Ziegenkind wird frech - Was tun?

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    • Hallo Moritz,

      ich habe gelernt, dass wenn Ziegen (meist die männlichen) mit den Hörnern an Stämmen/Ästen reiben, sie diese mit den Duftdrüsen zwischen den Hörnern markieren.
      Sie markieren vielleicht nicht ein Revier, wie es andere Tiere tun, die mit Kot oder Urin ihr Revier abstecken, aber sie hinterlassen nach meinem Verständnis schon die Botschaft (einen Fingerabdruck) "Ich war hier."
      Schönen Gruß aus der belgischen Eifel
      Judith

      Für mich ist das Leben eines Lamms nicht weniger wertvoll, als das Leben eines Menschen. (Mahatma Gandhi)

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    • Dann mach Dich bitte mal mit folgenden Überlegungen vertraut.

      Ein Revier hat Außengrenzen.

      Die Grenzziehung muß nicht nach geometrischen Erwägungen (grade Linien, kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten), ästhetisch-harmonischen Aspekten, Übersichtlichkeit erfolgen.

      Zweck der Revierbildung ist es, das physiologische Überleben "meiner" Gruppe (Herde, Rotte, Meute, Familie) und den genetischen Zusammenhalt zu garantieren.

      Eindringlinge werden vertrieben oder müssen sich unterordnen, falls sie aufgenommen werden. In den seltenen Fällen, in denen sie die Leitposition übernehmen, töten Ziegenböcke den vom ersten Rang verdrängten Bock nicht, weil sie wissen, dass auch sie eines Tages die Leitposition werden abgeben müssen.
      Das herzzereißende, längere Zeit andauernde psychische Leiden des abgesetzten Bocks ist nicht in Worte zu fassen.

      Es besteht kein Grund zur Markierung (etwa bei mir, bei den von mir gepflanzten jungen Platanen oder Kastanien) mitten im riesigen Gelände und etwa aus der Bockherde heraus genau mit jenen Hörnern einzelner Tiere, zwischen die ein junger Baumstamm gerade paßt. Trotzdem reiben sie sich daran.

      Das Wachsen der Hörner von der Basis aus ist der Grund, weshalb die um die Basis gelegenen Hautwülste nicht fest mit dieser verwachsen sind. In den Falten sammeln sich störende Pflanzensamen, Hölzchen. Davon versucht sich der Bock mitunter zu befreien (Juckreiz). Außerdem dient das Reiben an dünnen Bäumen und Ästen dem Schälen und Anreißen der Rinde, die sich dann besser abziehen läßt. Ich erinnere an die Ziegenherde

      Ziegen ausgebrochen und verschwunden

      von der unser Mitglied Frida Anfang 2017 berichtete und die entgegen seinen Befürchtungen bei tiefsten Temperaturen und tiefem Schnee, aber gemäß meinen Überlegungen (und Kenntnissen) monatelang in freier Wildbahn sehr gut und wohlgenährt überlebt hat.
      Sie konnten bei ihrem Herumziehen Bäume schälen.

      Das Reiben an den Stämmen machen sie nicht nur in der Hauptvermehrungszeit. Da kann man sicher entgegnen, sie seien ja auch das ganze Jahr über vermehrungsfähig.

      Das ist nun auch nur meine Meinung und jede/r mag für sich entscheiden, was sie/er annimmt.
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    • Piroschka schrieb:

      DreiZiegen schrieb:

      Macht aber nix. Böcke markieren nun mal auch ihr Revier, stinken, pinkeln sich ans Maul, das ist eben ihre Art, da kann man nix machen. *grins*
      Vergleiche mit dem Sexualverhalten von Tieren verbieten sich - wenigstens in meinem sozialen Umfeld.Dies insbesondere dann, wenn sie auch noch Falschaussagen über die Tiere enthalten. Böcke markieren kein Revier.
      Das sollte bei Fernwandertieren eigentlich klar sein.

      Es sind keine Kater.
      Doch. Böcke markieren Revir, wenn möglich jeden Tag. Mit Duft.