Moos in Wiese/Glyphosat

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    • Moos in Wiese/Glyphosat

      Hallo Zusammen,

      die Einstellung vieler Glyphosat gegenüber ist doch sehr gemischt.

      Dieses Jahr habe ich an einigen Stellen auf der Wiese Moos. Ich sehe die Ursache noch in der Dürre, die die Wiesen ganz schön beansprucht hat.

      Bodenprobe geht weg....

      Jetzt müsste die Wiese auch gestriegelt werden und natürlich Nachsaat.

      Das wollte ich machen lassen und auf meine Frage, wegen des Mooses: Jahhh, da muss Glyphosat drauf, muss ausgemerzr werden Unkraut auf einer Weidewiese. Habe ich abgelehnt, ich sehe in Glyphosat eine Gefahr für unsere Umwelt und Tiere.

      Aber, die Einstellung des Unternehmers stimmt mich sehr nachdenklich.

      Vieviele verwenden das noch auf ihren Heuwiesen? Im Grunde kann man nicht sicher sein, wenn man Heu zukauft, dass das nicht verwendet wurde.

      Grüsse
      HenryvonderWeide
      Grüsse
      HenryvonderWeide
    • Ähh??

      Glyphosat gegen Moos? Wie kommt der denn auf das schmale Brett? Grundsätzlich würde es ja helfen mit der Folge dass die komplette Vegetation zerstört wird!! Ich würde dir Intensives Striegeln + kalkung empfehlen sollte der Moosanteil sehr hoch sein solltest du das gestriegelte Material abfahren. Allerdings würde ich zuerst die Bodenprobe abwarten. Zudem ist es sinnvoll dann natürlich eine passende Nachsaat auszuwählen auch solltest du evtl. eine Düngung in Betracht ziehen. Warum bekommt das Moos die überhand? Genau weil andere Gräser,Kräuter und Leguminosen zu stark geschwächt werden dass hängt nicht nur mit dem letzten Sommer zusammen sondern mit jahrelangen Bewirtschaftungsfehlern! Aber aus denen lernt man ja bekanntlich;)
      Vom Glyphosat einsatz würde ich dir auf Grünland aber definitiv abraten im Ackerbau sieht das je nachdem schon anderst aus.
    • Hallo S. Bure.Simon,

      ja der meinte sogar, ich hätte zuviel gegoogelt. Wäre alles Quatsch, was man über Glyphosat sagt....Ich sagte ihm, das Zeug kommt mir nirgendwo hin.

      Ich denke auch striegeln, kalken....
      Ich habe an Waldrandnähe Moos. Hat mich nicht gestört. Gekalkt habe ich auch immer, aber nachhaltig. Jetzt nach der Dürre, und die Fläche war arg mitgenommen letztes Jahr, sind auf der Wiese so wie Moosnester. Also nicht überall....

      Die Bodenprobe wird es bringen

      PS. Habe auch festgestellt, dass im Moos viele Blindschleichen sind, am Waldrand....deshalb lass ich da immer einen Streifen....Tja, so bin ich :/

      LG
      HenryvonderWeide
      Grüsse
      HenryvonderWeide
    • Der PH Wert kann auch 6.4 haben und trotzdem fehlt im was! Der Schluss das man bei hohem PH werten nicht kalken muss stimmt je nach Bodenart nicht! Es wäre interessant mit was du bisher gekalkt hast und welche bodenart bei dir vorkommt desweiteren wären die Gehaltsklassen der Bodennährstoffe interessant zu wissen. Sowie wenn vorhanden der Humusgehalt des Bodens. Bin leider momentan recht eingespannt deshalb kanns mit einer Antwort auch mal bissl dauern.
    • Die Böden hier sind schwer. D.h. die untere Schicht steiniger Lehmboden. Gut feste Grasnarbe, gewachsener fester Boden. Unterschiedl. Humusbildung.

