3 junge Zwergziegenböcke

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    • 3 junge Zwergziegenböcke

      Hallo,

      ich habe mich ganz neu hier angemeldet weil ich noch viele Fragen habe was Zwergziegen betrifft und mir hier einige Antworten erhoffe.

      Wir sind eine junge Familie mit 3 Kindern + Hund und haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen Zwergziegen anzuschaffen.
      Wir haben einen großen Garten ca. 14.000 qm. Hinter unserem Haus soll ein kleiner Schuppen hinkommen für Stroh/ Heu, daneben ein kleiner Offenstall mt großem Auslauf, ca. die Hälfte unseres Gartens.
      Wir dachten an 3-4 Ziegen.

      Jetzt ist die Frage des Geschlechts. Bekannte rieten uns von Ziegen ab da sie laut meckern. Wir haben einen Nachbar der an unser Grundstück abgrenzt (auf der Seite des Stalls :/ ) und möchten den natürlich nicht stören bzw. Ärger mit ihm.
      Morgen werden wir mit ihm reden und ihm sagen dass wir uns Ziegen anschaffen möchten. Und hoffen dass er uns keine Steine in den Weg legt. Unser Verhältnis war bisher gut. Seeehr gut kennt man sich nicht, da sie erst ein gutes Jahr hier wohnen.

      Jetzt zur Frage: Ist es möglich 3 oder 4 Böcke zu halten? Sie kommen alle aus einem Stall, sind Anfang März geboren, haben Ohrmarken bei der Abholung, sind entwurmt und geimpft und Pseudo TB und CAE negativ.
      Wir würden sie kastrieren lassen zum gegebenen Zeitpunkt. Ist dies möglich?
      Und wie ist es mit dem Geruch bei kastrierten Böcken?

      Ich freue mich über Antworten.
      Vielen Dank im Voraus.

      Grüße Angi
    • Hallo,

      generell zur Bock- bzw. Kastratenhaltung:

      ja, das geht.

      Kastrierte Böcke riechen nicht.

      Lies' Dich mal im Forum zum Thema "Harnsteinbildung bei Kastraten" ein.

      Wiese/Garten: wie viel davon ist Gras? = kein Ziegenfutter Wieviel davon Bäume? = werden von Ziegen geschält, wenn jung, auch umgeknickt. Wieviel davon Büsche, Hecken, Unkräuter? = Ziegenfutter.

      Winterunterbringung mit befestigtem Boden, Mistentsorgung, Wasserversorgung im Winter? Urlaub?
      Sabine M.H.
      working-goats.de Pack- und Fahrziegen
    • Hallo, vielen Dank Ja über die Harnsteinbildung hab ich schon gelesen, was ja bei zu frühen Kastrationen der Fall ist wenn ich es richtig verstanden habe.
      Kann man die Böcke später kastrieren lassen?

      Also die Wasserversorgung im Winter ist kein Problem, wir legen eine isolierte Leitung vom Haus in den Stall, haben wir schon mit dem Flaschner besprochen.
      Winteruntebringung würde so aussehen : der Offenstall ist isoliert und im Sommer vorne offen (evtl. Gummivorhang) im Winter würden wir ihn mit zwei Türen, die wir einhängen schließen. Habe auch schon vom Einsatz von Wärmelampen gehört??
      Boden sieht so aus dass wir vorhaben den zu betonieren??/ dann Strohmatte.

      Die Sache mit dem Mist. Deswegen haben wir uns eigentlich jahrelang „nicht getraut“ bzw ich. Den würden wir auf einem kleinen Hänger sammeln, den dürften wir zu einem befreundeten Bauer mit Biogasanlage bringen.

      Wie macht ihr dass mit dem Misten? Immer wieder frisches Stroh aufstreuen, so dass eine Strohmatte entsteht? Grob dass sehr nasse raus und nach einer bestimmten Zeit ?? wird alles ausgemistet? Lese immer wieder verschieden Sachen??!!

      Oder was ist der beste Untergrund für die Ziegen im Stall??

      Dass mit dem Auslauf, da haben wir uns auch schon Gedanken gemacht.
      Der besteht derzeit aus Wiese, kleiner Teil Steine, auf der Wiese stehen zwei Mirabellen Bäume, sehr große und ein kleiner Apfelbaum, 2 Jahre alt etwa ( der aber wahrscheinlich nach 3 Stunden nieder gewalzt ist :whistling: ). Eine ganze Zaunlänge (6m) ist mit Buchenhecken bepflanzt.

