle nach und nach aus der Apotheke gekauft, aber laut Apotheker ist das hier nicht so "in Mode", also, er meinte, sonst frag da kaum jemand. Nett ist der TA hier aber auch - wie erfreulicherweise fast alle Griechen. Aber das weißt du ja...
      Sicherlich gibt es entsprechende Läden in größeren Städten, aber die größeren Städte sind hier eben Mangelware. (Auch wenn ich sie nicht vermisse). Die beschriebene Kleinstadt ist schon eine Autostunde entfernt.

      Ihr nehmt es mir nicht übel, wenn ich die Eigelb-Diskussion Mal überspringe?

      Bis später / heute Abend (falls ich nicht wieder zu müde bin)!
    • Guten Morgen!
      Der TA hatte gestern ein Schild an der Tür hängen, dass er außerplanmäßig geschlossen hat. Am Montag dann wieder... Soviel dazu.
      Als ich von der Stadt zurück kam, hatte der kleine das euter komplett leer getrunken, ohne Anhalten. Ich beobachte natürlich, ob das auch so bleibt.
      Heute scheint hier endlich Mal die Sonne, also hab ich ihn samt Mama rausgestellt. Nach verdutzt rumstehen, dann verdutzt rumliegen, ist er mit seinen 4 Wochen älteren Geschwistern rumgefetzt. Aber nur kurz, war wohl anstrengend, aber sehr schön.
      Ich beobachte natürlich weiterhin, bin aber gerade recht optimistisch.
      Ich melde mich dann in ein paar Tagen nochmal, falls euch interessiert, wie es dem kleinen dann geht, falls ich zwischendurch nicht doch nochmal Fragen habe.
      Auf jeden Fall schonmal herzlichen Dank für eure Unterstützung und Hilfe und Mühe!
    • Stabouna schrieb:

      Nach verdutzt rumstehen, dann verdutzt rumliegen, ist er mit seinen 4 Wochen älteren Geschwistern rumgefetzt. Aber nur kurz, war wohl anstrengend, aber sehr schön.
      Der denkt sich: "Schöne neue Welt"!

      de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6ne_neue_Welt

      "Rumgefetzt" und "rumgewetzt" gefällt mir. Falls er ein gelbes Fell hat, nenn ihn "Gilet jaune".

      Dann hat sich der Einsatz ja gelohnt und war mit 40 Diskussionsbeitragen, von denen die meisten nützlich waren, recht ökonomisch.
      Jedenfalls, wenn ich ihn mit einer Diskussion von 130 Beiträgen und 40 bis 60 Telefonaten plus 2000 € TA-, Medikamenten- und Klinikkosten vergleiche. Dort haben wir zwar entgegen den Erwartungen und Empfehlungen (EINSCHLÄFERN) von 4 Tierärztinnen der Ziege Leben retten können. Sich durchzusetzen war gar nicht einfach.
      Da reichten die "Fachdiagnosen" von Kalklunge (quasi über Nacht), Lunge voller Abszesse, eitrige Geschwüre bis Tumore, die Ferndiagnose indes auf Folgen von Lungenwurmbefall, letzterer nachgewiesen.
      Prognose aus der Ferne: langsame Erholung. Inzwischen erkennbar.
      Eine Nachentwurmung wurde in der Klinik abgelehnt: "Sie haben ja schon entwurmt" [einmal]. Hypobiose: nie gehört.
      Am flexibelsten war noch die jüngste Ärztin in der Klinik, dachte wenigstens nach.
      Dies alles in einer deutschen Universitäts-Tierklinik, die im Forum immer hochgejubelt wird.
      Meine Empfehlung: sich bilden, stets die Deutungshoheit behalten.
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      Tierliebe: Sie knuddeln, knutschen, streicheln, schlecken sie ab, ihre Samtpfoten, Fellnasen, Bidülchen, "Familienmitglieder", Seelenverwandten, heulen Rotz und Wasser im Fall von Krankheit und Tod, lassen einäschern und verwahren Urne und Foto auf dem Sideboard.
      Dann stehen sie an der Fleischtheke und sagen: "800 gr Gulasch, bitte, gut abgehangen."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Piroschka () aus folgendem Grund: ein "e" bei wurde (viertletzte Zeile) angefügt

