Was sind das für Gewächse?

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    • Was sind das für Gewächse?

      Darf ich Euch mal über Futterpflanzen ausfragen? Ich möchte im Herbst zusätzliche Sträucher setzen, vornehmlich Sachen, die es hier noch nicht gibt, zB Weide und Schlehdorn.

      Im Erkennen von Laubgehölzen bin ich aber nicht so firm, habe ich bemerkt, besonders bei bereits verbissenen. Da tue ich schwer mit der Identifikation.

      1) Das halte ich für eine Gemeine Esche (Fraxinus excelsior). Stimmt doch, nicht? Sowohl Schaf als auch Ziege lieben die, haben den jungen Bäumchen schon sauber zugesetzt. (Das Helle am Stamm in der unteren Hälfte des Bildes ist Schafwolle).



      Trotz totalen Abfressens treibt dieses folgende Stämmchen dennoch wieder aus. In Ermangelung älterer Blätter frage ich mich nun, ob das auch eine Esche ist oder vielleicht doch was anderes.



      2) Diesen Strauch kenne ich namentlich nicht, weiß daher nicht, ob er giftig ist. Er hat Dornen. Wird (im Moment zumindest) überhaupt nicht angefressen. Ringsum wachsen aber auch Reben, die werden natürlich mit Vorliebe abgeweidet.




      3) Ein angefressenes Gehölz, dessen magere Reste ich heute entdeckt habe, ist dieses hier (junge Pflanze). Das erste Bild zeigt den Rest von älteren Blättern, das zweite Neutriebe an derselben Pflanze. Erkennt die jemand von Euch? Sie scheint zu schmecken.
      Ringsum stehen Schösslinge von Nussbaum und Edelkastanie, die jedoch nicht angefressen sind (und die ich erkenne).





      Vielen Dank schon mal im voraus!
    • Das zweite könnte ein Feuerdorn sein.
      Da gelten die rohen Früchte als schwach giftig.

      Ich nutzte bei solchen Fragen gern die App "Plantnet", da kann man anhand von Fotos Pflanzen bestimmen. Oft kommen auch mehrere Vorschläge, nach Wahrscheinlich sortiert. Aber dann hat man zumindest einen Anhaltspunkt, und kann nach weiteren Informationen über die vorgeschlagenen Pflanzen suchen, so lässt sich das recht gut eingrenzen.
    • Liebe Astrid,

      Bild 1 eine Esche: feine Ziegenblättchen, die mögen sie gerne.

      Bild 2 zeigt eine Traubenkirsche. Davon gibt es zwei Arten (früh blühende Traubenkirsche) und eine spät blühende (amerikanische Traubenkirsche). Letztere ist eine invasive Art, in unseren Brandenburger Wäldern breitet sie sich geradezu epidemisch aus und verdrängt nachwachsende Laubbäumchen. Rehe und Hirsche verbeissen sie nicht, weil sie Blausäure enthalten. Die Bekämpfung der spät blühenden Traubenkirsche ist nicht einfach, beim Absägen treibt sie umso stärker wieder aus dem Stock aus. Es hilft eigentlich nur "Ringeln", dabei wird am unteren Stamm auf ca. 50 cm die Rinde bis zum Splintholz entfernt, um die Wasserversorgung des Baumes zu unterbrechen, dieser stirbt dann nach einiger Zeit ab, ohne noch mal neu auszutreiben.

      Meine Ziegen fressen gelegentlich die Blätter der spät blühenden Traubenkirsche, allerdings in sehr kleinen Mengen. Gesund sind sie wegen der enthaltenen Blausäure wohl nicht...

      (Welcher Baum Nr. 3 ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen)

      Schöne Grüße aus Brandenburg von Susanne
    • Ich meinte die Abbildung unter 2. War jetzt gerade noch mal genau nachschauen, und muss leider sagen, dass ich mich geirrt habe. Du liebe Astrid, hast jedenfalls keine spätblühende Traubenkirsche. Die hat länglichere Blätter und die Trauben hängen eher doldenförmig (s. Anhang). Sorry für die Verwirrung!
      Bilder
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    • Danke für Eure Antworten. Nach vielen Stunden Websuche gestern und vorgestern habe ich jetzt zumindest ein paar Anhaltspunkte für weiteres Suchen.

      Hier bleiben auch Walnuss-Schösslinge unberührt. Merkwürdigerweise auch die von der Edelkastanie; ich nehme an, weil anderes zur Zeit besser schmeckt.

      Rosen werden dafür gnadenlos rasiert, egal, ob Edel- oder Heckenrose. Da bleibt nur noch der Stock übrig, kein Blättchen/Trieb.

      Bleibt bei Euch die blaue Wegwarte auch stehen? Frisst hier keiner.

      Die PlantNet-App habe ich eben gestern genervt aus Frust gelöscht, weil ich damit nix finde. Ich besitze zwar ein schönes, gutes Baumbestimmungsbuch irgendwo - aber das ist seit dem Umzug hierher leider verschollen. Das vermisse ich sehr. :(
    • Nadua hat Recht. Nr. 2 ist definitiv ein Feuerdorn, spezifisch ein Mittelmeer-Feuerdorn, Pyracantha coccinea.

      Die kannte ich zwar, aber meist nur von einheitlichen Gartenhecken an Einfamilienhäusern, und dann erst in der roten Herbstfärbung. Inmitten von Rebstöcken hätte ich die nicht erwartet.

      Ich tippe auf Verbreitung durch Amseln und Drosseln.
    • Das 3.Foto von oben zeigt m.E. eine Aronia (Apfelbeere) Aufgrund der Trockenheit haben sich dieses Jahr nicht so viele Früchte gebildet. Sie blühen doldenförmig in Weiß.

      Habe ich auch im Nutzgarten. Die Früchte( kleine, harte 'Äpfelchen' kann man zu Gelee verarbeiten, schmecken roh grottenmäßig.) Ich habe sie als Bienen-Insektenweide und Vogelnährgehölz.
    • Dass die Pflanze ihre Blätter behält, hast Du gewiss nicht überlesen, ich hab's nämlich nicht geschrieben. Ich habe es aufgrund der festen (dickeren), irgendwie ledrigen/wachsigen Blätter auch nur vermutet (kann mich nicht mit Sicherheit erinnern, diese Pflanze im Winter überhaupt angeschaut zu haben).

      Die Blätter der Aronia im Topf habe ich weicher in Erinnerung, die war aber auch noch jung, das hätte sich gewiss noch ändern können.Ob die aber Dornen hatte/bekommen würde, kann ich nicht sagen. Deswegen habe ich gefragt, weil in den Beschreibungen das nicht vorkam.
    • Hallo Zusammen,

      die Esche ist eine tolle Futterpflanze und Schafe und Ziegen fressen die fallenden Blätter sehr gerne. Sogar die Rehe kommen und lassen sich diesen Leckerbissen nicht entgehen.

      Leider spricht man in einigen Gebieten vom Eschensterben.


      So z.B. eschensterben.org

      Traurig. Ich habe eine uralte Esche. Es wäre traurig, wenn sie stirbt...

      Grüsse
      HenryvonderWeide
      Grüsse
      HenryvonderWeide