      Bisher Urgesteinsmehl ausgebracht, kohlensaurer Kalk.

      Warte noch immer auf die Ergebnisse der Bodenproben.

      Denke aber dieses Jahr B-Kalk auszubringen.
      Grüsse
      HenryvonderWeide
    • Ne, wie unterschiedlich sind doch die Meinungen. Im Raiffeisen sagte man, wenn man Branntkalk ausbringt, können Tiere nach 14 Tage wieder drauf. Völlig ungefährlich.

      Heute sagte mir ein Landwirt, nein, dann ist die Wiese für dieses Jahr hin und für Tiere zu gefährlich. Der Branntkalk würde alles wegätzen. Auch dauert es, bis man Nachsaen kann.

      Bin mir aber nicht sicher, ob Raiffeisen ein paar Säcke meint und der Landwirt mehre Tonnen.

      Also bliebe die Alternative Moos entfernen und Nachsaat und Kalkung auf den Winter verschieben, oder eine weniger agressive Kalkart wählen. z.B. Kohlensaurer Kalk.

      Grüsse
      HenryvonderWeide
      Grüsse
      HenryvonderWeide
    • Naja Branntkalk würde ich sowieso nicht nehmen nimm einen granulierten Algenkalk wenn du bedarf hast. Ich nehme zum beispiel Montex G8 der hat noch 8%P drin. Nachsaat musst du bis spätestens ende März erledigt haben das heißt schönes Wetter zum Striegeln und nachsäen nutzen anschließend nachsäen und auf üppig regen hoffen. Nach 6-8 Wochen auf jedenfall einen schröpfschnitt bzw. Eine sanfte beweidung machen.
    • Wenn der Boden, ich sag mal, ausgelaugt ist, also ohne "Nährstoffe" ist, kommt Moos.
      So hat mir das mal ein Gärtner erklärt. Wenn ich Moos in der Wiese habe, dünge ich diese.
      Man muß zwar sehr oft mähen, aber das Gras wird dann immer dichter und das Moos verschwindet.

      Vielleicht kannste das ja mal probieren.
    • Hallo Sepp,

      danke für Deine Antwort. Ja, irgendwas in der Richtung vermute ich auch.

      Habe ja schon Bodenprobe zur Untersuchung und warte immer noch auf die Ergebnisse. Irgenwie dauert das. Werde diese Woche da mal anrufen..

      Angefangen habe ich mit Kalkung an den Waldrändern. Wiese abziehen. Durch die neue Situation reicht aber die Wiesenschleppe nicht mehr, sodass ich jetzt einen Wiesenstriegel gekauft habe, der die Wiese besser von Moos befreit und die Wiese auch belüftet. Das sollte dann 2x im Jahr gemacht werden damit. Wenn ich die Ergebnisse habe, ggf. düngen und Nachsaat drauf. Mittlerweile gibt es ja zig Mischungen.
      Auch Schafsweide für Schafe, Ziegen mit Kräuter. Bis Ende März sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und hoffe dann auf saftiges grün.

      Grüsse
      HenryvonderWeide
      Grüsse
      HenryvonderWeide
    • Hallo,

      die Bodenwerte sind da.
      pH Wert 4,9
      Folgende Werte sind niedrig:
      Phosphor und Kalium
      Sehr niedrig ist Natrium und Bor
      Düngeempfehlung habe ich.

      Kaliummangel als Ursache von Moos?

      Gut, dass die Tiere mit Ihren Zusatzmineralien versorgt sind. Diese Stoffe fehlen ja dem Aufwuchs.

      Allerdings muss man sich fragen, welche Rolle spielt das Bor im tierischen Organismus?
      Das Bor ist nirgendwo drin...
      ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20000624-00000/

      Kalium ist ein Elektrolyt....ist in den Himmalaya Lecksteinen für Pferde...
      Ist auch nicht überall drin...