    • Guten Morgen!
      Vielen Dank für eure Nachrichten, ich musste schmunzeln...! Ich freue mich auch, dass es dem kleinen besser geht!
      Und der beschriebene Fall von dem anderen Zieglein... Das muss man auch erstmal packen, nervlich und finanziell...
      Ich hab noch nicht geantwortet, weil ich erst schreiben wollte, wenn ich mir völlig sicher bin, dass alles gut ist mit dem kleinen. Anstatt das schreiben zu können, muss ich nun leider wieder etwas fragen:
      Nachdem der kleine jetzt 2 Tage lang vorbildlich getrunken hat, hat sein Saugreflex nun wieder nachgelassen, Milch bleibt im Euter (zu viel für meinen Geschmack). Ich gebe zusätzlich wieder von habe Milch. Außerdem ist seine Augenlid-Farbe viel zu hell (es kommt mir vor als wird sie heller), und er atmet laut. Also nicht rasselnd, aber eben laut. Also würde es Anstrengung / Konzentration erfordern. Er ist schon einigermaßen fit, rennt teilweise auch rum, wenn er draußen ist (seine älteren Geschwister sind nur leider schon viel zu erwachsen für ihn...). Aber trotzdem, irgendwas stimmt nicht.
      Ich bin mir sicher, dass die bisherige Behandlung richtig war (auch gegen EColi) . Aber es kann doch nicht sein, dass ich ihm jede Woche Mineralien geben muss, oder doch?
      TA war Montag wieder nicht in der Stadt, dieses Mal habe ich aber immerhin vorher angerufen und bin nicht umsonst gefahren. Vielleicht am DO, aber ehrlich gesagt erwarte ich mir da nicht sonderlich viel, besonders bei Mangelgeschichten.
      Habt ihr noch irgendwelche Ideen? Oder weiter machen wie davor und Geduld üben?
      Vielen Dank! Und entschuldigt!
    • Mineralien würde ich erneut geben, minimal, anschließend die mögliche Veränderung beobachtend.

      Das heftige Atmen geht möglicherweise auf eine Infektion zurück, miß bitte Temperatur.
      Ich erwähne diese >Möglichkeit jedoch nur der Vollständigkeit halber, nicht, weil ich davon überzeugt bin.
      Alles ist im Hinterkopf zu behalten.

      Viel entscheidender scheint mir Verwurmungsverdacht mit der Folge der Blutarmut (also gefährliche blutsaugende
      Würmer) und der weiteren Folge der Sauerstoffunterversorgung, daher Atemnot zunehmend und Pumpen, Frequenzerhöhung.

      Weitere Folge der Blutarmut: Mangel an Nährstoffversorgung.

      Bitte wiege das Lamm täglich bis zweitäglich. Gesundheitsbuch führen (am besten keine Zettelwirtschaft).

      Das Lamm wird heute 8 Tage alt.
      Nun habe ich von Entwurmung bei so jungen Tieren keine Ahnung (oder vergessen, das weiß ich nicht!)
      Welche Entwurmungsmittel stehen Dir theoretisch zur Verfügung?
      Ich frage wegen der eventuell noch nicht völlig bestehenden Blut-Hirn-Schranke (barrière hémato-encéphalique; hematoencephalic barrier), denn manche Mittel durchschreiten diese bei so jungen Tieren.

      P.S. Was ist "von habe Milch"?
      _______________

      Tierliebe: Sie knuddeln, knutschen, streicheln, schlecken sie ab, ihre Samtpfoten, Fellnasen, Bidülchen, "Familienmitglieder", Seelenverwandten, heulen Rotz und Wasser im Fall von Krankheit und Tod, lassen einäschern und verwahren Urne und Foto auf dem Sideboard.
      Dann stehen sie an der Fleischtheke und sagen: "800 gr Gulasch, bitte, gut abgehangen."
    • Dass Milch im Euter bleibt kann nach 8 Tagen auch an der Laktationskurve der Ziege liegen - speziell bei eniem einzelnen Kitz kann da schon mal eine Seite reichen. Ist das Tier satt saugt es auch nicht mehr so stark.
      Ist der Bauch gefüllt? - LEICHT von beiden Seiten drücken (geht mit einer Hand), man merkt sofort ob (gut) gefüllt oder (fast) leer.
      Wenn es pinkelt zeugt das auch von genug Flüßigkeit = aufgenommene Milch. Kotkonsistenz sollte nicht flüßig sein - Bereich um den Hinterausgang gelb verklebt oder relativ sauber?
      Being a vegan is a missed steak
    • Hallo,

      im Grund weisst Du ja gar nicht, was jetzt eigentlich das Problem ist. Alles nur Vermutungen.

