Wir haben einen Wolf in der Gegend

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    • Wir haben einen Wolf in der Gegend

      Hallo ihr Lieben,
      ihr glaubt vielleicht ich spinne, oder haltet das für einen Aprilscherz, ist es aber leider nicht. Bei uns geht ein Wolf spazieren und hat sich ein Gelege, incl. Gänse bei uns schmecken lassen, sonst ist Gott sei dank erstmal nichts weiter passiert. Da ich hier schon einen Account habe und zu faul war nach einem Gänseforum zu suchen, erhoffe ich mir nun von euch Rat, ich habe natürlich erst gesucht, aber nur Beiträge von 2014 gefunden, daher würde ich mich über ein paar Informationen, Links, oder Kontakte freuen.
      1.) Ich habe gehört, dass es für Kleintierhalter Förderungen gibt um Zäune passende Zäune anzuschaffen, meiner war offensichtlich zu klein :-\ ist das tatsächlich so, habt ihr davon schon einmal etwas gehört?
      2.) Ich habe auch gehört, dass man mit Eseln Herden schützen kann. Ist das wahr? Gibt es da vielleicht auch Förderungen? Es ist jetzt alles nur Hörensagen, reißt mir bitte nicht den Kopf ab, aber ich frage lieber doof, bevor noch schlimmeres passiert.
      3.) Ich habe gehört, dass es zumindest zum Teil Ersatz für gerissene Tiere gibt, ist da etwas dran?
      Ich danke euch schon einmal vorab.
      Liebe Grüße
      Christian
    • In manchen Gebieten bekommt man Beihilfe / Fördergelder für Schutzmaßnahmen gegen Wölfe, und auch Erstattung, wenn Tiere gerissen werden.
      Die Bundesländer können dafür eigene Regelungen treffen. Ob überhaupt, unter welchen Bedingungen und wieviel gezahlt wird, hängt davon ab, wo Du wohnst.

      Hier ein Beispiel aus dem Fördergebiet Nordschwarzwald: um.baden-wuerttemberg.de/filea…ntionsmassnahmen_Wolf.pdf

      Aber wie gesagt, andere Gebiete haben andere Regelungen.

      Wir wohnen gerade nicht mehr innerhalb eines Fördergebietes, die Grenze verläuft 20 km weg von uns.
    • Du schreibst leider nicht, wo Du wohnst.

      Meines Wissens nach werden Risse von Geflügel NICHT erstattet und es gibt auch keine Fördergelder hierfür. Müsstest Du nicht sowie schon recht dichte/sichere Zäune haben aufgrund von Füchsen, Mardern, Greifvögeln?

      Und, ist es wirklich ein Wolf gewesen, der sich da bedient hat? Sprich, Fotos, Pfotenabdrücke?

      Esel als Herdenschutz - NEIN! Es gibt keine Förderungen hierfür und Esel in Einzelhaltung - nur dann "schützen" sie - ist tierschutzwidrig. Von dem Aufwand für eine ansonsten eselgerechte Haltung mal abgesehen: Wetterschutz, keine fetten Weiden, Hufpflege, Entwurmung, usw. Auch sind Esel weiterhin Beutetiere und mögen vielleicht einen (!) Wolf abhalten, aber gegen mehrere sind sie machtlos. Die Erfahrungen von Eseln im Herdenschutz kommen aus USA und bezogen sich auf den Schutz vor KOJOTEN (deutlich kleiner), nicht Wölfe. Esel in Einzelhaltung langweilen sich/werden verhaltensauffällig und jagen/traktieren dann die Tiere, die sie schützen sollen.

      Bearbeitungszeit von Förderanträge ist dann auch recht lange. Bis Du die Gelder hast, hat sich der Wolf noch mehrmals an Deinen Gänsen bedient.

      Also: Bestandsaufnahme, Zaun anschauen, erhöhen, ggfs. zweiten Zaun - Litzenzaun mit wenig Bodenabstand - davor. Gehörig "Wumms" drauf. Hier kann man mit Plastikzaunpfosten aus dem Pferdebedarf und Litze schon einiges auf die Schnelle bauen. Flatterband in Streifen geschnitten an die Litzen binden als optische Abwehr.

      Ableitungen/Einstiegsstellen finden und entschärfen. Ich erinnere mich an ein Foto von einem Schafstall, wo ein Wolf in einem Winter eingestiegen war. Unter dem ungeschützten Fenster lagen Heuballen. Leichter konnte man es ihm nicht machen.
      Sabine M.H.
      working-goats.de Pack- und Fahrziegen
    • Hallo Wilderer,

      bitte sag uns, in welcher Gegend Du wohnst und Du einen Wolf vermutest.Vorwarnung
      für andere :)

      In deklarierten Wolfsgebieten bekommst Du Zäune gefördert zum Herdenschutz.

      Wie das bei Gänsen aussieht, weiss ich nicht.
      Aber sehr interessant die Fragen.



      Einen Esel würde ich auf keinen Fall zum Schutz einsetzen. Wenn die Wölfe selbst Rinder anfressen, glaube ich nicht, dass so ein Rudel vor einem Esel halt macht.