      Was könnten wir noch machen? Anpflanzen? Und wir müssen die jungen Pflanzen ja zuerst schützen?

      Falls es zu Matsch kommen sollte im Herbst/ Winter im Auslauf dachten wir an ein paar Hackschnitzel?

      Ich freue mich über Infos
    • Wir haben 4 kastrierte Zwergziegen - Böcke, die sich gut vertragen. Die Tiere selbst haben nur einen schwachen Eigengeruch. Beim Stall muss man eben auf gute Belüftung achten (aber keine Zugluft) und regelmäßig ausmisten, dann gibt es auch da kaum Geruchsbelästigung.

      Betriebsnummer habt ihr beantragt? Die braucht man auch als Hobbyhalter, ausserdem muss jährliche Bestandsmeldung gemacht werden.

      Da auch Zwergziegen als Nutztiere eingestuft werden, ist die Haltung im Wohngebiet üblicherweise nicht erlaubt. Fragt im Zweifelsfall beim für euch zuständigen Bauamt nach, ob ihr Ziegen halten dürft und welche Bauvorschriften bei Schuppen, Stall und Einzäunung einzuhalten sind.
    • Achso, Unkraut ist derzeit sehr viel vorhanden

      Alles klar, Danke.
      Ja dass mit der Bestandsmeldung habe ich gelesen dass das gemacht werden muss.
      Ok dass mit der Betriebsnummer wusste ich nicht. Danke.
      Wir wohnen im Mischgebiet und hoffen dass es erlaubt wird.
    • Okay in dem Fall müssten wir beides „auszaunen“ dann steht leider nichts mehr drauf

      Was könnten wir machen, außer immer wieder Äste anbieten die wir rein legen?
      Können wir noch was anpflanzen, auch wegen Schatten?

      Dass erste was wir jetzt die Tage machen werden ist abzuklären ob dass so erlaubt ist wie wir es vor haben.
      Wir sind die ganze Zeit am überlegen und besprechen und freuen uns sehr
      darauf und es bleibt doch immer auch so ein bisschen Bauchweh bei der
      Sache
    • Ich finde es jedenfalls Klasse, dass ihr euch vorab informiert und Gedanken macht.
      Wenn die Haltung auf dem Grundstück erlaubt ist, findet sich für den Rest schon Lösungen.

      Bei den Obstbäumen würde es im Prinzip ausreichen, wenn ihr sie in der Zeit unzugänglich macht, wenn sie Früchte tragen, bis alles abgeerntet /aufgesammelt ist.

      Wir haben einige grosse Haselbüsche im Auslauf, die aber schon in Mitleidenschaft gezogen sind und in zwei, drei Jahren kaputtgefressen sein dürften.
      Haben jetzt einige Rotdorn-, Weißdorn- und Feldahorn-Hochstämmchen gepflanzt, die Stämme bis in 1,20 Höhe mit Drahtgeflecht gegen benagen geschützt. Die sollen dann mal Schatten geben, wenn die Haselbüsche platt sind...
      Kopfweide beispielsweise wäre auch geeignet.
    • Ach ja genau, wir könnten ja während der Zeit wo der Baum Früchte trägt einen Zaun darum ziehen gute Idee . In der restlichen Zeit könnten sie ja ein bisschen daran knabbern. Wir stutzen sie unten rum eh fast jedes Jahr ein bisschen.

      Ja Haselsträuche pflanzen, dass meinte mein Mann auch schon.

      Ja wir haben schon ganz lange den Gedanken und haben immer gesagt wenn wir uns was anschaffen dann Ziegen dass Grundstück mit Haus haben wir jetzt schon 11 Jahre und uns bisher nicht getraut. Aber immer wieder kommt dass Thema auf, dass lässt uns einfach keine Ruhe aber man möchte halt nichts falsch machen bzw der Sache gewachsen sein.

      Ich melde mich bestimmt noch mit Fragen zum Stall bzw. Auslauf. Und zur Kastration etc..
      Vielen Dank schon mal.
    • Ziegen brauchen keinen warmen Stall im Winter. Was sie brauchen ist Schutz vor Regen, genug Futter und eine gute Einstreu.

      Mistmatratze macht im täglichen Umgang die wenigste Arbeit ist aber ein absolutes Knochengeschäft, wenn man sie dann im Frühjahr ausmistet.

      Ich würde, wenn ihr die Möglichkeit für regelmässiges Abfahren von Mist habt, mit Stallmatten nach unten isolieren (Pferdebedarf) gegen Bodenkälte, dann eine dünne Schicht Sägespäne oder Strohhäcksel drüber zum Aufsaugen des Urins und mit dem Heu, das sie aus den Raufen ziehen dann noch überstreuen.