      Grüsse
      HenryvonderWeide
      Grüsse
      HenryvonderWeide

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HenryvonderWeide ()

    • Naja die Nährstoffe fehlen nicht nur im Aufwuchs sondern lassen diesen auch nicht das volle ertragspotential ausschöpfen.
      Was für Humusgehalte hast du?
      Bor im Grünland zu düngen ist grundsätzlich schwierig. Ich persönlich würde dieses Jahr einen NPK Mineraldünger bringen oder Rindergülle (hohe K anteile) Schweinegülle (viel P).Allerdings sollte das jetzt zeitnah erfolgen. Desweiteren würde ich mal mit 500kg/ha kohlensaurem Kalk aufkalken evtl. einen Kalk mit etwas Roh-P nehmen. Nach einem Jahr machst du nochmal eine Bodenprobe dann müsste der Bor wert auch besser sein . Bei PH 4,9 ist die Bodenaktivität halt nicht optimal.
    • Hallo an die Grünlandpfleger,

      Darf ich mal um Eure Meinungen bitten?

      Von wegen Moos. Zwischen den Obstbäumen wächst bei uns u.a. auch jede Menge Moos, neben allen möglichen Gräsern, Kräutern und Strauchartigem. Die Ziegen zeigen klar, dass dieser Teil des Geländes der schmackhaftere ist. Die andere Seite, wo die Weinreben stehen, ist ihnen zu grasig, die mögen die Schafe lieber.

      Nach eingehender Lektüre von allen möglichen Weidepflegesachen (meist für Pferde) und Unterhaltungen mit meinen Nachbarn (die kein Vieh mehr halten, hatten früher Schafe) und meinem Heulieferanten (der hat 40 Hk Heuwiesen weiter oben im Hügelland und hauptsächlich Pferdehalter als Kunden) war ich dann ganz konfus.

      Erst hatte ich mich fürs Abschleppen / Walzen / evtl. Kalken / Düngen (womit aber?) entschieden und mir deshalb einen kleinen Traktor und eine Wiesenhexe zugelegt, es dann aber doch sein lassen. Die Teile sind noch unbenutzt, weil ich gelesen hatte, der Boden müsse zum Abschleppen trocken sein. War er aber nicht, wurde er auch nicht, und mittlerweile steht das Grünzeug kniehoch. Das war's dann wohl mit dem Abschleppen.

      Letztes Jahr hatte ich erst die beiden Schafe auf dem Stück weiden lassen (auch zur Düngung, dachte ich mir), und anschließend nur einmal gemäht, abschnittsweise, nicht alles auf einmal, weil ich erstens was für die Insekten stehen lassen wollte, zweitens die vorhandenen Kräuter aussamen lassen wollte, und drittens ich mich erst einlesen wollte, was hier überhaupt autochton ist und was da überhaupt steht (vieles kann ich noch gar nicht mit Sicherheit bestimmen). Und viertens, weil ich einfach keine Lebewesen mehr häckseln wollte.

      Heuer ist in der Tat auf dem Teilstück schon viel mehr pflanzliche Artenvielfalt da als letztes Jahr, das ist ganz offensichtlich. Ich finde das schön, auch wenn's Grünzeug hüfthoch steht. Den Hunden macht es auch Spaß, durch das hohe Gras zu jagen.

      Aber das Moos ist eben auch da. Jemand meinte, das läge an den Schafen, die würden den Boden kaputt treten, so dass nur noch Moos nachkommt (weil das Stück wohl zu feucht wäre - ein Bächlein ist unsere Grundstücksgrenze, welches aber nur bei tagelangem Starkregen Wasser führt, ansonsten nur ein trockener grasbewachsener Graben ist). Dass die Schafe daran schuld sein sollten, kam mir aber komisch vor, denn Schafe sind doch keine Rinder oder gar Pferde... Ich hätte das Gegenteil gedacht. Wenn, dann sind doch Schafe die richtigen Tiere, die werden doch auch auf Deichen eingesetzt - oder liege ich da falsch?