      Grüsse
      HenryvonderWeide
      Grüsse
      HenryvonderWeide
    • über eselfleisch, würden sich die wölfe zur abwechselung bestimmt freuen ...
      die normalen haus esel zum herdenschtuz einsetzen, ist wie buffet.
      wildesel müsstest du dir aus dem ausland holen.
      wir hatten 2 x wolfsbesuch - haben auch einen zaun gefördert bekommen -
      nur - hört man seit der abschußgenehmigung nichts mehr von übergriffen -
      als wenn herr "GW717M" oder "Rodi" wie er liebevoll genannt wird, nicht mehr vor ort ist.
      stand heute in niedersachsen.

      geflügelschutz - leg es auf eis - wenn ein wolf 1 x da war, weiß er, dass es einfach ein vorratsschrank ist.
      wie andere schon geschrieben haben - für geflügel, darfst du selbst geeignete haltungsformen schaffen.

      und, wenn dein nick programm ist - schnapp ihn dir .... #jubel#
      Ich bin, wie ich bin - das, wird sich wohl auch nicht mehr ändern.
    • Ich kann Sabine nur zustimmen, wir haben 9 Esel und ich weis wie einsam einer ist. Das darf man nicht machen, die meisten verfetten und haben Huhfrehe dann kommen sie meist krank zu den Esel- Auffangstationen.Wir haben unseren Wildzaun 50 cm tief in den Boden gebuddelt, 2 Meter hoch und noch Litze gezogen dahinter kommt der Zaun für die Tiere. Unser Wolf wurde 100 Meter von unseren Hof fotografiert, wir sind in Brandenburg. Auch wir haben Zwergziegen und ich muß sagen ich hatte ihn noch nie gesehen, Füchse und Waschbären haben wir hier auch viel es muß nicht immer der Wolf sein.

      LG Petra
      Lebe heute, du weist nicht was morgen ist!
    • Aufwand an Zeit ist eine Menge, wir haben 2 HA eingezäunt und die Kosten erstattet uns niemand weil wir durch den Zaun noch nicht betroffen wurden. Das geht mächtig ins Geld, aber es sind mir meine Tiere halt wert wenn man in solchen Gebieten sein Grundstück hat. Wir haben alles nach und nach gemacht und wenn man es selber macht spart man ja doch so einiges.

      LG Petra
      Lebe heute, du weist nicht was morgen ist!
    • Nikoma schrieb:

      Aufwand an Zeit ist eine Menge, wir haben 2 HA eingezäunt und die Kosten erstattet uns niemand weil wir durch den Zaun noch nicht betroffen wurden.

      Soweit ich das verstanden habe, werden im "ausgewiesenen Wolfsgebiet" Präventionsmaßnahmen (typischerweise Einzäunung und Herdenschutzhund) auch bezuschusst, wenn noch keines der eigenen Tiere gerissen wurde.

      Allerdings muss üblicherweise der Antrag gestellt und bewilligt sein, BEVOR man das Material beschafft und mit dem Bau beginnt. Wer aus Sorge um seine Tiere schon Maßnahmen ergriffen hat, ohne erst einen Antrag zu stellen, geht leer aus... nachträgliche Erstattung gibt es keine. Finde ich sehr schade, dass proaktives, eigenverantwortliches Handeln so quasi noch bestraft wird.

      Möglich ist jedoch z.B., wenn man bislang nur "einfache" Festzäune hat, einen Antrag zu stellen für Material, um diesen bestehenden Zaun untergrabungssicher zu machen. Auch da gilt: erst die Bewilligung abwarten, dann Material beschaffen und bauen...
    • Hallo Zusammen,

      heute ein totes Reh gefunden mit Loch im Bauch, vermutl. aufgefressen. Ein Jungbock.

      Bei so Funden wird einem schon komisch...
      Entweder ist es angefahren worden und wurde dann, als es tot war von Tieren ausgehöhlt, oder es wurde gerissen....

      Polizei informiert, die dem zuständigen Förster Bescheid gibt.

      Aber bei uns wurde noch kein Wolf gesichtet.

      Grüsse
      HenryvonderWeide
      Grüsse
      HenryvonderWeide
    • HenryvonderWeide schrieb:

      Ein Teil von dem Tier hat er mitgenommen.




      Grüsse
      HenryvonderWeide
      ....das Teil, wo vielleicht noch die Kugel drinsteckte?


      Bei einer guten Bekannten hier im Dorf ist ein angeschossener Rehbock qualvoll im Garten gestorben. Nach Anruf bei den Jägermeistern kam schlußendlich (nach einer längeren Wartezeit) ein Grünfrack und murmelte etwas von 'Unfall', als er das Tier mitnahm...


      Dies schreibe ich, weil definitiv nicht immer ein Wolf am Ableben von Wald-und Weidetieren Verursacher ist.

      Schonzeiten für Rehböcke- ich glaube, das hängt auch von der Besatzdichte ab...

      Dennoch allen ein schönes, sonniges, sommerliches Wochenende :) #sonne#
    • ...Er hat den Kopf mitgenommen... <X

      Ja, tatsächlich erzählte er auch, dass sie letzte Woche 2 Jungböcke geschossen haben. Angeblich, weil es sonst Unruhe im Revier gibt, da wohl noch ein Altbock herumläuft...???

      Scheinbar werden Jungböcke nicht geschont...

      Grüsse
      HenryvonderWeide
      Grüsse
      HenryvonderWeide