Und wieder Komplikationen bei der Geburt

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    • Und wieder Komplikationen bei der Geburt

      Unsere Hilde hat letzte Woche abgelammt. Das erste flutschte regelrecht raus, alles schick. Das zweite lag verkehrt, irgendwie verbogen. Leider haben wir das Problem zu spät erkannt und so konnte das zweite nur noch tot auf die Welt geholt werden. Mutter und Tochter sind so weit ok. Letztes Jahr brauchte Hilde ebenfalls Hilfe um ihr Einzelkind Hilmar auf die Welt zu bringen. Da dachten wir noch, weil es halt nur eins war und sie vorher mind zweimal Zwillinge bekommen, das der Bock halt zu groß war. Aber jetzt gab es eben wieder Komplikationen. Meine Frage: wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es wieder passiert? Hilde ist irgendwas um die 5/6Jahre. Leider kann hier keiner so was genau angeben. Was würdet ihr machen? Erneut decken und erhöhte Wachssmkeit oder es ganz lassen? Danke schon mal.
      Grüße, die Yvonne
    • Ok, danke. Hab mir das schon fast gedacht, aber es ist immer gut andere Meinungen zu hören/lesen. Rein interessenhalber, weiß einer wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass sich diese "Serie" fortsetzt? Und wie sieht das mit der Tochter aus? Wird so was vererbt (obwohl die ersten Geburten ja problemlos waren) oder ist das eine Alterssache?
    • War es zwei mal vom gleichen Bock? Könnte vielleicht auch ein Grund sein.
      Ansonsten würde ich sie wohl auch nicht mehr decken. Oder wenn, dann so, dass du ziemlich genau weisst wann es sein könnte um sie gut zu überwachen (nicht einfach den Bock mitlaufen lassen)
    • sanhestar schrieb:

      Hier wäre also auch mal eine grundlegende Überprüfung der Fütterung nötig = grosses Blutbild inkl. Spurenelemente sowie Futter- und Bodenanalyse.

      Weil in der kenianischen Savanne jeder Nachbar ein eigenes Labor hat?

      Der Gedanke, der Ziege weiteren Sex zu verweigern, hat als Hintergrund das Optimierungsgebot der Auslesevermehrung (Zucht möchte ich das keinesfalls nennen).
      Der Ziege soviele Trächtigkeiten zuzumuten, ist für mich inzwischen eine moralische Frage geworden. Ich denke an die armen Ehefrauen solcher Herren wie Samuel Hahnemann oder auch die Cushings, aus denen der Erfinder des Cushing-Syndroms hervorgegangen ist, mit hohen Kinderzahlen.

      Zur Ziege:
      Aufgrund der angegebenen Details ist absolut nicht argumentativ belegbar, daß weitere Trächtigkeiten schief laufen müss(t)en. Statistisch ist das Unsinn.
      Am Sonntag auf Arte France "Out of Africa" gesehen (Ihr wißt schon - die kinderlose Syphilitikerin Karen Blixen) - da liefen auch mal drei Ziegen durchs Bild.
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    • Moin.
      Also in der Savanne leb ich schon mal nicht, eher im Busch im Bergland, aber sei's drum. Und Proben würde ich auch nicht zu den Nachbarn bringen, sondern mich schlau machen, ob das Labor in Eldoret was tun kann. Aber sagt mal, so ne Blutprobe, müsste die nicht gekühlt im Labor ankommen um aussagekräftig zu sein? Wenn ja, hat sich das hiermit erledigt, weil weder unser TA noch ich das können... Und was meinst du mit Futteranalyse? Kraftfutter und Heu? Bekommen meine Ziegen nicht und jetzt von der Weide von allen Pflanzen ein Blättlein und Stengelchen zu sammeln... klingt irgendwie nach Overkill.
      Aber müssten etwaige Mangelsachen nicht auch bei anderen Ziegen Probleme verursachen? Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege. Gertrud hat ne Woche später abgelammt, so still und heimlich, dass ich die Kleine eher zufällig entdeckt hab, komplett trocken, Nachgeburt bereits abgegangen und schon auf wackeligen Beinen unterwegs. Einen Tag später legte Adelheid ne Blitzgeburt hin. Mein Mann rief mich noch an, das erste wäre schon da. Und als ich 10, max 15 Minuten später ankam, war alles schon durch. Also völlig problemlos. Und die stehen seit nem Jahr und länger hier rum und fressen was hier wächst.
      @Piroschka woran machst du es fest, dass weitere Trächtigkeiten nicht unbedingt schief laufen müssten? Ich vermute mal im kommerziellen Bereich würde Hilde gemerzt, also würde man nicht feststellen können ob es weiterhin Probleme gibt. Und im Hobbybereich würde man vermutlich keine weitere Trächtigkeit riskieren und daher auch nicht wissen, was wäre wenn...
    • KenyanGoats schrieb:

      Also in der Savanne leb ich schon mal nicht, eher im Busch im Bergland
      Und sei es am Viktoriasee - ich wollte mit meiner Bemerkung darauf aufmerksam machen, daß in afrikanischen Staaten nicht die gleiche Diagnostik allenthalben möglich ist wie in Hessen.
      Die Temperatur heute in Eldoret betrug ca 19° Celsius, wenn meine Informationen zutreffen. Das Blut der Ziege bei Entnahme hat fast 40° und vergammelt nicht gleich. Je nach Untersuchungsziel müßte vielleicht ein Teil vor dem Transport zentrifugiert werden. Ob das dort jeder Tierarzt kann, weiß ich nicht.
      Es gibt aber so viele präanalytische, perianalytische, analytische und postanalytische Fehlermöglichkeiten, daß ich auf eine Blutanalyse verzichten würde.
      Der Einwand Yvonnes bezüglich der anderen Ziegen zeugt von gutem Denken. Hinzu kommt, daß die Anzahl der Geburten für eine statistische Aussage viel zu gering ist.

      Wir hatten hier schon mal eine absurde Diskussion im Zusammenhang mit der Geburt
      Pulsatilla
      wobei ich damals auch in Grund und Boden verdammt wurde. Von höchster Stelle, aber ohne Argumente.

      KenyanGoats schrieb:

      Ich vermute mal im kommerziellen Bereich würde Hilde gemerzt, also würde man nicht feststellen können ob es weiterhin Probleme gibt. Und im Hobbybereich würde man vermutlich keine weitere Trächtigkeit riskieren und daher auch nicht wissen, was wäre wenn...
      Das sind auch meine Gedanken, wobei die Entscheider bei der Ausübung ihrer Macht sich dann als Genetiker und Machthaber des Schicksals sehen.
      Wir wissen nichts über Gene des Bocks, die Einfluß auf die Lage der Ungeborenen fünf Monate später vor der Geburt haben.
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    • Moin.
      Mit den 19°C stimmt, hatten wir u 7 Uhr morgens auch hier, nur leider bleibt das ja nicht so. Und ich hätte vielleicht erwähnen sollen, dass Eldoret zwar das nächste ist, wir aber trotzdem ein paar Stunden dahin unterwegs sind.
      Und das ihr in Hessen labordiagnostisch besser aufgestellt seid, glaub ich sofort :D vor ein paar Jahren musste hier jede Bodenprobe zur Analyse nach Nairobi geschickt werden, egal wo sie genommen wurde....
      Das Gute: ich muss ja nicht jetzt gleich sogort entscheiden, was ich mit Hilde mache. Die ist erstmal mit Töchterchen Heda beschäftigt, ich hab also noch viel Zeit zum Nachdenken.
      Die Details zur Blutanalyse waren auch eher neugierbedingt. Ich denke nicht, dass es nötig ist solch große Geschütze aufzufahren. Aber trotzdem danke für alle Antworten und Meinungen. Nun liegt es an mir, mit dem Wissen was gescheites anzustellen :thumbup:
      @Piroschka ich will nicht am Viktoriasee wohnen. Schöne Gegend, aber häßliches Klima (zumindest für mein Empfinden) ;)
    • Ich kann es mir nicht verbieten, darauf hinzuweisen, daß der Victoriasee, der in den verschiedenen Anrainerstaaten unterschiedliche afrikanische Namen trägt, erst vor ca 400.000 Jahren entstanden ist und schon mehrmals klimabedingt ausgetrocknet war, zuletzt vor 17.000 Jaheren.

      Nur wenige wissen, daß in Mitteleuropa vor ca 100.000 jahren Waldelefanten lebten, denen innerhalb ganz kurzer Zeit durch Klimawandel die Lebensgrundlage entzogen wurd.

      Die Mammuts, deren Gebeine jetzt aus dem sibirischen Permafrost auftauchen, lebten nicht etwa in Eiswüsten.
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