      Das so alle paar Tage erneuern, abhängig von der Grösse der Gesamtfläche.

      Ein Winter-Auslauf sollte befestigt sein, Matsch vertragen Ziegenklauen nicht, da kommt es schnell zu Problemen und Entzündungen. Eine glatte Fläche, die sich gut abkehren lässt - Ziegenköttel sind miserabel aufzusammeln, daher rechen oder kehren - leichtes Gefälle, damit es keine Pfützen gibt.

      Hackschnitzel sind witzlos. Die verrotten sehr schnell und sorgen dann für noch mehr Matsch. Ihr findet die Köttel nicht und habt somit ein vor sich hin moderndes Ziegenklo mit entsprechender Geruchsentwicklung.
      Sabine M.H.
      working-goats.de Pack- und Fahrziegen
    • Ok super. Danke für die Infos.
      Ich hatte jahrelang ein Pferd von daher kenne ich die Stallmatten.
      Hatten wir auch schon im Gespräch.

      Den Auslauf könnten wir auch noch mit Betonplatten befestigen, die haben wir noch in Massen übrig von einem Abriss. Die könnten wir vor dem Stall legen und dort dann den Winterauslauf gestalten. Dass dürfte sich gut säubern lassen.

      Noch eine Frage zur Zaunhöhe?
      Wir dachten an Staketenzäune? Wie hoch müssten die sein damit die Klettermeister nicht ausbüxen?
    • Wir haben Abschnitte mit 1,20 m hohem Doppelstabmatten-Zaun (ohne Strom) und Abschnitte mit 1.20 m Elektronetz, bislang keine Ausreißer. Beim Elektronetz hätten 90 cm wohl auch gereicht, nach dem ersten Stromschlag halten sie da respektvoll Abstand.

      Es soll aber auch sprungfreudige Zwergziegen geben, die über 1,40 m locker drüberkommen.

      Bei Staketenzaun würd ich auch innen Stromlitzen davor ziehen...

      Wohnt ihr in Wolfsgebiet? Dann könnt ihr eventuell Fördermittel für den Zaun beantragen. Der Antrag muss aber gestellt und genehmigt sein, bevor ihr das Material einkauft und mit dem Zaunbau anfangt, manchmal muss man auch Angebote bzw Kostenvoranschlag mit einreichen. Und der Zaun muss bestimmte Mindestanforderungen erfüllen (Höhe, Stromstärke,...). Die Regelungen sind da von Bundesland zu Bundesland anders.
    • die Frage ist kniffelig.

      Je länger Lämmer an der Mutter bleiben können, umso besser für die spätere Entwicklung. Also so ca. 5-6 Monate.

      Leben die Lämmer jedoch in einem Umfeld, wo sie wenig Kontakt mit Menschen haben, sehr scheu sind und später dann Menschen zugewandt sein sollen, kann es Sinn machen, sie früher abzusetzen, weil jeder Monat "scheu aufwachsen" das spätere zahm werden erschwert.

      Kastrationsalter: wenn sie anfangen, sich in den Bart zu pinkeln und nach Bock zu riechen. Das ist von Tier zu Tier verschieden, setzt aber meistens so in 6./7. Monat ein.

      Ggfs. belasst ihr die Böckchen im Heimatbetrieb bis nach der Kastration. Sonst habt ihr Umzugs- und Kastrationsstress kurz aufeinander abfolgend.

      Oder ihr holt sie und kastriert später, mit 8-9 Monaten, wenn sie sich eingewöhnt haben. Hängt davon ab, wie der Herkunftsbetrieb mit geschlechtsreifen Jungböcken umgehen kann, sprich, ob diese aus der Herde raussortiert werden können in Bockgruppen, um ungewollte Deckakte zu vermeiden.
      Sabine M.H.
      working-goats.de Pack- und Fahrziegen
    • Das war ein langes Thema! Ich habe nur noch ein Teil davon gelesen, lese später weiter!

      Eine Strohmatte, die das ganze Jahr liegt, wird warm. Hier in Schweden is das ein Vorteil. Habt ihr kalte Winter?

      Welche Ziegenbesitzer legen statt dessen eine Gummimatte ein, und stellen ein paar große Schüssel in eine Ecke, mit Sägemehl und/oder Stroh. Die meisten Ziegen ziehen es dann vor, in die Schüssel zu machen, ziemlich einfach diese täglich zu lehren.