Kastrierter Schafbock

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    • Kastrierter Schafbock

      Frage an die Schafhalter hier: Ist es bei Euch schon vorgekommen, dass ältere kastrierte Schafböcke aggressiv werden?

      In einem meiner Schaf-Bücher steht, Bocklämmer sollte man lieber nicht futter-/handzahm aufziehen, denn mit zunehmendem Alter werden die aggressiv und respektlos auch gegenüber dem Halter, attackierten dann auch schon mal Menschen, die sich auf die Weide wagten. Schlussendlich müsse oft der Schlachter das Problem aus der Welt schaffen.

      Aus dem Kontext im Buch entnehme ich, dass es sich hierbei um unkastrierte Böcke handeln muss, die zum Decken gehalten werden.

      Ich habe nur zwei Schafe, einer davon ein schon jung kastrierter Schafbock, nicht verkuschelt und auch scheuer als sie. Er ist jetzt 2,5 Jahre alt und 'normal', also nicht aggressiv. Er geht mir lieber aus dem Weg, außer ich habe was Fressbares in der Hand.

      Kann sich das n
      och ändern, oder ist es eher unwahrscheinlich, dass er mir mal ans Leder wollen sollte?
    • Olga was lässt du dich verunsichern? Ich habe einen Ziegenbock der möchte nicht angefasst werden( sind ja keine Böcke mehr) ich fasse ihn auch nicht an. Alle anderen kommen angerannt, wenn der TA kommt wird er es aushalten müßen. Lass ihn laufen auch er hat Bedürfnisse und ist kein Kuscheltier, er ist glücklich so wie er gerade lebt. Er sieht dich und du lässt ihn in Ruhe bitte, auch Menschen mögen nicht jeden. Er ist ja kein Ungeheuer nur weil er nicht mit den Menschen schmusen möchte.

      LG Petra
      Lebe heute, du weist nicht was morgen ist!
    • *lach* Keine Sorge, der läuft schon keine Gefahr, dass ihn der Schlachter holt!

      Ich wollte halt nur wissen, ob das schon mal vorgekommen ist bei jemandem.

      Man wird schließlich nicht jünger. Sollte ich mal vor ihm Reißaus nehmen müssen, heißt das, dass ich mich auf meine alten Tage sportlich betätigen und besonders fit halten muss. ;)
    • Hallo DreiZiegen,

      jeder Bock, der kastriert ist, ist irgendwie anders.

      Grundsätzlich habe ich meine kastrierten Böcke nie verhätschelt und nie, wirklich nie am Kopf gestreichelt. Immer an der Brust, oder Rücken.

      Und sie haben alle verschiedene Charaktere.
      Spät kastriert. Einer, der auch jetzt mein ältester ist, wurde sehr spät kastriert. Ich habe ihn übernommen. Er war agressiv, sodass ich ohne Angriff nicht auf die Wiese konnte. Das war schon ein Kampf, aber ich mochte ihn von Anfang an. Hübscher Kerl.
      So habe ich ihn dann kastrieren lassen und die Aggressivität legte sich, sodass keine Gefahr mehr bestand. Aber........Wenn die Mädels brünstig werden und wenn Lämmer da sind, ist er wachsam und er zeigt mir schon, dass er wacht und kommt auch schon mal an.....aber irgendwie nie so, dass er mich jetzt umhaut.....Glaube, viele hätten ihn schon geschlachtet, aber wie gesagt, ich komme mit ihm klar und akzeptier seine Macken zur Brunst.



      Ein anderer Bock, den ich auch übernommen habe, war lamm fromm in jeder Situation. Dieser wurde von den Vorbesitzern sehr früh kastriert.

      Andere Bocklämmer, die mit ca. 9 Monaten kastriert wurden, sind alle sehr lieb geblieben.

      Da gibt es die Böcke, die etwas zurückhaltender sind, da sind die, die immer in der ersten Reihe sein wollen. Manchmal aufdringlich fordernd. Dann die Übermütigen. Wie gesagt, keine Aggressivität, wie Angriff.

      Also wenn, dann könnte ich mir Verhaltensänderungen vorstellen, wenn auch weibl. Tiere gehalten werden und diese brünstig sind...., oder halt wenn Lämmer da sind.

      Im Alter könnte eine plötzliche Verhaltensänderung auch auf ein gesundheitl. Problem schließen lassen....

      und nicht zu vergessen....Sollte ein Bock mit der Zange kastriert sein, könnte es sein, dass eine plötzliche Verhaltensänderung damit zusammenhängt, dass er die Kastration so gut überstanden hat, dass er wieder teilweise, oder voll Einsatzfähig ist
      :thumbsup:

      Grüsse
      HenryvonderWeide
      Grüsse
      HenryvonderWeide
    • Henry, vielen Dank für Deine Antwort. Werde wohl doch
      nicht vor ihm davonlaufen müssen.

