Ziegen gehen nicht an Leckstein

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    • Ziegen gehen nicht an Leckstein

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      Wir haben für unsere Zwergziegen einen Mineralsalzleckstein ohne Kupfer. Die drei sind jetzt gut zwei Wochen bei uns und von Anfang April.
      Bislang habe sie noch nicht am Salzleckstein geleckt. Ist das ok? Kann man denen den Stein irgendwie schmackhaft machen?
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      Ist es jetzt ein Salz- oder ein Mineralleckstein? Natürlich ist bei einem Mineralleckstein auch Natrium drinnen, da können Ziegen aber ganz schön wählerisch sein was Konsistenz und Geschmack des Steins betrifft.
      An einen Salzstein gehen sie normal aber recht schnell und regelmäßig ran, dass man bei drei jungen ZZ jetzt nicht gleich tiefe Spuren sieht ist aber auch klar.

      Dennoch würde ich 2 Wochen jetzt nicht als dramatisch erachten wenn andere Ziegen gänzlich ohne Mineralstoffzusatz auskommen müssen/können. Abgesehn davon werden die 3 erstmal die Umgebung erkunden müssen und sind halt noch nicht am Leckstein hängen geblieben.
      Being a vegan is a missed steak
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      Meine drei erwachsenen ZZ haben einen Salzleckstein (Himalayasalz) im Unterstand hängen. Seit letztem September (als sie kamen) habe ich nur eine einmal dran schlecken sehen. Der sieht noch aus wie neu.

      Ich vermute, die brauchen den nicht wirklich, da sie frei umherlaufen können und sich ihren Speiseplan selbst zusammenstellen.
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      Und was willst Du damit sagen, Piroschka? Dass ich zuviel bezahlt habe und Betrügern aufgesessen bin?

      Ich hätte auch Bad Reichenhaller genommen, wenn's das 1) in so kleinen handlichen Blöcken mit Loch drin 2) für meine Bonus-Punkte gegeben hätte. :)

      Und wenn das sog. Himalayasalz kaum in ausreichender Menge nützliche Stoffe enthält und die Ziegen die wirklich brauchen würden, dann müsste unser Block schon längst weg sein.
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      DreiZiegen schrieb:

      Und was willst Du damit sagen, Piroschka? Dass ich zuviel bezahlt habe und Betrügern aufgesessen bin?
      Schlüsse für sich darf jeder selbst ziehen. Betrug ist eine strafrechtliche Kategorie - im Kapitalismus ist nahezu alles erlaubt, um an das Geld anderer Leute zu kommen. Wenn Moden erst einmal um sich greifen, ist es halt so: viele hier haben ja drei Lecksteine.

      Im Forum gehöre ich zu den wenigen, die gegen jederlei Lecksteine sind.

      Meine Tiere hatten auch noch nie Harnsteine, die anderer schon, wobei bei jenen dann eine unbeweisbar behauptete "genetische Disposition" für die nicht überraschend hohe Zahl von harnsteinbefallenen Kastraten und ganzen Böcken herhalten muß.

      Meine hier eingestellten Beweisvideos, daß Ziegen sich den zur Ernährung erforderlichen Zucker aus Zellulose selber herstellen (Videos mit Fütterung von zerrissener Pappe), werden ja auch beiseite gedrückt.

      So nützt es auch nichts, wenn ich immer wiederhole, daß die Lecksteine eine Erfindung der Milliarden-Dollar-Umsatz-Futtermittel-Industrie sind und in den Riesenherden der Mongolei, Neuseelands, Afrikas so etwas nicht vorkommt.

      Dann hüpft jemand herbei und sagt, daß in Nordamerika Wildwiederkäuer im Winter auf die Straßen springen und das Streusalz lecken. Damit soll bewiesen werden, daß unsere Pussel-Heimtiere auch gaaaanz unbedingt Lecksteine brauchen.

      Ob die paar Mineralien (Spurenelemente), die im Stein enthalten sind, auf diese Weise überhaupt resorbiert werden können, ist nicht bewiesen.
      Da das Salz nicht ins Blut übergeht - was passiert damit? Es geht durch den Darm, wirkt hygroskopisch, zieht also Wasser durch Osmose aus der Darmwand, verflûssigt dadurch in einem Teil des Darms den Kot, der später wieder entwässert werden muss.

      Über die Darmbakterien wissen wir so gut wie gar nichts. Allerdings dies: sie waren entwicklungsgeschichtlich vor uns da. Auf jeden Fall haben sie mehr Einfluß auf das Gehirn als umgekehrt.

      Insofern ist es auch völlig töricht, wenn in den letzten Jahren die Mode aufgekommen ist, den Darm zu sanieren, zu entgiften, auszuleiten, Detox, , zu entsäuern, aufzubauen, mit allem Killefitt zu behelligen. Aber auch da kann man nichts gegen machen. Es ist eben zuviel Geld da.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Piroschka () aus folgendem Grund: "entsäuern" berichtigt.

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      Ach so, Piroschka, alles klar. Ja, das ist bei Nagerhaltern auch so, ein Leckstein muss unbedingt her, weil sonst... Ja, was? Meine Meerschweinchen haben immer draußen gelebt und in ihrem ganzen Leben kein kommerzielles Futter bekommen (sie wurden sozusagen gebarft), und sind älter geworden als alle ihre Geschwister, die mit Nagerpellets und zuviel oxalathaltigem Salat verwöhnt wurden.

      Ich finde, es kann nicht schaden, wenn man den Ziegen einen Leckstein ANBIETET, sofern sie auch genug anderes zur Auswahl haben. Dann können sie selber entscheiden, ob sie drangehen oder nicht. Und hier tun sie das definitiv nicht.

      Pappe steht hier übrigens ganz groß im Kurs. Sie holen sich Kartons auch selber und zerlegen die zu dritt mit großer Freude. Da hat leider auch schon mein neues Libellenbestimmungsbuch dran glauben müssen: der Bub hat die Lieferung vom Zusteller vor mir entdeckt. Nur noch Fetzen vom Karton und die inneren 150 Seiten des Buchs waren übrig. :)
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      DreiZiegen schrieb:

      Pappe steht hier übrigens ganz groß im Kurs. Sie holen sich Kartons auch selber und zerlegen die zu dritt mit großer Freude. Da hat leider auch schon mein neues Libellenbestimmungsbuch dran glauben müssen: der Bub hat die Lieferung vom Zusteller vor mir entdeckt. Nur noch Fetzen vom Karton und die inneren 150 Seiten des Buchs waren übrig.
      Insbesondere für diesen - aber nicht nur - Beitrag bin ich Dir dankbar.
      Er zeigt, daß die Ziegen in Afrika nicht nur "aus Armut" Pappe fressen.
      Zellulose, Zellulose - Nutella für die Ziegen!

      Und grüner Salat besteht ja nur aus Chlorophyll, Nitrat und Wasser. Eine Schande, daß damit in Restaurants das Essen verunstaltet wird. Hier kostet z. Z. ein Kopf Salat (Salatkopf) 2 Euro =4 MARK, wie ich im Vorbeigehen sah.
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