      Du müsstest die Lidbindehäute aller Deiner Ziegen prüfen, ob Du ggf. ein parasitäres Problem hast. Desweiteren werden in Griechenland wohl auch noch ganz andere parasitäre Krankheiten eine Rolle spielen. Das müsstest Du abchecken.

      Sollte das Muttertier einen schweren Mangel haben, fehlen auch der Milch die Nährstoffe.
      D.h. Mineralstoffgaben für das Muttertier und für das Lamm. Diese müssen in der Zusammensetzung passen!

      Sollte das Lamm eine bakterielle Infektion der Atemwege haben, ist unbedingt der Tierarzt aufzusuchen.

      Vielleicht kannst Du mal ein Bild von Lamm und Muttertier einstellen, damit man mal den Gesamteindruck sieht.

      Grüsse
      HenryvonderWeide
      Grüsse
      HenryvonderWeide
    • Guten Morgen!
      Vielen Dank für eure Nachrichten!

      Also: habe jetzt nochmal etwas Kupfer gegeben, ganz wenig. Selen dann später. Bisher war meine Beobachtung, dass es nach Mineraliengabe besser wurde, und dann wieder etwas schlechter nach ca 2 Tagen. Als ob das Mineral nicht gehalten wird... Würde ja zu den Parasiten passen, oder? Ich hab auch in die Richtung spekuliert, dachte aber, so schnell haben die keine Würmer. Ich beobachte.

      Allgemein kann man den Zustand aber gar nicht mit davor vergleichen, es geht ihm viel besser. Andere würden gar nicht denken, dass der kleine ein Problem hat (und ich zweifel manchmal auch an mir und ob ich mir das nur einbilde. Aber bisher lag ich eigentlich immer richtig, also es gab auch ein Problem, wenn ich es dachte)

      Temperatur: 2x hintereinander gemessen, einmal kam 37,5, einmal 38,5. Super, wenn das Thermometer so genau ist. Ich messe nachher nochmal.

      Hier habe ich panacur und vermox (mebendazol) eigentlich für Hunde, hat aber schonmal eine Ziege gerettet, sicher verfügbar ist auch albendazol. Weitere müsste ich erfragen. Blut-Hirn-Schranke, das macht mir an Angst....

      "Von habe Milch" heißt, ich hab Mal wieder nicht überprüft, ob die Autokorrektur alles richtig macht... Eigentlich "ich gebe von HAND Milch zu"

      OK. Offensichtlich trinkt der kleine. Bauch fühlt sich ein wenig an wie ein Wasserbett, also muss wohl was drin sein. Danke, eine Sorge weniger. Allerdings geben unsere Ziegen nicht so viel Milch, also nicht wie deutsche Ziegen, daher wundert mich, dass was übrig bleibt. Aber gut.
      Bleibt noch die Atmung und die Augenlidfarbe.

      Hinterausgang ist relativ sauber, also jedenfalls nicht so wie in den ersten Tagen.

      Natürlich weiß ich nicht wirklich, was er ganz genau hat, leider. Aber ist es nicht immer irgendwie Spekulation, bis die Würmer schon hinten rauskommen, oder bis eben die vermutete Behandlung anschlägt? Also, zumindest beim TA hab ich das Gefühl, dass er bei ungewöhnlichen Problemen auch nach Versuch und Irrtum geht. Also, wenn es eben kein Standard-Problem mehr ist.

      Parasiten habe ich schonmal versucht zu erfragen, leider sind Infos nicht so leicht zu bekommen. Sieht aber so aus, als ob hier eben auch v.a. Würmer ein Problem sind, und kokkizidien, die aber nicht so sehr.

      Der Mutter habe ich schon Mineralien gegeben, also Selen und Kupfer. Ich hatte die regelmäßige Kupfer-Gabe ausgesetzt, während sie trächtig waren, aus Angst den ungeborenen Lämmern zu Schaden. War wohl ein Fehler.

      Bis später, und danke!