      Heute habe ich beide geschoren, diesmal im Stehen, das kam mir weniger stressig vor. Bloß für unten rum mussten sie sich hinlegen.

      Erst habe ich mich 2x geschnitten (und das stoisch ignoriert, war ja nur ich), aber zuletzt ihn auch, was mir letztes Jahr, beim allerersten Mal Scheren, nicht passiert war. Bin gleich los das Wundmittel rüberholen, und er blieb die ganze Zeit einfach so liegen. Mich hat fast der Schlag getroffen, was mit ihm jetzt bloß los war, denn Madame springt immer gleich auf, aber nein, nach dem Verarzten ist er zwar erst nach meiner Aufforderung, aber problemlos aufgestanden. Die Belohnung hinterher hat er auch genommen, als wäre nix gewesen.
    • Neu

      Von wegen aggressiver Schafbock. Ist meiner nicht. Aber für dumm verkaufen möchte ich mich von ihm auch nicht lassen. ;)

      Wegen der Ziegenhörner werden nun nach und nach die Elektrozäune durch Litzen ersetzt. Toll, meinen die beiden Schafe und steigen einfach durch. Auch das Scheren hat nichts gebracht, es ist einfach zu wenig wumms auf den Litzen (muss noch ein paar Erdspieße setzen, dann wird's hoffentlich).

      Jedenfalls gehen sie neuerdings überall spazieren (was ich nicht gerne möchte, auch weil ich mir die Beweidung zwecks Parasitenniedrighaltung ganz anders vorgestellt habe) - aber nur solange sie mich nicht sehen/hören! Die wissen nämlich genau, wo sie eigentlich hingehören.

      Letztens komme ich abends heim, vom Tor aus sehe ich sie schon in der Landschaft stehen. Mein kleiner Feigenbaum hat keine Blätter mehr, die Kiwis sind bis auf Schafkopfhöhe kahl.

      Sie hören das Tor, heben den Kopf, sehen mich und - bis ich oben bin, stehen sie schon seelenruhig IN ihrem Gehege, als wären sie nie draußen gewesen.

      Anderes Beispiel. Ich sitze draußen vor dem Haus im Schatten, höre sie kommen. Sie parken auch unter den Bäumen im Schatten, sehen mich aber noch nicht. Ich stehe auf und zeige mich. Beide glotzen mich erstaunt an. Ich hebe den Arm und zeige Richtung Gehege, sage dabei kein Wort. Ohne Widerrede setzen sich beide in Bewegung und steigen zwischen den Litzen durch wieder zurück.

      Ein anderes Mal stehen sie fast bei den Ziegen, die waren auch da, weil's da schattig ist. Ich nähere mich und schicke die Schafe zurück rauf, aber sie laufen kreuz und quer, bloß partout nicht dorthin, wo sie hin sollen. "Muss ich die Giuditta holen?!" (das ist einer der Hunde, die liebend gern Hütehund spielt). Aber nicht nötig. Auf den Namen "Giuditta" hin galoppieren sie plötzlich ohne Umschweife schnurstracks zurück in ihr Heim.

      Ich hoffe, die Erdspieße kommen bald an. :)
    • Neu

      Geringerer Pfostenabstand. Hab' ich gemacht. Leider gleiches Resultat. Das sind welche aus Kunststoff, mit einem Spieß unten dran (muss mobil bleiben). An einem war der Spieß unten abgebogen, ein anderer hing in den Litzen.

      Das sind Hanomags in Schafgestalt! :D
    • Neu

      DreiZiegen schrieb:

      Sie hören das Tor, heben den Kopf, sehen mich und - bis ich oben bin, stehen sie schon seelenruhig IN ihrem Gehege, als wären sie nie draußen gewesen.

      DreiZiegen schrieb:

      Ich nähere mich und schicke die Schafe zurück rauf, aber sie laufen kreuz und quer, bloß partout nicht dorthin, wo sie hin sollen. "Muss ich die Giuditta holen?!" (das ist einer der Hunde, die liebend gern Hütehund spielt). Aber nicht nötig. Auf den Namen "Giuditta" hin galoppieren sie plötzlich ohne Umschweife schnurstracks zurück in ihr Heim.
      Das sind ja ausgekochte Racker. Da soll noch mal einer sagen, Schafe wären dumm #sheep# #jubel#