Hornwuchs

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    • dünne Wachstumsringe sind normal. Bei Steinböcken verwendet man sie zur Altersbestimmung aber ich denke nicht, dass das bei Hausziegen auch möglich ist.

      Stärker markierte Wachstumsringe zeigen u.a. Eintritt der Geschlechtsreife, Kastrationszeitpunkt, Futterumstellungen Winter/Sommer, Krankheiten, Medikamentengabe.

      Dass er an einem Horn keine Ringe hat, liegt evtl. daran, dass er dieses Horn mehr wetzt als das andere - mal beobachten.
      Sabine M.H.
      working-goats.de Pack- und Fahrziegen
    • Hallo DreiZiegen,

      man kann an Hörnern jede Menge ablesen, wenn man Erfahrung gesammelt hat und am besten natürlich, wenn man die Ziege/den Bock auch kennt. Ich habe z. B. eine Ziege an der ich, wie Jahresringe eines Baumes, die Rillen im Horn mit den Alter gleichsetzen kann. Ich denke, dass diese Rille immer zum Frühjahr, sprich Futterwechsel entsteht. Bei meinen Mönchen, kann man deutlich eine tiefe Rille finden, als sie kastriert wurden usw.
      Am linken Horn deines Bocke kann man deutlich sehen, dass er es anders abgewtzt hat, als sein rechtes. Asymetrische Hörner kommen immer wieder einmal vor. Manchmal angeboren, aber manchmal auch erworben - beim Kampf. Vielleicht ist das rechte Horn stärker durchblutet und zeigt deshalb auch mehr Rillen, als das andere. Oder so wie Sabine richtig schreibt, evtl. wetzt er es mehr ab.
      Schönen Gruß aus der belgischen Eifel
      Judith

      Für mich ist das Leben eines Lamms nicht weniger wertvoll, als das Leben eines Menschen. (Mahatma Gandhi)

      Caprino Seminare & Vorträge
      www.ziegenworkshop.com
    • Was hier als Horn bezezichnet wird, ist die äußere Hornscheide, in der der Hornzapfen verläuft (Scheide eben für den Zapfen).

      Horn ist wie Haare totes Eiweiß.

      Bei meinen weiblichen Highland Rindern, die kein Zusatzfutter bekamen, bildeten sich in den Jahren, in denen sie Kälber hatten,
      Einkerbungen (keine Auswüchse), weil die Kälber, die lange tranken (bis zu 2 Jahre), über die Milch Eiweiß verbrauchten, das somit nicht in das Wachstum der Hornscheide gehen konnte.

      Der Hornzapfen innen ist durchblutet und innerviert.

      Reißt ein Gesamthorn einschließlich der Basisplatte ab, liegt die Schädelplatte offen und man kann von der Nasenhöhle her den Wind durchpfeifen hören. Die Schädelplatte wächst durch Knochenwachstum langsam zu (Infektionsgefahr).

      Wâhrend des Wiederkäuens (Maul gefüllt) atmen die Tiere durch die Nasenhöhle.
      Droht Gefahr, schlucken sie schnell ab, um über das Maul atmen zu können (Flucht)
      Die Temperatur des Körpers ist während des Wiederkäuens bis zu 2 Grad erhöht.
      Durch die Nasenatmung wird das Blut in den Blutgefässen, die dicht unter der Oberfläche der Nasen-, Stirnhöhle verlaufen, durch die vorbei streichende Luft gekühlt, wobei auch die Hörner Wärme ableiten.
      Dadurch wird das Eiweiß des Gehirns gegen Ûberhitzung und Vergammeln geschützt.

      Das zeigt, wie wichtig die Hörner sind und wie töricht das Enthornen der horntragenden Tiere ist. .
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    • Wie der Italiener sagt: "Da brichst Du eine offene Tür auf", Piroschka. Enthornung ist ein No go, ganz Deiner Meinung. Die Hörner dürften m.E. gerade in heißem Klima zur Kühlung besonders wichtig sein.

      Asymmetrie ist natürlich nicht ungewöhnlich. Die meisten von uns haben auch keine absolut gleichgroßen oder gleichförmige Ohren oder Füße. Also darf auch mein Kastrat ruhig etwas asymmetrisch an den Hörnern sein. Vielleicht war wirklich mal was mit den Hörnern, als er noch klein war; muss mal die Vorbesitzerin fragen. Mir fiel jedenfalls die unterschiedliche Form/Abnutzung/Rillenbildung auf (abgesehen von der asymmetrischen Wuchsrichtung).
    • Neu

      DreiZiegen schrieb:

      Wie der Italiener sagt: "Da brichst Du eine offene Tür auf", Piroschka. Enthornung ist ein No go, ganz Deiner Meinung. Die Hörner dürften m.E. gerade in heißem Klima zur Kühlung besonders wichtig sein.

      Asymmetrie ist natürlich nicht ungewöhnlich. Die meisten von uns haben auch keine absolut gleichgroßen oder gleichförmige Ohren oder Füße. Also darf auch mein Kastrat ruhig etwas asymmetrisch an den Hörnern sein. Vielleicht war wirklich mal was mit den Hörnern, als er noch klein war; muss mal die Vorbesitzerin fragen. Mir fiel jedenfalls die unterschiedliche Form/Abnutzung/Rillenbildung auf (abgesehen von der asymmetrischen Wuchsrichtung).
      So sagt man auch in meiner Nördlichen Sprache. Mir gefällt es auch sehr, wenn die Tiere ihre Hörner behalten dürfen. So ist es leider nicht in Amerika ...