Platzvergabe für Ziegen

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    • Hallo Marcel,

      ja, für drei Zwerge könnte das gehen. Stellt euch aber darauf ein

      - dass ihr ganzjährig Heu zufüttern müsst. Dafür braucht ihr eine Bezugsquelle (nach den letzten, trockenen Sommern war Heu gebietsreise rar und sehr teuer) und Lagerplatz. Zwergziegen können erstaunliche Mengen Heu verdrücken und sind leider auch verschwenderisch damit (heisst: große Portion aus der Raufe rupfen, die Hälfte davon fressen, den Rest auf den Boden fallen lassen und nicht mehr angucken). Mit ensprechender Bauweise der Raufe kann man dem etwas entgegenwirken.

      - dass ihr die Wiese trotzdem mähen müsst

      - mehrmals im Jahr Kotproben untersuchen zu lassen und bei Bedarf zu entwurmen - je kleiner die Fläche, desto höher der Parasitendruck, insbesondere wenn sie durchgängig genutzt wird. Besser wären 2 oder 3 abgetrennte Flächen, die reihum genutzt werden.

      - dass die Büsche und Bäume voraussichtlich nicht sehr lange überleben, wenn die Ziegen freien Zugang dazu haben. Sie werden nicht nur sämtliche Blätter abfressen, die sie erreichen (unsere Zwerge stellen sich da auch auf die Hinterbeine und kommen dann über 1,20 m hoch) sondern auch die Rinde abschälen, zumindest von dünneren / jüngeren Stämmen und Ästen. Was ihr erhalten wollt, solltet ihr großzügig ein- oder auszäunen. Giftpflanzen vorsorglich ganz entfernen (z.B. Thuja, Kirschlorbeer, Eibe, Buchs, Rhododendron, ...). Fruchttragende Bäume (Obstbäume, aber auch Eicheln, Kastanien, Rotbuchen) sind auch nicht ideal im Ziegenauslauf. Wenn die Tiere ungehindert Zugang dazu haben, können sie sich an den Früchten krank fressen (zu viel Kohlenhydrate, das schadet u.a. dem Pansen).

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nadua ()

    • Hallo Marcel,

      entschuldige bitte die verspätete Antwort.

      Bei 1000 m2 Fläche würde ich eher halbieren als dritteln, die Teilstücke werden sonst schon arg klein.
      Und dann alle 2-3 Monate zwischen den beiden Abschnitten hin und her wechseln.

      Ideal wäre natürlich, wenn der Stall quasi auf der Grenze zwischen den beiden Abschnitten stünde, mit Zugang von beiden Seiten. Dann könntest Du ganzjährig Offenstallhaltung machen und bräuchtest keine doppelte Infrastruktur.

      Wenn der Stall nur vom einen Abschnitt zugänglich ist, bräuchtest Du im anderen zumindest auch eine Tränkemöglichkeit, überdachte Heuraufe und einen zugfreien, trockenen Unterstand als Witterungsschutz. Nässe und Zugluft mögen und vertragen Ziegen nicht gut. Die Ziegen dann über Nacht in den Stall bringen, zumindest in der kälteren Jahreszeit.