      Im Moosteil zwischen den Obstbäumen leben jedenfalls Schlangen und Schleichen. So nass ist es da nämlich gar nicht, und so nahe stehen die Bäume auch nicht zusammen, dass es da ewig schattig wäre. Woher kommt also das Moos?

      Auf der anderen Seite wachsen Weinreben den Hang hoch. Dort steht das Wasser heute (nach diversen Tagen abwechselnd Regen/Sonnenschein) teilweise noch in Pfützen zwischen den Grasbüscheln. Dort sind aber unter einer Schicht von etwa 10-15 cm Erde jede Menge Lehm. Die Schafe hinterlassen tiefe Spuren im Matsch, dort wo sie häufig unterwegs sind. Moos ist da keins. Und im Sommer ist es da überall beintrocken.

      Nur an einer Stelle auf der anderen Seite, nahe des meist nicht vorhandenen Bachs, oberhalb der Obstbäume, ist der Boden so nass, dass man wie auf einem Schwamm geht, so hört und fühlt sich das auch an. Dort wächst keine große Vielfalt an Pflanzen, dafür gibt's jede Menge Salamander, Kröten, Frösche, etc.

      Hat es Sinn, dass ich mir eine Walze zulege? Oder kann ich mir das abschminken, würde die dann auch nur rumstehen? Solange der Boden nicht abtrocknet, würde ich eh ungerne mit dem Traktor da durchfahren. Auch wenn's nur ein sehr kleiner und leichter ist. Und wenn der Boden erst trocken ist, was nützt dann eine Walze? Oder übersehe ich da was?

      Selber Heu machen werde ich jedenfalls nicht. Die 50-100 Kleinballen pro Jahr kaufe ich lieber dazu. Es ist mir einfach zu riskant, nicht dass ich in meiner Unwissenheit noch Giftzeugs als Heu verfüttere.
    • DreiZiegen schrieb:

      Nur an einer Stelle auf der anderen Seite, nahe des meist nicht vorhandenen Bachs, oberhalb der Obstbäume, ist der Boden so nass, dass man wie auf einem Schwamm geht, so hört und fühlt sich das auch an. Dort wächst keine große Vielfalt an Pflanzen, dafür gibt's jede Menge Salamander, Kröten, Frösche, etc.
      Und da leben höchstwahrscheinlich auch Schnecken - Zwischenwirt für Leberegel (dessen Nachkommen im Heu durchaus einen Winter überdauern) #gitarre#

      Sümpfe also wenn möglich für das Ökosystem erhalten, aber bitte weder beweiden noch anderweitig zur Tierfutterproduktion nutzen. Und so richtig trocken bekommt man das Zeug an Ort und Stelle sowieso nicht.
      Being a vegan is a missed steak
    • Hallo S.Bure.Simon,
      Hallo Zusammen,

      leider bin ich nicht mehr dazu gekommen,
      die Wiese nach Laborergebnissen zu düngen,
      da ich wegen eines Unfalls im Krankenhaus war.

      Die bisherigen Massnahmen, wie Wiese abziehen und Striegeln!, haben viel bewirkt. Das Moos wurde weitgehends rausgezogen. Anschliessende schonende Kalkung. Ruhe 4 Wochen.
      Nachsaat. Die Wiese ist schön gekommen. Damit die Nachsaat gut durchkommt, habe ich rechtzeitig von den Schafen abmähen lassen.

      Im Herbst wird nochmals richtig gekalkt und im zeitigen Frühjahr gedüngt. Denn es ist nach LUFA (Labor), klar, dass die Wiese gewisse Stoffe braucht.

      Trotz allem bin ich mit den bisherigen Ergebnissen recht zufrieden.

      Grüsse
      HenryvonderWeide
      Grüsse
      HenryvonderWeide